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Heute Freigabe der B51 Ortsumgehung Konz-Könen: Alles ist erreichbar – gegen 15 Uhr rollt der Verkehr wieder | Offizielle Eröffnungsfeier am heutigen Mittwoch, 13 Uhr, auf Granahöhe in Wasserliesch

Was lange währt, wird endlich gut

23.08.2017

Über zwanzig Jahre nachdem eine Könener Bürgerinitiative begonnen hatte, sich dafür stark zu machen und fünf Jahre nach Baubeginn, kann ab heute die Ortsumgehung des Konzer Stadtteils Könen befahren werden. So werden die Anwohner entlastet, die Autofahrer kommen gut durch und überall hin. Die Bundesstraße 51 ist eine überregionale Verbindungsstraße vom Saarland über das Ruhrgebiet bis nach Norddeutschland – und verlief bisher mitten durch den Konzer Ortsteil Könen. Verkehrszählungen des Landesbetriebs Mobilität ergaben rund 10 000 Fahrzeuge täglich, die durch den Ortskern rollten – viele davon Lkw. Doch damit ist nun Schluss: Durch den Bau der Ortsumgehung, die heute ab 13 Uhr mit einem offiziellen Festakt auf der Granahöhe Wasserliesch eingeweiht wird, kann die Ortslage aufatmen. Die Erhöhung der Sicherheit für die Anlieger und die Minderung der Schadstoff- und Lärmbelastung sind nur zwei Beispiele dafür, wie die neue Ortsumgehung zu einer Steigerung der Lebensqualität in Konz-Könen beiträgt.

Streckenführung

Die Ortsumgehung hat eine Länge von rund vier Kilometern. Sie beginnt, von Saarburg kommend, rund 1,2 Kilometer vor der Ortslage Konz-Könen, verschwenkt in westlicher Richtung, kreuzt zunächst ein Gewässer und anschließend die Kreisstraße 112, die mit einer Anschlussstelle an die Ortsumgehung angebunden wird. Von der B 51 werden die Verkehrsteilnehmer über Auf- und Abfahrtsspuren auf die Kreisstraße geführt – eine sehr verkehrssichere Lösung. Im weiteren Verlauf umfährt die Ortsumgehung dann den Stadtteil Konz-Könen westlich der Ortslage. Dabei orientiert sich die Trasse am Verlauf des sogenannten „Fuchsgrabens“, eines kleinen Baches. Wirtschafts- und Verbindungswege wurden über- und unterführt eine Naturschutz-Grünbrücke für wild lebende Tiere gebaut. Im Bereich des Gewerbe- und Industriegebietes Saarmündung/Granahöhe wurde die bestehende Ortsverbindungsstraße zwischen Könen und Wasserliesch unterführt und über einer Anschlussrampe an die Ortsumgehung angebunden. In der Weiterführung kreuzt die B 51 mit einem dreifeldrigen Brückenbauwerk die Landesstraße 138 und zwei Gleise der DB-Strecke Trier-Perl. Die Neubaumaßnahme endet mit der Anbindung an die bestehende Bundesstraße 419 in Form eines Kreisels.

Planung und Bau

Das Planfeststellungsverfahren wurde im Juni 2007 eingeleitet und war seit 2009 rechtsgültig. Viel länger schon hatten Anwohner sich mit Plakaten und Demonstrationen um eine Ortsumgehung bemüht. Im Herbst 2011 wurde mit den erforderlichen Rodungen und Baufeldfreimachungen begonnen. Der offizielle Spatenstich mit Bundesverkehrsminister Ramsauer, Landesverkehrsminister Lewentz und vielen regionalen Mandatsträgern fand am 14. Februar 2012 statt. Nach Insolvenz der ursprünglich beauftragten Baufirma im Sommer 2015 konnte die Bautätigkeit im Herbst 2015 durch eine neue Bietergemeinschaft wieder aufgenommen werden. Allerdings führt der letztjährige Baustopp, über drei Monate bei bestem Bauwetter, zu einer späteren Fertigstellung des rund 24 Millionen Euro teuren Projekts.

Festakt: Offizielle Verkehrsfreigabe

23.08.2017

Zur offiziellen Verkehrsfreigabe der B51 Ortsumgehung Konz-Könen lädt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sowie das rheinland-pfälzische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau (MWVLW) am heutigen Mittwoch, 23. August, ab 13 Uhr auf die Granahöhe im Gewerbegebiet Wasserliesch. Dabei soll insbesondere auch die Bevölkerung angesprochen werden mitzufeiern. Die neue Umgehung wird mit einem symbolischen Bandschnitt auf der Neubaustrecke, Fahrtrichtung Tawern, im Bereich der Anschlussstelle Granahöhe, dem Verkehr übergeben. Die Begrüßung erfolgt durch die Edeltrud Bayer, Dienststellenleiterin des Landesbetriebs Moblität Trier. Der Parlamentarische Staatssekretär Norbert Barthle MdB (BMVI) und der Staatssekretär Andy Becht (MWVLW) halten anschließend feierliche Ansprachen. Für die Umrahmung sorgen Kinder aus den Kindertagesstätten Könen sowie der Musikverein Könen. Der katholische Pastor Bollig und der evangelische Pfarrer Urban segnen gemeinsam die Strecke. Nach dem Räumen der Feststätte auf der Fahrbahn wird die neue Ortsumgehung voraussichtlich gegen 15 Uhr für den rollenden Verkehr freigegeben. Bereits einen Tag nach Freigabe, also ab dem morgigen Donnerstag, wird die L 138 zwischen dem Kreisverkehr Wasserliesch und Hagebaumarkt im untergeordneten Straßennetz planmäßig für mehrere Wochen gesperrt, um das Verkehrsverhalten so zu untersuchen. Es wird für diese Verkehrsbeziehung empfohlen, ein Teilstück der neuen Ortsumgehung zu nutzen.