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Schmuck fĂĽr den vertikalen Garten

Soll die Kletterhortensie als Schmuck für eine Häuserwand oder Mauer gepflanzt werden, ist es ratsam, vom Landschaftsgärtner vorher eine Kletterhilfe zur Unterstützung wie z.B. Spanndrähte oder ein Gerüst anbringen zu lassen. Foto: BGL
14.11.2017

Die Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris), ursprünglich aus Asien stammend, hat hierzulande immer mehr Einzug in die Gärten gefunden und zählt mittlerweile zu den schönsten Kletterpflanzen.

Sie vereinigt die Blütenfülle einer Hortensie mit der Eleganz einer Kletterpflanze und bildet neben ihrem Blattwerk auch schöne Blüten aus, die sie als dekorative Blütendolden mit sternförmigen, weißen Randblüten trägt.

Sie benötigt nicht viel Sonnenlicht und eignet sich daher zur Zierde gerade auch an halbschattigen Plätzen. Im Herbst verfärbt sich das üppige Laub leuchtend gelb und die knorrigen, rotbraun gefärbten Triebe der Kletterhortensie sind auch im Winter sehr dekorativ. Es gibt einige Sorten wie zum Beispiel „Semiola“, die auch während der kalten Jahreszeit ihr grünes Blattwerk behalten und deren Austriebe im Frühjahr kupferrot leuchten. Auch wenn die Kletterhortensien sehr robust sind, empfiehlt es sich, bei der Auswahl des Standortes im Garten einen Landschaftsgärtner zu Rate zu ziehen, denn Wind macht den Kletterpflanzen etwas zu schaffen und nach Möglichkeit sollte ein windgeschütztes Plätzchen ausgesucht werden.

An ihren Standort stellt die Kletterhortensie keine besonderen Ansprüche, sie braucht jedoch wie alle Hortensien ausreichend Wasser und Nährstoffe – dann zieht sie sich selbst an schattigen Nordwänden in die Höhe. Hierzu nutzt sie ihre Haftwurzeln, mit denen sie sich an rauen Untergründen festhält. Soll sie als Schmuck für eine Häuserwand gepflanzt werden, ist es ratsam, vom Landschaftsgärtner vorher eine Kletterhilfe zur Unterstützung wie etwa Spanndrähte oder ein Gerüst anbringen zu lassen. Die Pflanzen werden recht schwer und es ist nicht auszuschließen, dass die Haftwurzeln das Gewicht eines großen Exemplars alleine nicht mehr halten können. Damit Putz und Mauerwerk nicht beschädigt werden, rät der Experte für Garten und Landschaft, die Fassade vorher auf ihre Eignung zu prüfen. Bei intaktem Fassadenputz treten durch die Kletterhortensien keine Beschädigungen auf, die Wand wird sogar vor Witterungseinflüssen geschützt. Wenn die Pflanze später doch einmal von der Wand entfernt wird, bleiben lediglich geringfügige Wurzelspuren zurück.

Besonders schöne Gartenbilder entstehen, wenn Kletterhortensien, die bis zu zehn Meter hoch werden können, an Pergolen, Gartenhäuschen, alten Baumstämmen oder Zäunen emporranken. Ihre weißen, handtellergroßen Blüten, die nicht nur im Duft, sondern auch im Aussehen ein wenig an Jasmin erinnern, öffnen sich ab Juni. Sie sind eine beliebte Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge und bieten gleichzeitig Lebensraum und Schutz.

Richtig tapezieren!

Mit Tipps und einer guten Vorbereitung lassen sich typische Tapezierfehler vermeiden. Foto: djd/thx
14.11.2017

Einfarbig gestrichene Raufaser, trendiger Streifenlook oder großformatige Ornamente: Tapeten verleihen mit ihrer Designvielfalt jedem Raum im Handumdrehen eine neue Wirkung. Mit vergleichsweise wenig Aufwand erhalten die eigenen vier Wände eine frische Optik – so denken viele Heimwerker und machen sich gutgelaunt an die Arbeit.

Die Ernüchterung folgt bisweilen schnell, wenn etwa die Tapete partout nicht kleben will, wenn sich die Nähte immer wieder öffnen oder wenn der neue Wandschmuck hässliche Blasen wirft.

Viele dieser Fehler lassen sich mit der richtigen Arbeitsweise vermeiden. Es folgen Tipps, die bei den fünf häufigsten Tapezierproblemen helfen. Die vorhandenen Tapeten müssen als erstes entfernt werden. Wichtig ist auch, dass Sie für einen glatten und sauberen Untergrund sorgen.

Problem Nr. 1: Tapete wirft Blasen

Da freut man sich auf die neue Blumentapete – und dann überrascht die Wand mit vielen kleinen Bläschen. Dieses Problem lässt sich durch eine ausreichende Einwirkzeit des Kleisters oft vermeiden. Ebenfalls wichtig: Den Kleister gleichmäßig sowohl auf die Wand als auch auf die Tapete auftragen – und dabei sparsam vorgehen. Kommt es erst nach dem Trocknen zu vereinzelten Blasen, gibt es einen Trick: Vorsichtig mit dem Teppichmesser kreuzweise einschneiden, die Enden aufklappen, etwas Kleister auftragen und nochmals glatt reiben.

Problem Nr. 2: Tapete zeigt Falten

Dieses Problem ist selbstgemacht. Wenn Sie der Tapete nicht genug Einweichzeit gönnen (wie lange, ist auf der Packung angegeben), kann sie an der Wand „nachwachsen“ und sich ausdehnen – bisweilen um bis zu einem Zentimeter. Dadurch entstehen unschöne Falten. Die schlechte Nachricht: Nach dem Abtrocknen können Sie die Falten nicht mehr entfernen. Die gute Nachricht: Wenn Sie künftig die Weichzeiten laut Anleitung einhalten, sollte es erst gar nicht zu dem Faltenwurf kommen.

Problem Nr. 3: Nähte öffnen sich

Bei Dekortapeten setzen sich großformatige Muster von einer Bahn zur nächsten fort – eigentlich. Nicht wirklich professionell wirkt die Wand, wenn sich Nähte nach dem Trocknen wieder öffnen und sichtbare Spalten bilden.

Der Grund dafür: Die Tapete ist zu schnell getrocknet. Denn um diese Spannungsnähte zu vermeiden, muss der Kleister in jedem Fall vor der Tapete eintrocknen.

Damit sich keine Nähte bilden, sollten sie auf das passende Raumklima achten: Zugluft ist absolut tabu, auch überhitzte Räume sollten Sie vermeiden. Mitunter ist auch ein stark saugender Untergrund verantwortlich für das Problem – dann hilft nur ein stärkerer Kleisterauftrag.

Problem Nr. 4: Rund um Schalter und Steckdosen tapezieren

Schief zugeschnittene Tapeten rund um Schalter und Steckdosen? Das macht die beste Heimwerker-Arbeit optisch zunichte. Um diese „Problemzonen“ gekonnt zu tapezieren, hilft ein ebenso altbekannter wie simpler Trick.

Dazu die Sicherungen rausdrehen, Blenden der Schalter und Steckdosen entfernen und die gesamte Bahn wie gewohnt an der Wand anbringen. Wenn der Kleister getrocknet ist, können Sie an dieser Stelle die Tapete kreuzweise einschneiden. Entfernen Sie die Tapete soweit wie für die Elektroinstallation notwendig.

Aber Vorsicht: Dabei mit Bedacht vorgehen und sparsam schneiden – damit die Öffnung anschließend nicht mehr sichtbar ist. Passt alles, können Sie die Blenden von Schaltern und Steckdosen wieder festschrauben.

Problem Nr. 5: Flecken in der Tapete

Sichtbare Flecken auf einem zarten floralen Muster oder einer sonst blütenweißen Tapete können verschiedene Ursachen haben: zum Beispiel einen schmutzigen Untergrund, Rostflecken oder einen alten Farbauftrag. Davor schützen nur gründliche Vorbereitung und Reinigung des Untergrundes – etwa indem Sie vor dem Tapezieren eine flüssige Makulatur (eine Mischung aus Kleister und Füllstoff) auftragen.

Komplettes Zubehör auf einen Blick

Hier noch eine praktische Checkliste, damit Sie bei der Vorbereitung nichts vergessen. Zum Renovieren und Tapezieren brauchen Sie:

– einen Tapeziertisch (gibt es auch leihweise in vielen Baumärkten)

– eine Trittleiter

– einen Eimer zum Mischen des Kleisters

– einen Quast zum Auftragen

– eine Wasserwaage

– Zollstock und Bleistift

– Tapeziermesser und Schere

– eine AndrĂĽckwalze und eine weiche, fusselfreie BĂĽrste – beides dient zum Anbringen und Glattstreichen der Tapete

– einen Nahtroller, um Ränder nachzuarbeiten

Wie viele Tapetenrollen brauche ich denn? Damit man weder zu viel noch zu wenig Material einkauft, gibt es einen Tipp: Die Wände ausmessen und den jeweiligen Tapetenbedarf vorab errechnen. Mit dem Bedarfsrechner können Sie online die richtige Einkaufsmenge ermitteln.

Nie mehr dicke Luft

Die Luftfeuchtigkeit im Haus hat wesentlichen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Ein Kalkputz etwa in Verbindung mit einer Innendämmung kann die Raumfeuchte regulieren. Foto: djd/Knauf
14.11.2017

Wohngesundheit fängt mit dem Raumklima an: Frische Luft unterstützt unser Wohlbefinden ganz wesentlich. Abgestandene Luft hingegen kann das Konzentrationsvermögen einschränken, zu Kopfschmerzen oder anderen Beschwerden führen. Vor allem die Bedeutung der Luftfeuchtigkeit für ein gesundes Zuhause sollte nicht unterschätzt werden. Ihr Wert sollte in Wohnräumen zwischen 40 und 60 Prozent betragen. Kalkputze können in Verbindung mit einer Innendämmung die Feuchtigkeit auf natürliche Weise regulieren. Die Putze können hohe Mengen Wasser aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben. Zugleich wird ein gesundes Raumklima gefördert, indem Schadstoffe wie Stickstoff und VOCs sowie störende Gerüche in der Raumluft abgebaut werden. Aufgrund des hohen pH-Wertes beugt der Putz darüber hinaus auf natürliche Weise der gefürchteten Schimmelbildung und einer Besiedlung durch Mikroorganismen vor. In Kombination mit einem passenden Innendämmsystem verbindet sich der Wärmeschutz mit der Verbesserung des Raumklimas. Die Wandoberfläche bleibt durch die atmungsaktiven Eigenschaften des Kalkputzes jederzeit trocken und die Raumfeuchte angenehm konstant. Eine Voraussetzung für eine langlebige Sanierung ist die Planung und Ausführung durch erfahrene Fachhandwerker. Der Profi kann auch zu den Möglichkeiten beraten, die Innendämmung mit einer komfortablen Wandheizung zu kombinieren.