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Bauen – Wohnen – Leben

Wohnen mit Winkel - Bungalows erleben ihre Renaissance nicht nur bei Bauheeren 50plus

Noch einmal neu bauen mit 50: Viele verwirklichen in der Lebensmitte ihren Traum vom Altersruhesitz und entscheiden sich dann für einen Bungalow. Fotos: djd/Danhaus
22.08.2017

Beim zweiten Eigenheim wird alles besser: Wer bereits Hausbesitzer ist, weiß genau, welche Wünsche im Ersthaus offen geblieben sind oder was man bei der Planung eines weiteren Neubaus anders machen würde. Rund um die Lebensmitte entschließen sich daher viele, noch einmal komplett neu zu bauen und sich ein maßgeschneidertes Refugium für den Ruhestand zu schaffen. Dabei zeichnet sich ein klarer Trend ab: Wohnen auf einer Ebene im klassischen Bungalow erlebt eine echte Renaissance und steht insbesondere bei Bauherren der Generation 50plus hoch im Kurs.

Gemütliches Wohnen auf einer Ebene

Ein solcher Grundriss mit Winkel bietet viele praktische Vorteile: Das lästige Treppensteigen gehört der Vergangenheit an, kurze Wege sind garantiert und das Haus ist schon aufgrund seiner Eingeschossigkeit auf Barrierefreiheit ausgelegt – das ist gleichermaßen praktisch für den späteren Ruhestand oder wenn die Enkelkinder zu Besuch sind. Ein Musterbeispiel wäre zum Beispiel ein Winkelbungalow, wo sich das gesamte Leben auf das große Erdgeschoss mit mehreren Zimmern konzentriet. Den Lebensmittelpunkt würde der großzügig konzipierte Wohn- und Essbereich mit viel Platz für gemütliche Stunden und individuelle Wohnträume. Durch die bodentiefen Fensterelemente, die sich bis hoch in die Kathedralendecke erstrecken, lässt sich besonders bei schönem Wetter bequem die Sonnenterrasse erreichen. Ein weiterer Vorteil: Durch die rechtwinklige Bauweise des Bungalows ist die Terrasse vor Wind und fremden Blicken bestens geschützt.

Einen im Bau kostspieligen Keller braucht der Bungalow nicht: Ein großer Wirtschaftsraum und auf Wunsch eine zusätzlich in der Küche eingeplante Speisekammer können dies mehr als wettmachen. Wer zudem weiter in die Zukunft planen will, kann bereits die Ausstattung von Bad und Küche altersgerecht vornehmen. Das gilt ebenfalls für eine behindertengerechte Ausgestaltung der Wohnräume mit extra breiten Türen und Fensterelementen ohne lästige Schwellen.

Gartenwege: Der gute Auftritt entscheidet

22.08.2017

Der erste Eindruck zählt. Beleuchtete Gartenwege schaffen nicht nur mehr Sicherheit, sie weisen Besuchern den richtigen Weg. Aus Stein oder Holz sind sie wichtige Gestaltungselemente.

Wege prägen das Gartenbild. Damit sie bei jedem Wetter sicher zu betreten sind, sollten Gartenbesitzer für Hauptwege einen rauen, stabilen Belag wählen. Mit einer geschickten Wegeführung können sie je nach Größe des Gartens interessante Blickachsen gestalten. Gerade Linien vermitteln eine moderne, klare Struktur, geschwungene Pfade sind verspielter. Auch auf die Materialien kommt es an. So ist Beton heute in vielen verschiedenen Farben und Formen erhältlich und eine preiswerte Alternative. Gartenwege aus Naturstein, wie Granit oder Terrakotta, überzeugen durch Nachhaltigkeit und natürliches Aussehen, sind aber in der Regel wesentlich teurer.

Wer eine rustikale und authentische Optik bevorzugt, liegt bei Gartenwegen aus Holz richtig. Es lässt sich einfach verarbeiten, ist aber nur begrenzt haltbar.

Von entscheidender Bedeutung ist auch die Beleuchtung. Mit dem richtigen Beleuchtungskonzept verwandelt sich das tagsüber lebhafte Grün nach der Abenddämmerung in ein faszinierendes Lichtermeer. Lichteffekte geben dem heimischen Garten eine Nachtidentität und verleihen ihm einen völlig neuen Charakter. So kann auch nach Anbruch der Dunkelheit die lebendige Natur von der Terrasse oder dem Wintergarten aus beobachtet und genossen werden. Geschickt heben schon einfache Installationen die Highlights des erweiterten Wohnzimmers hervor und erhellen dunkle Ecken. Darüber hinaus bietet ein beleuchteter Garten mehr Sicherheit, auch vor Einbrechern. Eine gute Beleuchtung und Bewegungsmelder schützen vor Unfällen sowie unliebsamen Besuch. Elektroarbeiten sollten von Handwerkern ausgeführt werden, damit Garantie besteht. Wer Spezialisten beauftragt, kann bis zu 1200 Euro pro Jahr von der Steuer absetzen.

Hürdenlos durch den eigenen Garten

Familien mit Kindern, Senioren oder Hobbygärtner, die mit Schubkarre unterwegs sind – schwellenlose und breite Wege sind für sie alle ein Muss. Laut DIN-Norm sollte die Nutzbreite der Gartenwege 120 Zentimeter betragen, um die Bewegungsmöglichkeiten mit einem Rollstuhl, Rollator oder in Begleitung nicht einzuengen. Ein rutschsicherer Bodenbelag und der Verzicht auf Stufen oder ausufernde Pflanzen sind ebenfalls sinnvoll.