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IHR GESUNDHEITSRATGEBER: ALTERNATIVE HEILMETHODEN

Natürlich heilen: Alternative Medizin

Die Behandlung mit Akupunktur kenn bei Rücken- und Knieschmerzen auch von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.
10.08.2017

Von Akupunktur über Homöopathie bis zur Naturheilkunde: Alternative Heilmethoden können die Schulmedizin sinnvoll ergänzen und die körpereigenen Heilungskräfte aktivieren.

Die Akupunktur wurde vermutlich schon im 3. Jahrtausend vor Christus in China angewendet. Bei dieser Methode werden in bestimmte Punkte des Körpers feine Nadeln gestochen, die den Energiefluss regulieren und dadurch Blockaden und Störungen lösen. Zur Anwendung kommt Akupunktur bei Schmerzen, neurologischen Problemen, Erkrankungen der Atemwege und des Verdauungstraktes, aber auch bei HNO-, Augen oder Hauterkrankungen sowie bei Gelenkbeschwerden und in der Geburtshilfe.

Die Anthroposophische Medizin wurde 1920 vom österreichischen Arzt Rudolf Steiner und der holländischen Ärztin Ita Wegman als Ergänzung zur Schulmedizin begründet, auf Basis anthroposophischer Geisteswissenschaft. Anthroposophische Arzneimittel werden nach besonderen pharmazeutischen Verfahren aus tierischen, pflanzlichen und mineralischen Substanzen hergestellt und stärken die Selbstheilungskräfte des Körpers. Die Methode ist mit den Mitteln der konventionellen Medizin gut kombinierbar.

Die Aromatherapie ist eine der ältesten Heilformen, die schon bei den alten Ägyptern bekannt war. Die anregende, beruhigende oder antibiotische Wirkung der Aromatherapie beruht auf den Inhaltsstoffen der ätherischen Öle, die über Nase, Lunge, Haut oder Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden. Zum Einsatz kommen ätherische Öle in erster Linie bei Erkältungserkrankungen, gut geeignet sind sie auch zur Behandlung leichter Infekte und zur Stimmungsaufhellung.

Die Bachblütentherapie geht auf den englischen Arzt Edward Bach zurück, der insgesamt 38 Bachblütenessenzen entwickelte. Bachblütenessenzen beeinflussen und harmonisieren die geistige Ebene und haben auf diese Art einen günstigen Einfluss auf den Organismus, sie heilen aber organische Krankheiten nicht direkt. Anhänger der Bachblütentherapie sehen vielseitige Einsatzmöglichkeiten, vor allem bei Angstzuständen, Nervosität und innerer Unruhe, Verdauungsstörungen sowie Schlafproblemen.

Die Homöopathie beruht auf dem Prinzip, dass pflanzliche, tierische oder mineralische Stoffe, die bei gesunden Menschen gewisse Symptome auslösen, Krankheiten mit eben diesen Symptomen heilen können. Homöopathie kann bei den verschiedensten Erkrankungen eingesetzt werden, zum Beispiel bei Hauterkrankungen, Asthma, Angststörungen, psychosomatischen Erkrankungen, Allergien oder Rheuma. Ein möglicher Wirkungsmechanismus der Homöopathie ist trotz vieler Bemühungen wissenschaftlich nicht geklärt.

Die traditionelle Chinesische Medizin (TCM) fördert das Gleichgewicht zwischen Materie (Yin) und Energie (Yang) und harmonisiert die fünf Elemente Wasser, Feuer, Holz, Metall und Erde, denen bestimmte Symptome zugeordnet sind. Bewährt hat sich die TCM bei chronischen Schmerzzuständen, Allergien, Neurodermitis, chronischen Entzündungen und vor allem bei Störungen und Schmerzen des Bewegungsapparates. Die pflanzlichen Mittel bergen viele Möglichkeiten, Qigong und Tai Chi sind sehr wirkungsvoll.