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FIT FÜR DIE SCHULE

Das Einmaleins des Lebens

Stolz und aufgeregt fiebern die Abc-Schützen ihrem großen Tag entgegen.
08.07.2017

Mit der Einschulung verändert sich so einiges im Leben der Kinder. „Ich will endlich lesen lernen“, „ich gehöre dann auch zu den Großen“: So lauten meist die Antworten der Abc-Schützen auf die Frage, worauf sie sich am meisten freuen. Doch der Abschied von der Kindergartenzeit und der Start in den neuen Lebensabschnitt fallen nicht jedem Kind leicht. Eltern können aber einiges tun, um es dabei zu unterstützen. Wichtig ist vor allem, dass den Kleinen die Angst vor dem Neuen, Unbekannten genommen wird. Der Hinweis auf neue Freunde und das Lernen interessanter und spannender Dinge kann dabei helfen.

Am Schwersten fällt vielen Kindern das frühe Aufstehen am Morgen. Aber das kann ihnen niemand abnehmen. Allerdings kann die Familie gemeinsam einiges tun, um morgendliche Hektik zu vermeiden. Abends die Kleinen regelmäßig zur gleichen Zeit ins Bett schicken und morgens rechtzeitig wecken, damit noch genügend Zeit zum Fertigmachen und stressfreien Frühstücken bleibt. Den Schulweg läuft man mit dem Nachwuchs am besten bereits vor dem ersten Schultag mehrmals ab. Dabei kann man gemeinsam die wichtigsten Regeln besprechen und verschiedene Verkehrssituationen durchgehen.

Der erste Ranzen

Heute gibt es eine riesige Auswahl an Schultaschen, meist in Signalfarben mit bunten Motiven. Jeder, der ein Vorschulkind einmal beim Kauf eines Ranzens begleitet hat, weiß, dass die große Auswahl auch ihre Tücken hat. Für das Kind ist der Ranzenkauf das Wichtigste überhaupt. Und oft ist das Motiv wichtiger als die Passform. Da aber jedes Kind anders gebaut ist, sollten Eltern auf eine gute Passform achten – Rücken schonen geht vor Optik. Und auch wenn es cool ist, die Büchertasche locker über der Schulter zu tragen, sollte das möglichst vermieden werden. Haltungsschäden sind sonst die Folge. Der Ranzen muss korrekt sitzen, die Gurte angezogen sein. Wird der Schulranzen gepackt, sollten Eltern in der Anfangszeit immer wieder überprüfen, ob auch wirklich nur die notwendigen Sachen dabei sind. In vielen Grundschulen gibt es für jedes Kind ein Fach im Klassenzimmer, so dass nicht immer alles mit nach Hause genommen werden muss. Nach einiger Zeit kann das Kind aber selbst die Verantwortung übernehmen und den Ranzen selbstständig aussortieren. Und was soll herein? Neben den üblichen Standards wie Süßigkeiten und hübschen Mal-, Schreib- und Bastelmaterialien könnte der Zeitpunkt passen für die allererste eigene Armbanduhr. Damit können die Kinder die Uhrzeit lernen und wissen, wenn sie nach der Schule noch etwas auf dem Schulhof bleiben möchten, wann sie nach dem Spielen wieder nach Hause kommen müssen. Ein Freundebuch für die Schule ist ein Klassiker, der wieder am Beliebtheit gewonnen hat. Ein Shirt mit dem eigenen Namen ist ein tolles Geschenk für kleine ABC-Schützen. Hier können die neuen Mitschüler schon einmal Buchstaben aus dem Vorschulwissen üben und merken sich den Namen so bestimmt besonders schnell. Textildruckshops bieten verschiedenste Designideen. Eine wirklich nützliche Idee für die Schultüte sind Reflektoren in Form von kleinen Anhängern für Jacke oder Ranzen, die zum Beispiel mit einem kurzen Band befestigt werden können. Gerade im Herbst und Winter tragen sie zu einem sicheren Schulweg bei. Dabei gilt: Helle Reflektoren haben eine höhere Rückstrahlkraft als dunkle.

Bewegung für Kinder

Kinder haben einen großen Bewegungsdrang. Und während sie im Kindergarten noch nach Herzenslust herumtollen und spielen durften, heißt es mit Beginn der Schulzeit „sitzen bleiben und konzentrieren“. Natürlich hat sich in den Schulen einiges verändert. Gerade in den ersten beiden Schuljahren wird der Unterricht mit Bewegungsübungen und kleineren Pausen aufgelockert. Dennoch strengt viele Abc-Schützen das lange Sitzen an. Wichtig ist also, dass zu Hause ein Ausgleich geschaffen wird. Kinder sollten sich möglichst viel an der frischen Luft bewegen oder in einem Verein Sportangebote annehmen. Stundenlanges Sitzen vor dem Computer oder Fernseher sollte hingegen vermieden werden. Vor allem im Vor- und Grundschulalter ist Bewegung eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung der körperlichen, geistigen und sozialen Fähigkeiten.

Auf einen Blick

Tipp 1: Ein Schulpausensnack darf an keinem Schultag fehlen. Frisches Obst, ein leckeres Brot mit Salat und Käse – so halten Kinder das lange Lernen gut durch. Ein kleiner Motivationsgruß für die Pause gefällig? Dafür können Eltern ihren Kindern einfach eine liebe Botschaft auf einem wiederablösbaren Etikett hinterlassen, das auf die Brotdose geklebt wird. Praktisch sind dabei Dosen, die in ihrem Inneren noch eine Aufteilung haben.

Tipp 2: Brotdosen, Turnbeutel, Federmäppchen, Hefte, Bücher, Stifte – häufig vertauschen Kinder im Eifer des Gefechts ihre Schulutensilien mit denen ihrer Mitschüler. Deshalb: Alles mit Etiketten beschriften und eindeutig zuordnen.

Tipp 3: Wenn der neue Stundenplan steht: Für jedes Kind den Plan auf ein Magnetschild drucken und für alle sichtbar etwa in der Küche anbringen. An der Schultüte kann man sich festhalten und aus dem vollen schöpfen.