60 Jahre Schreinerei Adams

Gegenwart im Griff

14.09.2017

Schreinerei Adams lädt ein, Handwerk live zu erleben: Mit einem Aktionstag werden 60 Jahre Betriebsgeschichte gefeiert.

Immer mit Blick in Richtung Zukunft – so lautet ein wesentliches Erfolgsgeheimnis fĂĽr die inzwischen 60-jährige Unternehmensgeschichte der Schreinerei Adams. Ausbildung sowie Kooperationsprojekte mit Hochschulen im Bereich „Digitales Konstruieren und Entwerfen“ sind aktuelle Schwerpunkte auf diesem Kurs. Doch schon der FirmengrĂĽnder Alfred Adams bewies Mitte des vergangenen Jahrhunderts Weitblick.

In Trier-Feyen richtete Adams 1957 auf 140 Quadratmetern seine erste Werkstatt ein und nahm  – zunächst noch halbtags als Nebenerwerb – seine Arbeit als Ein-Mann-Betrieb auf. „Er spezialisierte sich auf Montage und war damals der erste in Trier, der Trockenausbau anbot“, erzählt die heutige GeschäftsfĂĽhrerin Andrea Adams ĂĽber den 2016 verstorbenen GrĂĽnder. Neben vielen privaten Kunden war die Nachfrage nach dieser schnellen und kostengĂĽnstigen Konstruktionsweise auch bei städtischen Behörden und staatlichen Stellen sehr hoch. Schnell wuchs der Betrieb um einige Angestellte und die zu knapp gewordene Werkstattfläche wurde 1987 durch einen Umzug nach Euren auf 700 Quadratmeter erweitert.

Der heutige Standort im Pi-Park liegt ebenfalls in diesem Stadtteil. Nach Abzug der französischen Besatzungstruppen stand auf der Konversionsfläche viel Platz zur Verfügung. Die heutigen Betriebsinhaber Rainer Adams und Andrea Adams nutzten 2001 die Gelegenheit, dort auf 1760 Quadratmeter aufzustocken. Die Hallen sind angefüllt mit großen SÄgen, Fräsen und verschiedensten Hölzern. In der Kombination von modernster Technik wie computerprogrammierten CNC-Fräsen und traditioneller Handarbeit lassen sich hier nahezu alle Wünsche der Kunden individuell fertigen. Das reicht von der Hausür über den Wandschrank bis zur Holzdecke – eben die gesamte Palette des Schreinerhandwerks. Was genau für die eigene Wohnung passen könnte, lässt sich vorab im Beratungsgespräch mit Innenarchitekt oder Designer besprechen, die zum Mitarbeiterstab der Schreinerei Adams gehören. „Gerne gewünscht sind die von uns angebotenen Komplettlösungen, beispielsweise für ein ganzes Haus. Dann achten wir darauf, dass bis hin zur Breite der Fugen alles aufeinander abgestimmt ist“, sagt Andrea Adams.

Auch für den Fall, dass im Laufe der Zeit einmal eine Reparatur notwendig wird, ist vorgesorgt. Das „Adamsmobil“ kümmert sich darum: Ein Mitarbeiter ist mit dem Fahrzeug unterwegs und führt ausschließlich Reparaturen an Fenstern, Türen oder Möbeln aus. Vorteile für die Kunden: Sie erhalten zügig einen Termin und haben einen überschaubaren Kostenrahmen. Die Reparaturzeit sowie die Anfahrts- und Rüstzeiten werden nachvollziehbar im 10-Minuten-Takt berechnet. Alle wichtigen Informationen zu diesem Reparaturservice sind unter www.adamsmobil.de im Internet nachzulesen.

32 Angestellte beschäftigt die Schreinerei Adams zurzeit, darunter fünf Auszubildende. Die Geschicke des seit 2010 als Gmbh eingetragenen Unternehmens lenken als Geschäftsführer Rainer Adams und Andrea Adams. Als besonderen Schwerpunkt setzen sie auf Aus- und Weiterbildung. Erst jüngst sind wieder zwei junge Leute neu zum Team gestoßen, um im Betrieb das Handwerk zu erlernen. Einer der beiden war als Flüchtling von Syrien nach Deutschland gekommen und hatte in der Heimat bereits Erfahrungen in einer Schreinerei gesammelt. Ausgebildet wird bei Adams für den eigenen Bedarf. Und das mit sichtbaren Erfolgsbeweisen: Vielfach gewannen Azubis aus dem Betrieb in den vergangenen Jahren mit ihren Gesellenstücken beim Innungswettbewerb „Die gute Form“. Auch über das eigene Unternehmen engagiert sich Rainer Adams für das Thema Ausbildung: Seit 1987 ist er im Gesellenprüfungsausschuss der Schreinerinnung Trier-Saarburg tätig, seit 2002 im Berufsbildungsausschuss auf Landesebene und seit 2004 im Berufsbildungsausschuss auf Bundesebene.

Zukunft im Blick

14.09.2017

Als nächstes sind Projekte im Zuge der „Wissenschaftsallianz Trier“ geplant. AnknĂĽpfend an eine Kooperation der Kreishandwerkerschaft mit der Hochschule Trier und der Universität Trier will die Schreinerei Adams in ihrem Betrieb einen Austausch zwischen Studierenden und Auszubildenenen ermöglichen. Geplant ist beispielsweise eine Zusammenarbeit im Bereich CNC-Fertigung. „Beide Seiten können hier sicher vieles voneinander lernen“, ist Andreas Adams ĂĽberzeugt.
Ebenso als Einladung nicht zuletzt fĂĽr junge Leute ist der Tag des Tischlerhandwerks“ am 16. September gedacht. Zu diesem Jubiläumsfest „60 Jahre Schreinerei Adams“ stehen zwischen 12 und 18 Uhr allen die Tore der Werkstatt offen. Hautnah lässt sich erleben, wie ein MöbelstĂĽck entsteht. Oder einfach selbst Hand anlegen: Am Schreinerberuf interessierte Jugendliche sind ausdrĂĽcklich eingeladen, hier schon mal in die Praxis reinzuschnuppern.

14.09.2017