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Fachkräfte gesucht: Handwerk

Handwerk mit Zukunft

Auf der Internetseite von Das Handwerk (www.handwerk.de) kann man sich beispielsweise rund um die verschiedenen Berufe im Handwerk informieren und Lehrstellen in der Umgebung finden.
08.08.2017

Wer sich nach der Schule für eine handwerkliche Ausbildung entscheidet, hat zunächst im Wortsinn die Qual der Wahl. Über 150 anerkannte Ausbildungsberufe gibt es im Handwerk. Diese reichen von A wie Änderungsschneider bis Z wie Zweiradmechaniker. Im Handwerk werden laut dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) mehr als 417 000 Menschen bundesweit ausgebildet. Hier sind alle willkommen, die bereit sind, sich in einer abwechslungsreichen und interessanten Berufswelt zu bewähren. Die Ausbildung im Handwerk ist in den vergangenen Jahren insgesamt anspruchsvoller und vielseitiger geworden – und sie lässt sich ganz gezielt und sinnvoll ergänzen, zum Beispiel durch Zusatzqualifikationen oder auch Auslandsaufenthalte. Angesichts der Vielfalt der Berufe bieten die regionalen Handwerkskammern sowie bundesweite Initiativen der Handwerksverbände und auch andere Institutionen den Jugendlichen umfangreiche Hilfestellungen an.

Handwerk schafft Zufriedenheit und Selbstbestimmung

Am Ende eines Arbeitstages oder wenn ein Auftrag beendet ist, können Handwerker das Ergebnis ihrer Arbeit unmittelbar betrachten. Wenn auch der Auftraggeber zufrieden ist, verschafft das Geleistete eine große Befriedigung. In wenigen anderen Berufen kann zudem so selbstbestimmt gearbeitet werden: Flache Hierarchien in den Betrieben ermöglichen jungen Menschen Raum zur Entfaltung. Ein weiterer Pluspunkt: Mit der Ausbildung zum Meister bietet sich die Möglichkeit, der eigene Chef zu sein. Die Qualifikation zum Meister zahlt sich aus: Das durchschnittliche Lebenseinkommen eines Handwerksmeisters liegt ungefähr gleichauf mit dem eines Fachhochschulabsolventen. Dies ergab eine Studie des IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung). Natürlich gibt es im Handwerk Berufe mit großer Tradition wie etwa Steinmetz oder Goldschmied. Doch in fast allen Handwerken sind heute modernste Technologien unerlässlich. Komplexe Produktionsprozesse, beispielsweise im Bereich Medizintechnik oder in der Luft- und Raumfahrtbranche, erfordern Präzision und technisches Know-how. Daher verbindet die Ausbildung im Handwerk oftmals Tradition und High-Tech – eine spannende und abwechslungsreiche Kombination. Handwerk bedeutet lebenslanges Lernen, gerade in Berufen, in denen sich stetig weiterentwickelnde Technologien eine Rolle spielen.