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AUSTAUSCHPFLICHT FÜR ALTE KAMINÖFEN

Warum austauschen?

Ein Holzfeuer wärmt und ist gemütlich. Der nachwachsende Heizstoff ist günstig und verbrennt praktisch klimaneutral.
08.08.2017

Im Folgenden sind einige gute Gründe aufgeführt, die neben der gesetzlichen Pflicht für einen Austausch sprechen:

  1. Neue moderne Feuerstätten haben gegenüber alten Geräten einen höheren Wirkungsgrad und damit einen geringeren Brennstoffverbrauch. Dadurch wird effizienter geheizt.
  2. Durch den geringeren Brennstoffverbrauch können Heizkosten eingespart werden.
  3. Neue Heizgeräte verursachen deutlich geringere Emissionen. Die Faustregel hierbei lautet: Je älter die Feuerstätte umso höher werden in der Regel die CO- und Feinstaub-Emissionen sein.
  4. Durch geringere Emissionen und einen höheren Wirkungsgrad sind die neuen Geräte umweltschonender.
  5. Alte Geräte sind wartungsintensiver, da ein Austausch/Erneuerung von Dichtungen, Feuerraumauskleidungen, Umlenkungen notwendig wird. Dieses ist mit Kosten verbunden. Daher empfiehlt es sich, lieber ein pflegeleichtes Neugerät mit modernen Materialien und Werkstoffen anzuschaffen.
  6. Bei modernisierten Gebäuden mit Wärmedämmung sollte ebenfalls ein modernes leistungsangepasstes Neugerät verwendet werden. Dieses verhindert eine Überhitzung des Raums und zudem die Energievernichtung durch Dauerlüftung. Auch hier gilt wieder: geringerer Brennstoffverbrauch = geringere Heizkosten + Schonung der Umwelt.

Zweite Austauschfrist läuft Ende des Jahres ab

08.08.2017

Insgesamt lodern rund 10 Millionen Feuerstätten – zu denen Kamin- und Kachelöfen, Heizkamine, Pelletöfen und Kochherde zählen – in deutschen Haushalten. Viele von diesen Holzfeuerungen sind technisch veraltet und werden den heutigen Ansprüchen an Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz nicht mehr gerecht.

Daher müssen seit Januar 2015 schrittweise alte Feuerstätten stillgelegt, nachgerüstet oder ausgetauscht werden, wenn sie den verschärften Anforderungen der zweiten Stufe der ersten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV nicht entsprechen. Waren es Anfang 2015 alle Geräte, die 40 Jahre und älter sind, betrifft die aktuelle Maßnahme alle Holzfeuerungen mit einer Typprüfung vor dem 1. Januar 1985.

Laut Statistik sind über eine Million Altgeräte von der zweiten Austauschwelle betroffen. Diese Geräte sind zum Stichtag mindestens 32 Jahre alt. Damit sowohl der Betreiber als auch der Schornsteinfeger die Feuerstätte einordnen können, haben der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks und der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. die sogenannte Feuerstättenampel entwickelt. Bei der sogenannten Feuerstättenschau des Ofens kann der Schornsteinfeger dann anhand des Typenschildes am Ofen und der Ampelfarben das technische Alter bestimmen. Rot steht für „Das Gerät ist bereits überfällig“. Abgestufte Orangetöne zeigen die Fristen Ende 2017, 2020 und 2024 auf und weisen den Verbraucher darauf hin, bis wann er die Vorgaben der Verordnung zu erfüllen hat. Und wessen Ampel auf Grün steht, der kann sein Gerät auch in Zukunft mit gutem Gewissen befeuern.

Online-Datenbank gibt Auskunft

Für die Einordnung der Feuerstätte kann der Betreiber auch auf die Online-Datenbank des HKI zugreifen. In dieser befinden sich alle relevanten Daten von über 5000 Geräten. Über eine Suchfunktion lässt sich ermitteln, ob die Feuerstätte den Anforderungen der 1. BImSchV entspricht. Einsehbar ist die Datenbank auf dem Verbraucher-Portal

www.ratgeber-ofen.de unter den Schlagworten „Service“ und „Datenbank“.