BAUEN·WOHNEN·LEBEN

AlljÀhrlich wiederkehrende Narzissen

Ihr BlĂŒtenherz in intensivem Orange macht die Narzisse „Muster“ zu einem Blickfang. Foto: fluwel.de
05.09.2017

Stauden haben einen großen Vorteil: Einmal gepflanzt können Gartenbesitzer jahrelang das Kommen und Gehen der BlĂŒten genießen.

Unter dem Begriff „Staude“ fassen GĂ€rtner und Botaniker alle Pflanzen zusammen, deren oberirdische Pflanzenteile im Gegensatz zu BĂ€umen und StrĂ€uchern nicht verholzen. Sie wachsen krautig weich und ĂŒberdauern mehrere Jahre. Dabei sterben ihre Triebe in der Regel nach der Vegetationsperiode ab. Stauden bilden jedes Jahr neue BlĂŒten und FruchtstĂ€nde. Richtig kombiniert wechseln sich von FrĂŒhling bis Herbst verschiedene Farben und Formen ab.

An Zwiebelblumen denkt man bei Stauden kaum. Das mag daran liegen, dass viele Tulpen nur einmal blĂŒhen. Narzissen jedoch sind zuverlĂ€ssige Wiederkehrer. Sie brauchen lediglich einen Standort, der nicht zu trocken ist und der tĂ€glich mindestens sechs Stunden Sonnenlicht bietet, dann bleiben sie jahrelang Ihre besten Freunde. FĂŒr FrĂŒhlings-Zwiebelblumen wie Tulpen und Narzissen ist jetzt im Herbst Pflanzzeit – eine gute Gelegenheit, um neue ĂŒberraschende Kombinationen mit Stauden und StrĂ€uchern auszuprobieren. Mit Narzissen ist Erfolg garantiert, mehr noch: im Laufe der Jahre werden es sogar immer mehr. Narzissen bringen schon im FrĂŒhling Farbe in das Staudenbeet, lange bevor sich andere Pflanzen aus der Winterruhe wagen. Neben dem fröhlichen Osterglocken-Gelb hat die Narzissenwelt auch noch BlĂŒten in Weiß, Orange oder Apricot zu bieten.

Bauen mit Holz

05.09.2017

WĂ€hrend in den USA wie auch in vielen anderen LĂ€ndern von Japan bis Skandinavien traditionell ein Großteil der WohnhĂ€user aus Holz errichtet werden, stand man der Holzbauweise in Deutschland lange Zeit zu Unrecht skeptisch gegenĂŒber.

Heute allerdings, in Zeiten von Energiewende und Ressourcenknappheit, wird der nachwachsende Rohstoff von einer modernen Generation von Bauherren als ideales Konstruktionsmaterial neu entdeckt, zÀhlen deutsche Holzbauunternehmen und Hersteller von Holzwerkstoffen zu den innovativsten der Welt.

Die vorbildliche Umweltbilanz des Naturmaterials ist einer der GrĂŒnde, mit Holz zu bauen – aber lĂ€ngst nicht der einzige. Konstrukteure und Statiker schĂ€tzen zum Beispiel die hohe Festigkeit, die Holz bei relativ geringem Gewicht aufweist. Man kann also schlankere Bauteile einsetzen, von denen Bauherren angesichts hoher GrundstĂŒckspreise profitieren: Dicke WĂ€nde sind verschenkter Platz und kosten unnötig Geld.

Statische Nachteile hat diese Konstruktion ĂŒbrigens nicht: Moderne HolzgebĂ€ude zeichnen sich durch enorme Standfestigkeit aus und werden aus diesem Grund selbst in erdbebengefĂ€hrdeten Gebieten errichtet.

Ein entscheidender Vorteil aus bauphysikalischer Sicht ist die Energieeffizienz der Holzbauweise.

Holz ist nĂ€mlich gleich in mehrfacher Hinsicht ein Niedrigenergie-Baustoff. Erstens verbraucht ein Holzhaus weniger Energie fĂŒr seine Herstellung als ein Haus in konventioneller Bauweise.

Zweitens verbessert die geringe WÀrmeleitfÀhigkeit von Holz die DÀmmung. Das nutzen die Hersteller von FertighÀusern in Holzbauweise, um immer energieeffizientere GebÀude zu entwickeln. Und drittens entstehen bei der Herstellung von Holzprodukten keine AbfÀlle. Rinde, SpÀne und Restholz werden vollstÀndig verwertet.

 

Trotz Rauswurf weiter da

05.09.2017

FĂŒr den schlimmsten Fall der UnvertrĂ€glichkeit hat das Wohnungseigentumsgesetz vorgesorgt. In Paragraf 18 ist festgelegt, dass Mitgliedern das Eigentum entzogen werden kann, wenn sie die ihnen obliegenden Verpflichtungen in schwerwiegender Form verletzen.

Ist das der Fall und wurde das Objekt verkauft, dann darf der Erwerber nach Information des Infodienstes Recht und Steuern der LBS die Alt-EigentĂŒmer allerdings auch nicht weiter dort wohnen lassen. (Bundesgerichtshof, Aktenzeichen V ZR 221/15)

Der Fall: Ein Ehepaar war wegen Beleidigungen, Bedrohungen und einer Körperverletzung gegenĂŒber einem anderen EigentĂŒmer zum Verkauf seiner Wohnung verurteilt worden. Im anschließenden Zwangsversteigerungsverfahren erwarb eine Gesellschaft bĂŒrgerlichen Rechts das Objekt und erlaubte den Alt-EigentĂŒmern, weiterhin dort zu wohnen. Das war natĂŒrlich nicht im Sinne der MiteigentĂŒmer gewesen, die ausdrĂŒcklich einen Auszug der Betreffenden gewollt hatten.

Das Urteil: Über zwei Gerichtsinstanzen hinweg erhielt die EigentĂŒmergemeinschaft mit ihren Beschwerden Recht. Es sei den Nachbarn nicht zuzumuten, dass sie weiter mit dem Ehepaar unter einem Dach wohnen – sei es nun als EigentĂŒmer oder als bloße Nutzer der Wohnung. Die renitenten Alt-EigentĂŒmer mussten deswegen ausziehen.