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Passivhaus, Photovoltaik und Flachdach

Ein Flachdach ist die beste Wahl f√ľr den Bau eines Passivhauses: Es bietet mehr Nutzfl√§che im und auf dem Haus und ist der ideale Platz f√ľr eine optisch unauff√§llige Photovoltaikanlage. Foto: djd/www.xps-waermedaemmung.de
01.08.2017

Passivh√§user bieten ein behagliches Innenklima im Sommer wie im Winter ohne ein herk√∂mmliches Heiz- und K√ľhlsystem zu ben√∂tigen. Sie werden passiv genannt, weil der √ľberwiegende Teil des W√§rmebedarfs aus Sonneneinstrahlung und Abw√§rme von Personen sowie technischen Ger√§ten gedeckt wird.

Damit lassen sich ein Leben lang 85 Prozent Heizkosten sparen. Zusammen mit dem besseren Wiederverkaufswert sind dies gute Argumente, um √ľber die Investition in ein Passivhaus nachzudenken.

Eine starke D√§mmung sowie eine mehrfache Verglasung an den Fenstern verhindern, dass wertvolle Raumw√§rme austritt. Wenn die Hauptfenster beim Bauen nach S√ľden ausgerichtet werden, ist dies optimal f√ľr die Nutzung von Sonnenenergie.

Flachdach bringt viele Vorteile

Zwar ist grunds√§tzlich jede Bauform f√ľr ein Passivhaus m√∂glich, jedoch √ľberwiegen die Vorteile eines Flachdachs gegen√ľber einem Steildach in vielen Punkten: So l√§sst sich das obere Geschoss als Vollgeschoss bauen, dies bringt mehr Wohnfl√§che auf gleichem Grundriss.

Gleichzeitig ben√∂tigt ein Flachdach im Gegensatz zum Steildach baubedingt bis zu 30 Prozent weniger Fl√§che, durch die Raumw√§rme nach au√üen dringen kann. Die Ausf√ľhrung als Umkehrdach erh√∂ht die Lebensdauer der Dachhaut um das Doppelte. Wichtig hierf√ľr sind wasserresistente und druckstabile D√§mmplatten. Hier hat sich Extruderschaum (XPS) durchgesetzt.

Er kann mit bis zu 30 Tonnen pro Quadratmeter belastet werden, verrottet nicht und bietet die f√ľr Passivh√§user vorgeschriebenen D√§mmwerte.

Kostenlose Nutzfläche

Ein Flachdach kann hervorragend als Gr√ľndach oder Dachterrasse genutzt werden. So l√§sst sich zus√§tzliche Nutzfl√§che generieren, die im Idealfall auch ein atemberaubendes Panorama bietet.

Energielieferant Flachdach

Photovoltaikanlagen sind im Gegensatz zum Steildach auf einem Flachdach gar nicht oder nur sehr eingeschr√§nkt sichtbar. Im Passivhaus erzeugt eine Photovoltaikanlage sogar einen Energie√ľberschuss, da bis auf die elektrischen Ger√§te nur geringster Strombedarf f√ľr Heizen sowie Warmwasser ben√∂tigt wird. Hier lohnt sich ein Stromspeicher im Haus, um 24 Stunden lang die eigene Energie zur Verf√ľgung zu haben.

Durch die gut ged√§mmte Wand-, Dach- und Fu√übodend√§mmung, sowie die W√§rmebr√ľckenfreiheit ist eine kontrollierte Be- und Entl√ľftung n√∂tig, um eine gesunde und pollenfreie Luft im Innenraum, auch bei geschlossenen Fenstern, zu gew√§hrleisten. Gleichzeitig dient sie der W√§rmer√ľckgewinnung, in dem frische Luft von au√üen mit der W√§rme aus dem Inneren des Hauses vermischt werden. Passivhaus-Neubauten werden √ľber das KfW-Programm ‚ÄěEnergieeffizient Bauen‚Äú mit dem KfW-Effizienzhaus 40 Plus gef√∂rdert.