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Fachkräfte gesucht: Pflegeberufe

Gute Perspektiven für Pflegefachkräfte

Altenpfleger betreuen Senioren nicht nur in Alten- und Pflegeheimen, Rehakliniken und geriatrischen Einrichtungen. Beispielsweise finden sie auch eine Anstellung bei ambulanten Pflegediensten, die häusliche Besuche machen.
26.08.2017

Wer einen attraktiven Job mit hervorragenden Berufsaussichten und guten Aufstiegschancen sucht, sollte über eine Ausbildung in der Pflege nachdenken. Denn in einer Gesellschaft, die immer älter wird, ist Personal in der Pflege heiß begehrt.

Verantwortung, soziale Kompetenz und Geduld – das sind drei der Charakteristika, die Pflegefachkräfte für ihre Arbeit mitbringen sollten. Wer diese Voraussetzung erfüllt und gerne mit und für andere Menschen arbeitet, für den lohnt sich der Blick in die umfangreiche Berufswelt der Pflege.

Ob Ausbildung, (duales) Studium oder Weiter- und Fortbildung – den Möglichkeiten und Fachrichtungen sind kaum Grenzen gesetzt. Berufe in der Pflege gewinnen an immer mehr Zuspruch und Anerkennung in der Gesellschaft. Auch mit Hinblick auf den immer größer werdenden Anteil älterer Menschen. Daher werden Pflegefachkräfte händeringend gesucht. Eine positive Entwicklung ist, dass auch immer mehr Absolventen mit Hochschulreife in die Pflegeberufe schnuppern. Das hat natürlich weitere Gründe: Eine Rolle spielt bei der Begeisterung für die Pflege-Sparte selbstverständlich die Vielfalt der einzelnen Berufe. Nicht nur Kranken- und Altenpfleger zählen dazu. Auch Betreuer in diversen sozialen Einrichtungen, Ergotherapeuten, medizinische Fachangestellte, Hebammen oder Heilpädagogen gehören beispielsweise zu den Pflegeberufen – um nur einige zu nennen. Pflegekräfte werden demnach in vielen verschiedenen Bereichen gesucht und gebraucht.

Körperliche und seelische Nähe

Ganz grundsätzlich ist es die Aufgabe, die auf Hilfe angewiesenen Menschen zu unterstützen und ihnen so gut es geht, ein eigenständiges Leben zu ermöglichen. Dabei gilt es, die physischen, psychischen und kognitiven Ressourcen der umsorgten Menschen zu mobilisieren. Hierfür kommen die Pflegekräfte den Patienten so nahe wie kaum jemand. Nicht zuletzt aus diesem Grund wird dem Pflegeberuf ein besonders großes Maß an Vertrauen entgegengebracht und gleichzeitig auch erwartet.

Die Ausbildung erfolgt in Kliniken, Berufsfachschulen oder bei privaten Bildungsträgern. Für viele dieser Berufe werden Weiterbildungen im medizinisch-pflegerischen Bereich angeboten. Wer neben der praktischen auch die wissenschaftliche Seite der Pflege kennenlernen und sich für besondere Aufgaben oder Führungspositionen qualifizieren möchte, für den ist einer der dualen Bachelorstudiengänge interessant.

Ein Überblick über einige Pflegeberufe

Altenpfleger helfen älteren Menschen beim Essen und bei der Körperpflege. Sie wechseln Verbände, geben Medikamente und gestalten die Freizeit der Senioren zum Beispiel mit Spielen. Bei den Patienten zu Hause zeigen Altenpfleger der Familie, wie man zum Beispiel dem älteren Menschen beim Duschen hilft.

Menschen mit Behinderung erhalten Hilfe von Heilerziehungspflegern. Die Pfleger erstellen zum Beispiel Pläne, mit Übungen für die Patienten und versorgen sie auch mit Medikamenten. Heilerziehungspflegehelfer helfen beim Anziehen, der Körperpflege oder beim Kochen und Essen. Sie begleiten Patienten zum Arzt, beim Einkaufen oder zu Behörden. Außerdem organisieren sie Freizeitaktivitäten.

Im Krankenhaus betreuen und pflegen Gesundheits- und Krankenpfleger die Patienten. Sie assistieren bei medizinischen Behandlungen und bereiten Patienten auf Untersuchungen vor. Außerdem schreiben sie die Pflegemaßnahmen auf. Die dreijährige Ausbildung, für die es mindestens einen Hauptschulabschluss braucht, findet in einer Berufsfachschule für Krankenpflege und direkt in den verschiedenen Stationen des Krankenhauses statt.

Physiotherapeuten versuchen, Schmerzen von verletzten, kranken und behinderten Menschen zu lindern, Einschränkungen im Bewegungsapparat aufzuheben und den Patienten ihre Mobilität möglichst wieder zurück zu geben. Pflegekräfte werden demnach in vielen verschiedenen Bereichen gesucht und gebraucht. Ergotherapeuten beraten, behandeln und fördern Patienten jeden Alters, die durch eine physische oder psychische Erkrankung, durch eine Behinderung oder durch eine Entwicklungsverzögerung in ihrer Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit beeinträchtigt oder von Einschränkungen bedroht sind.

Hebammen und Entbindungspfleger betreuen werdende Mütter während der Schwangerschaft und bei der Entbindung. Sie geben Geburtsvorbereitungs-Kurse, entbinden Kinder und dokumentieren die Geburt. Außerdem versorgen sie Mutter und Kind nach der Geburt und beraten in Fragen der Säuglingspflege und -ernährung.

Zu den Aufgaben der sozialpädagogischen Assistenten (oder Kinderpfleger) zählt in erster Linie die Unterstützung bei der Erziehung und Betreuung von Säuglingen und kleinen Kindern. Dabei helfen die Kinderpfleger in der Regel Erzieher, pädagogischen Fachkräften oder den Eltern selbst.