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Warmwasser nach Maß

Fachleute empfehlen für die tägliche Verwendung ab drei Personen im Haushalt einen separaten Warmwasserspeicher.Fotos: djd/Thermondo
12.09.2017

Die Heizungsanlage im Eigenheim ist nicht allein für kuschelige Wärme verantwortlich. Zusätzlich übernimmt die Heizung häufig auch die Warmwasserversorgung in Bad und Küche.

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, Warmwasser bereitzustellen: im Durchlauf, auf Vorrat oder im Mischsystem. Entscheidend für die richtige Wahl sind unterschiedliche Faktoren wie die Zahl der Personen im Haushalt, die Anzahl der Badezimmer und mehr. In jedem Fall ist im Zuge einer Heizungsmodernisierung auch die Art und Weise der Warmwasserversorgung festzulegen. Hier gibt es einen Überblick zu den verschiedenen Möglichkeiten:

– Durchlauferhitzer

Für diese Lösung gibt es wiederum drei Möglichkeiten: Gas- und Elektro-Durchlauferhitzer oder eine Kombitherme. Da das Wasser direkt zum Verbrauch erhitzt wird, sind Hygiene und Legionellenfreiheit sichergestellt. Zudem brauchen die Geräte nicht viel Platz. Allerdings ist die Lösung bei mehreren Entnahmestellen im Haus nicht optimal, da es zu Temperaturschwankungen kommt, wenn das Wasser an mehreren Stellen gleichzeitig entnommen wird. Außerdem sollten die Geräte nicht zu weit von den Entnahmestellen entfernt sein.

– Warmwasser auf Vorrat

Dabei wird zwischen monovalenten und bivalenten Speichern unterschieden. Monovalent bedeutet, dass es einen einzigen Wärmeerzeuger gibt, also in den meisten Fällen eine Gas- oder Ölheizung. Bei einer Zusatzheizung wie beispielsweise Solarthermie, eine Pelletheizung oder Wärmepumpe wird hingegen ein bivalenter Speicher verbaut.

Die Speicher unterscheiden sich zudem in Schichtenspeicher und Rohrwendelspeicher. Ein Schichtenspeicher ist effizienter und erhitzt das Wasser etwa 30 Prozent schneller als ein Rohrwendelspeicher – dennoch entscheiden sich die meisten Haushalte für diese Lösung, da sie kostengünstiger und unabhängig von der Wasserhärte ist.

Wichtig zu wissen: Auch Rohrwendelspeicher sollten bei der jährlichen Wartung entkalkt werden.

– Mischsystem

Die Frischwasserstationen verbinden den Komfort eines Warmwasserspeichers mit der Hygiene von Durchlauferhitzern oder Kombithermen.

Sie sind teurer in der Anschaffung und benötigen viel Aufstellfläche, bieten aber eine 100-prozentige Legionellenfreiheit.

Diese Vielzahl an Möglichkeiten zeigt, dass zur Planung einer bedarfsgerechten Warmwasserversorgung immer ein Fachmann zu Rate gezogen werden sollte.

Schimmel beseitigen

Schimmel an der Wand muss baldmöglichst behandelt werden. Foto: djd/Tikkurila GmbH, PIGROL Farben
12.09.2017

Schimmel an der Wand: Die dunklen Flecken an der Tapete sehen nicht nur unschön aus, sie sind auch gefährlich für die Gesundheit. Wie lässt sich Schimmel beseitigen?

Tipp 1: Genug lüften und Wasserdampf ablassen

Allerfeinste Schimmelsporen befinden sich in der alltäglichen Umgebungsluft. Sie zählen zu den ältesten Organismen unseres Planeten – zwischen fünf und zehn Prozent der Biomasse auf der Erde sind Schimmelpilze. Vereinzelt stellen sie keine Gefahr für den Menschen dar. Wenn sich viel Feuchtigkeit an den Wänden sammelt, vermehren sie sich allerdings schnell. Das kann unter anderem passieren, wenn im Zimmer nicht genügend gelüftet wird oder wenn viel Wasserdampf im Raum entsteht, etwa im Bad beim Duschen oder in der Küche beim Kochen. Daher gilt: Die relative Luftfeuchtigkeit sollte auf Dauer 65 bis 70 Prozent betragen und in direkter Nähe zu Wandoberflächen 80 Prozent nicht überschreiten. Mit einem Feuchtigkeitsmesser, auch Hygrometer genannt, kann das überprüft werden.

Tipp 2: Hausmittel vermeiden

Viele Menschen versuchen erst einmal mit den bekannten Hausmitteln, die Pilze zu bekämpfen. Doch was ist dran an den Hausmitteln gegen Schimmel? Häufig wird empfohlen, die befallenen Stellen mit Essigwasser abzuwaschen, weil Essig einen niedrigen pH-Wert besitzt. Das ist aber nicht zielführend, da Schimmelpilze zum einen im sauren pH-Bereich gut gedeihen. Zum anderen können durch den Kontakt mit Essig alkalische Materialien neutralisiert werden – das bietet einen zusätzlichen Nährboden für das Schimmelwachstum. Alkohol wirkt desinfizierend. Allerdings muss er eine Konzentration von mindestens 70 Prozent besitzen (erhältlich in Apotheken), um Schimmelpilze angreifen zu können. Der Nachteil: Alkohol verflüchtigt sich schnell. Regelmäßiges Lüften ist unabdingbar. Dazu sollten die Fenster für einige Minuten komplett geöffnet werden, damit ein ausreichender Luftaustausch stattfinden kann.

Tipp 3: Die Wände trockenlegen und Schimmel beseitigen

Es gibt jedoch Möglichkeiten, den Schimmel dauerhaft zu bekämpfen. Hausbewohner müssen dafür sorgen, dass die Wände beständig trocken bleiben. Bewährt haben sich Anti-Schimmel-Beschichtungen, die physikalisch wirken. Sie verhindern, dass sich Kondenswasser überhaupt auf den Wänden bilden kann. Und so funktioniert es: Zuerst wird der vorhandene Schimmel durch einen speziellen Reiniger abgetötet.

Anschließend bringt der Heimwerker die Beschichtung – genau wie bei einem Farbanstrich – mit Rolle oder Pinsel auf die Wand auf. So schafft er eine mikroporöse Struktur. Diese nimmt die Feuchtigkeit aus der Raumluft auf und bricht die Oberflächenspannung des Wassers. Dadurch verdunstet das Nass. Die komplett durchgetrocknete Wand bietet weder dem Schimmel noch anderen unerwünschten Bakterien eine Lebensgrundlage. Diese Methode setzt voraus, dass bauseitige Hausschäden, durch die Wasser von außen eindringen kann, behoben sind.