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Saisonstart fĂŒr Winterreifen

Beim Wechsel der Reifen ist auch immer die Profiltiefe zu prĂŒfen. Mindestens 1,6 Millimeter sind gesetzlich vorgeschrieben, mindestens vier Millimeter lautet im Winter die klare Ansage.
20.09.2017

Es könnte ein Goldener Oktober werden mit Sonne und Plusgraden, vieles deutet auch auf einen milden Winter hin. Eine Garantie geben die Meteorologen dafĂŒr aber nicht.

Fakt ist: Der erste Schnee rieselt in Deutschland meist Ende Oktober. Höchste Zeit also, dem Auto das richtige Schuhwerk zu verpassen: Winterreifen. Mit ihrem ausgeprÀgten Lamellenprofil und der weichen Kautschukmischung nehmen sie Eis, Schnee und Matsch sicher unter die RÀder.

Schon ab Temperaturen unter fĂŒnf Grad Celsius zeigen die Winterprofis, was in ihnen steckt. SpĂ€testens beim Bremsen sind die griffigen Pneus dann im Vergleich zur Sommerware klar im Vorteil.

Situativ oder generell?

FĂŒr alle, die noch immer unsicher sind: Winterreifen sind seit 2010 bei „Glatteis, SchneeglĂ€tte, Schneematsch, Eis- oder ReifglĂ€tte“ Pflicht. Sonst drohen ein Bußgeld von 60 Euro und ein Punkt in Flensburg, bei Behinderung erhöht sich die Geldstrafe auf 80 Euro. Urlauber mit im Ausland zugelassenen Fahrzeugen sind davon nicht ausgenommen. Auf trockener Straße darf dagegen auch im Winter mit Sommerreifen gefahren werden, geparkt sowieso. Das interessiert vornehmlich Besitzer von Oldtimern und Zweitwagen, aber auch viele „Flachlandtiroler“ auf Alltagstour.

M+S oder Schneeflocke?

Reifen mit dem Kennzeichen M+S (Matsch und Schnee) erfĂŒllen die Vorgaben fĂŒr Winter- und Ganzjahresreifen. Die Kfz-Profis empfehlen aber die mit der zusĂ€tzlichen Schneeflocke, weil sie speziell fĂŒr den Winterbetrieb entwickelt wurden.

Und wenn schon neu – nach rund sechs Jahren altern Reifen, dann gibt das Reifenlabel Kaufhilfe. Welcher verbraucht wie viel Kraftstoff? Wie leise rollen die Sohlen? Und wie schnell kommen die Kandidaten auf nasser Straße zum Stehen? Tests von Automobilzeitschriften, Automobilklubs und Verbraucherorganisationen bringen den Vergleich.

Werkstatt oder selber machen?

Warum den RĂŒcken krumm und sich selbst die HĂ€nde schmutzig machen, wenn die Werkstatt HebebĂŒhne und sonstiges GerĂ€t zum Reifenwechsel und Auswuchten parat hat? Hier werden die Gummis auch gleich auf Risse und Beulen geprĂŒft und die Sommerreifen zum Überwintern trocken, dunkel und mit 0,5 bar erhöhtem Luftdruck gelagert.

Wer die Finger vom Reifenwechsel nicht lassen kann, sollte dies unbedingt auf allen vier RĂ€dern tun und dabei auch gleich das Reifenprofil checken. Mindestens 1,6 Millimeter sind gesetzlich vorgeschrieben, mindestens vier Millimeter lautet im Winter die klare Ansage. Zum Schluss die Sommerreifen vor der Winterruhe mit Kreide markieren. So erspart man sich im FrĂŒhjahr das RĂ€tselraten um die richtige Position.