IHR GESUNDHEITSRATGEBER. TAG DER ZAHNGESUNDHEIT

Keine Angst vor Zahnbehandlungen

Bei ängstlichen Patienten ist es um so wichtiger, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, dem Patienten Sicherheit durch Fachkompetenz vermitteln. Aufklärung ist wichtig, dem Patienten den Befund, die Therapie und die Zusammenhänge in Ruhe erklären und damit die Angst nehmen oder mindern.
25.09.2017

Beklemmungen vor Zahnbehandlungen ‚Äď fast jeder Mensch kennt sie. Doch w√§hrend die meisten mit ein bisschen Magenkribbeln gut leben k√∂nnen, bekommen echte Angstpatienten schon bei der Vorstellung einer Zahnarztpraxis Schwei√üausbr√ľche. Viele vermeiden sogar bei starken Zahnschmerzen den Besuch beim Zahnarzt ‚Äď ihre gr√∂√üte Furcht: Schmerzen bei der Behandlung.

Zu unrecht: Heute gibt es ein Vielzahl sanfter Möglichkeiten der Betäubung, die optimal auf den Patienten abgestimmt sind.

Keine Schmerzen beim Zahnarzt

Die heutigen Bet√§ubungsmittel sind sehr sicher und frei von Nebenwirkungen. Je nachdem, ob es sich um einen chirurgischen Eingriff handelt oder um rein erhaltende Ma√ünahmen wie F√ľllungen, kommen drei unterschiedliche Arten der √∂rtlichen Bet√§ubung zum Einsatz: die Oberfl√§chenan√§sthesie, bei der nur die Schleimhaut bet√§ubt wird, die Infiltrationsan√§sthesie, die eine bestimmte Stelle im Mund unempfindlich macht und die Leitungsan√§sthesie, die einen ganzen Nervenbereich bet√§ubt. In manchen F√§llen ‚Äď wenn ein gr√∂√üerer Eingriff notwendig oder die Angst des Patienten √ľbergro√ü ist ‚Äď kann der Zahnarzt die Behandlung auch unter Vollnarkose durchf√ľhren, ambulant oder in der Klinik.

Die lokale Oberfl√§chenan√§sthesie dient der Vorbereitung einer Bet√§ubungsspritze, um das Gewebe vorab unempfindlich zu machen. Der Zahnarzt gibt eine Fl√ľssigkeit auf die Mundschleimhaut, wodurch sich diese taub anf√ľhlt. Danach f√ľhrt er die Injektion, am besten auf zwei Stiche verteilt, v√∂llig schmerzfrei durch. Bei der Infiltrationsan√§sthesie spritzt der Zahnarzt die bet√§ubende Fl√ľssigkeit unter die Haut im Oberkiefer. Dabei werden nicht nur die oberen Schmerzpunkte der Haut bet√§ubt, sondern auch kleinere Nerven√§ste. Im Unterkiefer f√ľhrt der Zahnarzt dagegen meist eine Leitungsan√§sthesie durch, bei der gleich eine ganze H√§lfte im Unterkiefer bet√§ubt wird.

Die Vollnarkose wird bei gr√∂√üeren Eingriffen wie Operationen und manchmal auch bei extremen Angstpatienten angewendet. Neue Narkosemittel, die f√ľr eine gute Vertr√§glichkeit, eine schnelle Ausscheidung aus dem Organismus und geringe Nebenwirkungen sorgen, senken das Narkoserisiko.

Gesund beginnt im Mund ‚Äď Gemeinsam f√ľr starke Milchz√§hne

In den ersten Jahren nach Durchbruch der Zähne in den Mund sind diese besonders empfindlich
25.09.2017

Der heutige Tag der Zahngesundheit widmet sich in diesem Jahr ganz besonders Kindern. Das diesj√§hrige Motto ‚ÄěGesund beginnt im Mund ‚Äď Gemeinsam f√ľr starke Milchz√§hne‚Äú weist darauf hin, dass in Sachen Mundgesundheit in Deutschland schon viel erreicht ist ‚Äď dieser Erfolg aber an vielen Kindern vorbeigeht.

Wie wichtig Milchza¬®hne fu¬®r die gesunde Entwicklung eines Kindes sind, wird nach wie vor unterscha¬®tzt. Dabei entscheiden gesunde Milchza¬®hne unter anderem daru¬®ber, ob ein Kind altersgerecht an Gewicht zunimmt, ob es richtig sprechen lernt und ob es aufgrund seines Aussehens Ausgrenzung erfa¬®hrt. Auf der zentralen Auftaktpressekonferenz zum Tag der Zahngesundheit informierte der Aktionskreis zum Tag der Zahngesundheit daru¬®ber, wie Milchza¬®hne gesund bleiben ‚Äď und wies auf die Notwendigkeit hin, sich noch sta¬®rker fu¬®r die Mundgesundheit der Ju¬®ngsten zu engagieren. ‚ÄěEs ist eine traurige Tatsache, dass deutschlandweit bei den unter dreija¬®hrigen Kindern schon 15 Prozent von Karies betroffen sind‚Äú, sagte Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepra¬®sident der Bundeszahna¬®rztekammer, und fu¬®gte hinzu: ‚ÄěFru¬®hkindliche Karies tangiert alle Bevo¬®lkerungsgruppen, aber besonders Familien in sozial schwierigen Lebenslagen. Ursachen fu¬®r die fru¬®hkindliche Karies sind u¬®berma¬®√üiges Trinken von zucker- und sa¬®urehaltigen Getra¬®nken, zum Beispiel aus Saugerflaschen in Kombination mit zu wenig Mundhygiene im fru¬®hen Kindesalter. ‚Äú Dem stimmte Dr. Michael Kleinebrinker, Referatsleiter beim GKV-Spitzenverband, zu: ‚ÄěLeider ist fru¬®hkindliche Karies bei Klein- und Vorschulkindern nach wie vor ein Thema. Damit aus den erkrankten Milchza¬®hnen kein dauerhaftes Problem wird, macht sich die Gesetzliche Krankenversicherung fu¬®r eine fru¬®hzeitige und systematische zahna¬®rztliche Betreuung ab Durchbruch des ersten Milchzahns stark. Die gesetzliche Vorgabe, mit den zahna¬®rztlichen Fru¬®herkennungsuntersuchungen in der GKV zuku¬®nftig deutlich fru¬®her zu beginnen als dies heute der Fall ist, wird daher begru¬®√üt‚Äú.

Was Milchza¬®hne stark machen kann, fu¬®hrte Prof. Dr. Christian H. Splieth, Leiter der Abteilung Pra¬®ventive Zahnmedizin & Kinderzahnheilkunde der Universita¬®t Greifswald, aus. ‚ÄěDer Fluoridgehalt der Kinderzahnpasta ist in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen La¬®ndern niedrig. Das sollte sich a¬®ndern. Au√üerdem brauchen wir eine Gruppenprophylaxe, die auch die Kleinsten mit ta¬®glichem Za¬®hneputzen erreicht ‚Äď und endlich Prophylaxeleistungen vom ersten Zahn an, die in der zahna¬®rztlichen Regelversorgung erstattet werden. Nur wenn wir uns bei den Milchza¬®hnen die gleiche Mu¬®he geben wie bei den bleibenden Za¬®hnen, ko¬®nnen viele Extraktionen bei kleinen Kindern vermieden werden‚Äú, lautete Splieths Appell.

Die Gesundheit von Milchza¨hnen sta¨rkt man außerdem, indem man Kinder, Eltern, Erzieher und Andere, die Einfluss auf die Gesundheit von Milchza¨hnen nehmen ko¨nnen, kontinuierlich u¨ber Themen wie Zahnpflege oder Kontrolluntersuchungen informiert. Aus diesem Grund waren zur Pressekonferenz auch Eltern und Kinder eingeladen, deren Fragen von den anwesenden Experten beantwortet wurden.

Zahnimplantate als dauerhafte ‚ÄěL√ľckenf√ľller‚Äú

25.09.2017

Wenn ein St√ľck vom Zahn abgebrochen ist, entsteht eine h√§ssliche Zahnl√ľcke, gerade im Bereich der Schneidez√§hne. Immer gilt: Es ist Eile geboten, denn es geht um einen zahnmedizinischen Notfall. Drei bis vier Stunden, nach dem ein Zahn abgebrochen ist, stirbt er ab.

Wichtig ist auch die richtige Aufbewahrung. Um das Austrocknen zu verhindern, muss der abgebrochene Zahn in Salzlösung, hilfsweise in Milch gelagert werden. Wurde der Zahnnerv beschädigt, hilft nur eine Wurzelbehandlung.

Verschiedene L√ľckenf√ľller

Als Zahnersatz kommen drei M√∂glichkeiten in Frage: eine Krone, eine Br√ľcke oder ein Zahnimplantat. Ist ein Zahn abgebrochen, ist es am einfachsten den Zahn zu √ľberkronen. Muss der besch√§digte Zahn gezogen werden, kann man die Zahnl√ľcke mit einer Br√ľcke f√ľllen, die an den Nachbarz√§hnen befestigt wird. Krone oder Br√ľcke haben jedoch nur eine begrenzte Haltbarkeit. Immer mehr Menschen entscheiden sich deswegen f√ľr ein Zahnimplantat als dauerhafte Alternative. Bei dieser Methode wird der Zahnersatz mit einer k√ľnstlichen Zahnwurzel im Kieferknochen fest verankert. Die Zahnl√ľcke wird mit einem Zahnimplantat f√ľr zehn bis zwanzig Jahre sicher gef√ľllt. Meistens besteht das Unterteil des Zahnimplantats aus einer Titan- oder Keramikschraube. Sie wird bei einer Operation in den Kieferknochen eingedreht. Die Behandlung erfolgt mit lokaler Bet√§ubung und ist in der Regel v√∂llig schmerzfrei. Die implantierte Zahnwurzel w√§chst innerhalb von drei bis sechs Monaten fest in den Kieferknochen ein. F√ľr diese √úbergangszeit wird die Zahnl√ľcke provisorisch gef√ľllt. Danach kann dann das Oberteil des Zahnimplantats eingesetzt werden. Wird sp√§ter weiterer Zahnersatz notwendig, ist ein Zahnimplantat √ľbrigens nicht nur Ausgangsbasis f√ľr eine Br√ľcke. Sind bereits mehrere Z√§hne mit einer k√ľnstlichen Zahnwurzel verankert, k√∂nnen in der L√ľcke dazwischen die dritten Z√§hne sicher befestigt werden.