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18.-21. August Morbach-Hundheim: Musik, Tanz und Spiele – Vier Vereine stemmen Hundheims St.-Rochus-Kirmes

Direkt an der St. Rochuskirche wird am Wochenende die gleichnamige Hundheimer Kirmes gefeiert.
17.08.2017

Der Morbacher Ortsbezirk Hundheim ist nicht nur weithin bekannt für das Wahrzeichen der Gemeinde, die Burgruine Baldenau. Er sorgt auch immer wieder mit besonderen Festen für Aufmerksamkeit. Neuerdings begeistert das große Mittelalterfest im Mai, das Bogenspectaculum an der Burgruine, die Massen. Ein eigens gegründeter Förderverein will damit zum Erhalt der unter dem Trierer Kurfürsten und Erzbischof Balduin errichteten Burg beitragen. Doch nicht nur dieser Verein macht im Ort und weit darüber von sich reden. Ebenfalls auch jenseits der Dorfgrenzen ein Begriff ist der Heimatverein, der eine viel beachtete Chronik herausbrachte. 2003 initiierte er zudem den Bau der Grillhütte Bassinghett und er engagierte Mitglieder laden jede Woche zu einem Mittagstisch für alle Bürger ein. Weithin bekannt sind zudem Hundheimer Tänzerinnen. Allen voran die der Showtanzgruppen Dog City Girls des Hundemer Karnevalsvereins HKV und der Pink Ladys des örtlichen Sportvereins. Mit dem Musikverein Stumpfer Turm Hundheim gibt es daneben einen weiteren wichtigen Ortsverein. Die Musiker werden am Wochenende, Freitag bis Montag, 18. bis 21. August, wieder gehörig loslegen. Denn dann feiert Hundheim seine St.-Rochus-Kirmes: Motto „Hundheim bewegt“. Die von der Vereinsgemeinschaft ausgerichtete Zeltkirmes am Platz gegenüber der Kirche wäre ohne die Musiker kaum vorstellbar.

All das prägt das Dorf mit seinen an die 700 Menschen. Ebenso wie die erst kürzlich grundlegend umgebaute und erweiterte Kindertagesstätte. Sie macht den Ort gerade auch für junge Familien attraktiv. Zusätzlichen Glanz verleihen Kunstschaffende wie der Filmregisseur Edgar Reitz. Die Familiengeschichte des für seine Heimat-Reihe bekannten Morbachers ist eng mit Hundheim verbunden. Ebenso wie die des unter anderem für seine Lichtinstallationen auch international bekannten R. O. Schabbach, der seinen Wohnsitz im Hunsrückdorf hat. Darüber verblassen schon mal Erinnerungen wie an die 1958er Dreharbeiten für den Film Schinderhannes mit Curd Jürgens in der Hauptrolle. Die um 1320 erbaute und 1689 zerstörte Baldenau, die einzige Wasserburg im Hunsrück, erwies sich schon damals als imposante Filmkulisse.