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JUGEND VOR DER BERUFSWAHL

Das Handwerk fordert Jugendliche auf: Probiert euch aus!

22.07.2017

Das Handwerk ruft Jugendliche unter dem Motto #einfachmachen auf, herauszufinden, wofür ihr Herz schlägt. Denn die besten beruflichen Entscheidungen werden nicht unter Druck gefällt, sondern mit Intuition und jeder Menge Ausprobieren.

„Keine Panik, du bestimmst heute nicht den Rest deines Lebens.“ Die Botschaft mag im Ohr eines Erwachsenen verwirrend klingen. Für Jugendliche, die vor der Berufswahl stehen, ist sie beruhigend. Denn nur die wenigsten wissen genau, wie die berufliche Zukunft nach der Schulzeit aussehen soll. Müssen sie das denn?

Kein Druck bei der Berufswahl

Unter dem Motto #einfachmachen möchte das Handwerk in diesem Jahr zusammen mit den Jugendlichen das Ausprobieren zelebrieren. Sie werden ermutigt, ohne Druck ihren Interessen nachzugehen und dabei vielleicht auch das Handwerk als berufliche Option zu entdecken. „Die jungen Erwachsenen stehen nach der Schule vor einer Vielzahl an beruflichen Möglichkeiten und erhalten von allen Seiten Ratschläge – das kann bisweilen überfordern“, sagt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). „Umso wichtiger ist es in unseren Augen, dass sie verschiedene Berufe kennenlernen und sich mit einem guten Gefühl für den richtigen entscheiden können.“

Mit Sprüchen wie „Alles, was du dir vorstellen kannst, solltest du versuchen“ oder „Ein Schritt vor, kann nie ein Schritt zurück sein“ begegnet das Handwerk den jungen Menschen auf Augenhöhe. In Kombination mit dem Motto #einfachmachen animieren die Botschaften sie, sich auszuprobieren und dabei die mehr als 130 Handwerksberufe kennenzulernen.

#einfachmachen mit Praktika

Und wie könnte dieses Ausprobieren einfacher gehen, als mit einem Praktikum. Es bietet Jugendlichen eine kurzweilige, einfache Möglichkeit, um Einblicke in das Handwerk zu bekommen – und zeigt Einstiegsmöglichkeiten auf.

Wer sich nach der Schule für eine handwerkliche Ausbildung entscheidet, hat zunächst im Wortsinn die Qual der Wahl. Die mehr als 130 Ausbildungsberufe reichen von A wie Änderungsschneider bis Z wie Zweiradmechaniker. Im Handwerk werden laut dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) mehr als 417 000 Menschen bundesweit ausgebildet. Das Handwerk bietet über 150 Ausbildungsberufe aus den Bereichen Bau, Holz, Metall/Elektro, Bekleidung, Nahrung, Gesundheit, Glas und Papier an. Hier sind alle willkommen, die bereit sind, sich in einer abwechslungsreichen und interessanten Berufswelt zu bewähren. Die Ausbildung im Handwerk ist in den vergangenen Jahren insgesamt anspruchsvoller und vielseitiger geworden – und sie lässt sich ganz gezielt und sinnvoll ergänzen, zum Beispiel durch Zusatzqualifikationen oder auch Auslandsaufenthalte. Angesichts der Vielfalt der Berufe bieten die regionalen Handwerkskammern sowie bundesweite Initiativen der Handwerksverbände und auch andere Institutionen den Jugendlichen umfangreiche Hilfestellungen an.

Auf www.handwerk.de finden vor allem diejenigen, die gerade vor dem Schritt in die berufliche Zukunft stehen, einen Einblick in die vielfältigen Handwerksberufe: Berufsporträts einen Lehrstellenradar und vieles mehr.