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50 Jahre Malteser Piesport: Spaß am Ehrenamt und am Engagement für Andere | Jubiläumsfest am Sonntag, 27. August

Das Team der Malteser Piesport (v.l.): Wolfgang Weile, Gerard Singh, Daniel Wirz, Lucas Erz, Kurt Wanninger, Max Bähr, Kai Berenz, Daniel Freis, Silvana Claudia Arnecke, Jutta Fritzen, Verena Stierwald, Lea Dienhart und Markus Stoffel.
24.08.2017

Wenn Hilfe gebraucht wird, sind sie da – bei Verkehrsunfällen wie bei einem Flugzeugabsturz vor einigen Jahren bei Sehlem. Die Malteser Piesport waren die ersten vor Ort und leisteten bis zum Eintreffen der Rettungssanitäter wertvolle Hilfe. Ähnlich wie sie das als Ersthelfer, First Responder, tun. Etwa 100 Mal pro Jahr fahren sie mit ihrem Rettungswagen raus, um erste Hilfe zu leisten. So unterstützen sie Sanitäter und Ärzte – auch indem sie unverletzte Betroffene betreuen. Die Hauptaufgabe ihrer Betreuungseinheit ist der Katastrophenschutz. Die Piesporter Malteser helfen kreisweit wie etwa bei Evakuierungen wegen Hochwasser, Feuer oder auch einem Bombenfund.

Ein beachtliches Aufgabengebiet für eine Gruppe von etwa 30 aktiven Ehrenamtlichen, die meisten von ihnen aus Piesport und aus Neumagen-Dhron. Unterstützt werden sie von rund 120 Fördermitgliedern, denen nicht nur Markus Stoffel, der Ortsbeauftragter des „Malteser Hilfsdienstes e. V. – Gliederung Piesport – Diözese Trier“ sehr dankbar ist. Denn so fließen nicht nur die Jahresbeiträge der aktiven Mitglieder in die gemeinsame Kasse, sondern auch die der Fördermitglieder.

In diesem Jahr steht der am 1. April 1967 gegründeten Gruppe aber nicht nur Arbeit ins Haus, sondern auch ihr Gold-Jubiläum 50 Jahre Malteser Piesport. Dass sie sich dort gründeten, geht auf Bemühungen der Trierer Malteser zurück, Verletzten möglichst schnell Erste Hilfe leisten zu können. Das Jubiläum beweist, dass die Entscheidung für Piesport richtig war, was am Sonntag, 27. August, gefeiert wird. Mit einer Messe in der Kirche St. Martin, ab 10.45 Uhr, und einem anschließenden gemütlichen Mittagessen in der Unterkunft im Unteren Wierth 1. Die frühere Werkstatthalle bezogen die Malteser vor etwa fünf Jahren. Sie bietet ausreichend Platz für ihre vier Fahrzeuge und auch Parkmöglichkeiten und verfügt über Gruppen- und Umkleideraum und ein Materiallager. „Wir haben das alles selbst ausgebaut“, sagt Markus Stoffel. Er ist stolz auf die engagierte Mannschaft, ihr gutes Miteinander und auf die „starke Jugendgruppe“. Aktuell sind 16 Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren dabei. Wie die Erwachsenen absolvieren sie alle zwei Wochen Gruppenstunden, bei denen sie spielerisch an ihre künftigen Aufgaben herangeführt werden. Weitere Aktive, auch Erwachsene, sind jederzeit willkommen. „Mitglieder suchen wir immer – das ist ein Ehrenamt – und je mehr wir haben, desto besser“, sagt Markus Stoffel, der aus Sehlem stammende offizielle Beauftragte und damit Leiter der Gruppe. Die Frage, warum er selbst sich schon seit 24 Jahren engagiert, beantwortet er ohne nachdenken zu müssen: „Weil es mir Spaß macht, anderen Leuten zu helfen“. Es sei gut zu wissen, „man hat was geleistet und war für die Mitmenschen da“.