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Altes Winzerhaus zu neuem Leben erweckt: Im Kunst-Hotel Zur Post in Burg an der Mosel treffen Wein und Genuss auf Kreativität und Handwerkskunst

Seite 22 Anzeigen-Sonderseite DIENSTAG, 19. SEPTEMBER 2017 Winzer Heinz Flöter aus Burg an der Mosel hat knapp drei Jahre lang ge- plant, saniert, restauriert und renoveriert. Nun prä- sentiert er das Ergebnis seiner Mühen: das Haus Reisens in der Kur-Trierer- Straße.

19.09.2017

Es wandelte sich von einer Bauruine zu einem steinernen Schmuckkästchen, wie sich Interessierte persönlich überzeugen können. Denn zur Burger Schlurps-Tour, den Weinschlürfertagen von Freitag bis Sonntag, 22. bis 24. September, stehen dort die Türen offen. Bisher luden Heinz Flöter und Ehefrau Anne Bisenius dazu immer in ihr Kunst-Hotel Zur Post in der Moselstrasse ein. Doch in diesem Jahr wollen sie den Abschluss der gelungenen Arbeiten an Ort und Stelle gebührend feiern. Nur wenige Schritte und ein paar Treppenstufen von ihrem Hotel entfernt hauchten sie dem Anwesen neues Leben ein – und das sehr behutsam. Erhalten blieb nicht nur die gewohnte Optik des um 1700 im barocken Stil erbauten Hauses: der Wohntrakt mit der angebauten Scheune über dem Weinkeller, in dem in alten Holzfässern bereits wieder junger Wein reift. Auch der Grundriss ist weitgehend unverändert und die ursprünglichen Eingänge sind dort, wo sie auch früher waren.

Ins Wohnhaus führt wie eh und je eine zweiflügelige Nussbaumtür, die professionell restauriert von handwerklichem Können zeugt. Und durch das nun gläserne ehemalige Scheunentor geht es in eine Galerie mit Lobby, einst Kelterraum, und Ausstellungsräumen. Dort begegnen sich Kunst und Wein: Gemälde von Anne Bisenus und Weine von Heinz Flöter. Eine ansprechende Umgebung für dort buchbare Weinproben in gemütlicher Runde.

Neu eingebaute Holztreppen wie die zum Familienapartment in der oberen Etage unterstreichen den behaglichen Charakter. Ähnlich wie historische Details: sorgfältig freigelegtes Mauerwerk, im Flur belassene alte Fliesen oder auch vergitterte Kellerfensterdurchblicke. Sie bescheren spannende Einblicke und anregende Gespräche. „Ich habe hier viel selbst gemacht“, erzählt Heinz Flöter, der andererseits aber auch regionale Handwerker beauftragte. So etwa für das komplett erneuerte Moselschieferdach. Denn das von einer Erbengemeinschaft übernommene Gebäude sollte nicht nur möglichst originalgetreu, sondern auch hochwertig um- und ausgebaut werden. Ähnlich beeindruckend entwickelte sich das Kunst-Hotel Zur Post in den jüngsten Jahrzenten. Im von Heinz Flöter übernommenen elterlichen Weingut mit Gasthaus erwarten Gäste zwar auch heute neben modernen Gästezimmern das Weingut Postkellerei und das Gasthaus Zur Post. Doch moselländische Küche und Weine können sie nun auch in anderen Räumen genießen: im Restaurant Gobelinzimmer, in dem der Hausherr gern am Klavier spielt, im Weinlokal Poststube, beliebt bei Radfahrern und Wanderern, und auf den Außenterrassen. Das obere Stockwerk birgt das Atelier von Anne Bisenius und neben ihrer Galerie Postkeller gibt es nun die neue Galerie im Haus Reisens.