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Scharfes Gewürz mit gesunder Wirkung

Schmackhafte Kombination: Ingwer und Möhren in der Suppe.
11.08.2017

Ingwer ist ein vielseitiges Gewürz – vor allem in der indischen und südostasiatischen Küche würzt Ingwer so manche Suppe, Gemüsepfanne und leckere Currys. Denn die pikante Wurzel passt zu Gemüse, Fleisch und sogar Fisch. Außerdem hilft Ingwer auch bei einigen Beschwerden, etwa bei Übelkeit.

Viele kennen Ingwer als Gewürz in der Küche. Zum Beispiel für herrlich scharfe asiatische Gerichte oder als Partner für Orangen, Möhren und Curry in der Suppe ist Ingwer das perfekte Gewürz für feine Schärfe. So mancher hat bestimmt bei einer Erkältung oder Übelkeit schon von der Wirkung von Ingwertee profitiert. Aber das Gewürz kann noch mehr, außer fruchtige Schärfe verleihen und Erkältungssymptome abmildern.

Für den typischen Geschmack des Ingwers verantwortlich sind die Gingerole. Diese werden bei Lagerung in die wesentlich schärfer schmeckenden Shogaole umgewandelt. Deshalb enthält Ingwerpulver mehr Scharfstoffe und schmeckt schärfer als frischer Ingwer.

Bricht man die Ingwerknolle, so ist die Bruchstelle saftig. Die Fasern des Ingwers sagen nur wenig über die Frische aus, sondern über das Alter der Pflanze. Je älter die Ingwerpflanze, desto holziger wird die Knolle.

Die blutverdünnende Wirkung des Ingwer hilft, die Durchblutung anzukurbeln, außerdem kommt der Stoffwechsel in Schwung. Daher wird Ingwer auch oft genannt, wenn es ums Abnehmen geht. Allerdings vor allem deshalb, weil Ingwer mit der Durchblutung auch die Verdauung ankurbelt. Ein Wundermittel für Abnehmwillige ist daher auch Ingwer nicht, kann jedoch unterstützend wirken, vor allem als Tee getrunken. Bei anderen gesundheitlichen Problemen zeigt Ingwer direkte Wirkung – Ingwer wirkt gegen Kopfschmerzen und nachweislich auch gegen Übelkeit und Schwindel. Ingwer wird wegen seiner Wirkung bei Reisekrankheit gerne als Tropfen, Bonbons oder Pillen verwendet.

Deftiges aus der Pfalz

So sieht er aus: der berühmte Pfälzer Saumagen. Foto: fotolia
11.08.2017

Die traditionelle Pfälzer Küche ist teils recht deftig, dies nicht zuletzt, weil die Kochrezepte mitunter in Notzeiten oder im Umfeld schwerer körperlicher Arbeit entwickelt wurden. Man isst auch gerne schärfer als in anderen deutschen Regionalküchen.

Fleisch und Wurst

Zumindest dem Namen nach das bekannteste Pfälzer Gericht ist der Saumagen, zu dessen Zubereitung sogar Metzger und Köche in Wettbewerben antreten. In einem – leeren und gesäuberten – Schweinemagen wird eine Mischung von magerem Schweinefleisch, Bratwurstbrät und Kartoffeln, gewürzt mit Zwiebeln, Majoran, Muskat und Pfeffer gekocht. Es existieren viele Variationen mit weiteren Zutaten und Gewürzen. Die nach dem Kochen feste Masse wird direkt in Scheiben geschnitten serviert oder später in Scheiben geschnitten angebraten.

Auch grobe Bratwürste, Pfälzer Leberwurst und die auch „Grieweworscht“ (Griebenwurst) genannte Blutwurst, Läwwerknepp oder „Läwwerknedel“ (Leberknödel) und „Flääschknepp“ (Fleischklöße, die meistens mit Meerrettichsoße serviert werden) sind wichtige Bestandteil der Pfälzer Küche. Wie im benachbarten Elsass war und ist Sauerkraut eine typische Beilage. Zu den Gerichten gehören häufig Kartoffelbrei und braune Soße. In Ausflugslokalen werden statt des Kartoffelbreis oft Brotscheiben oder Weinknorzen, eine Art rustikale Roggenbrötchen, gereicht.

Es gibt auch Kombinationen aus diesen Gerichten, wie den sogenannten Schiefen Sack, der aus einer Bratwurst und einem Leberknödel besteht, oder die Pälzer Dreifaltigkeit (Leberknödel, Bratwurst, Saumagen).

Beim Schlachtfest nach Pfälzer Art gehören Metzelsupp, Kesselfleisch, warme Leber- und Griebenwurst sowie Leberködel zum Grundbestand des Angebotenen.