BAUEN·WOHNEN·LEBEN

W√§rmepumpen k√∂nnen k√ľhlen und l√ľften

W√§rmepumpen, die nicht nur heizen, sondern auch k√ľhlen k√∂nnen, machen eine zus√§tzliche Klimaanlage in der Regel √ľberfl√ľssig. Foto: djd/W√§rme+/Vaillant
02.10.2017

W√§rmepumpen nutzen die Energie aus Luft, Grundwasser oder Erde, um effizient und umweltfreundlich W√§rme zu erzeugen. Doch viele W√§rmepumpen k√∂nnen nicht nur heizen, sondern zus√§tzlich auch k√ľhlen und l√ľften. Separate Klimager√§te, die zus√§tzlich viel Strom verbrauchen, sind dann in der Regel nicht mehr n√∂tig.

Wer sich f√ľr die K√ľhlfunktion einer W√§rmepumpe interessiert, muss zun√§chst zwischen aktiver und passiver K√ľhlung unterscheiden. W√§hrend W√§rmepumpen das Erdreich oder das Grundwasser in der kalten Jahreszeit als W√§rmequelle nutzen und deren Energie im W√§rmepumpenprozess auf ein h√∂heres Niveau anheben, wird bei der passiven K√ľhlung im Sommer das dann im Verh√§ltnis k√ľhle Temperaturniveau von Erde oder Grundwasser genutzt. Das Heizungswasser flie√üt √ľber einen externen W√§rmetauscher und wird durch Grundwasser oder Sole gek√ľhlt und wieder ins Geb√§ude geleitet. √úber eine Fu√übodenheizung oder Gebl√§se-Konvektoren kann dann die Temperatur in den R√§umen um bis zu drei Grad gesenkt werden. Die W√§rmepumpe selbst muss nicht aktiv mitarbeiten, nur Regelung und Umw√§lzpumpe sind in Betrieb.

Bei der aktiven K√ľhlung wird der W√§rmepumpenprozess aktiv genutzt. Daf√ľr k√∂nnen reversible W√§rmepumpen ihren K√§ltekreis umkehren. Das hei√üt, die W√§rmepumpe entzieht dem Haus W√§rme √ľber Gebl√§sekonvektoren, Fu√üboden- oder Wandfl√§chenheizungen und k√ľhlt es auf diesem Wege. Die W√§rme wiederum wird ans Grundwasser oder das Erdreich abgegeben. Der Vorteil: Die aktive K√ľhlung bringt eine gr√∂√üere K√ľhlleistung als die passive. Sogenannte Integralger√§te, die vor allem f√ľr H√§user mit Niedrigenergiestandard interessant sind, k√∂nnen zus√§tzlich L√ľftungsfunktionen √ľbernehmen. Dabei f√ľhren Ventilatoren die verbrauchte Luft in den R√§umen √ľber eine zentrale L√ľftungsanlage ab und leiten sie nach au√üen. Zuvor entzieht die W√§rmepumpe bis zu 90 Prozent der Energie aus der Abluft und f√ľhrt sie dem W√§rmepumpenprozess zu. So wird die Abluftw√§rme optimal etwa zur Warmwasserbereitung genutzt. √úber Ventile in der Au√üenwand str√∂mt dann Frischluft in die Wohnr√§ume.