UNFALL – WAS TUN?

Reparieren oder tauschen?

07.07.2017

Steinschläge, Hagelkörner und Gluthitze können im Sommer die Autohaut ramponieren. Soll das Fahrzeug nicht an Schönheit und Wert verlieren, ist professionelle Hilfe gefragt. Je nach Schadenumfang und Zeitwert des Fahrzeugs gibt es geeignete Reparaturmethoden. Nicht immer ist ein Teiletausch notwendig. Die Kfz-Meisterbetriebe beraten ihre Kunden, welche Lösung die beste ist. Lackschäden durch Steinschlag sehen hässlich aus und mindern den Wagenwert. Das ist ein klarer Fall für geübte Werkstatthände. Mit sogenannten Smart-Repair-Methoden lässt sich Abhilfe schaffen: Schadstelle schleifen, spachteln, mit Airbrush lackieren. Kleinen Kratzern und Schrammen rücken die Profis auch mit speziellen Entfernern zu Leibe, die mehr Schleifmittel als normale Polituren beinhalten. Gut, weil kaum sichtbar: Dellen können mit besonderer Hebeltechnik von innen wieder rausgedrückt werden. Dafür muss der Reparaturbereich allerdings gut zugänglich sein. Für Hagelschäden zahlt die Teilkaskoversicherung, sonstige Reparaturkosten von Lackkratzern oder Dellen hat der Halter in der Regel selbst zu tragen.

Unfall im Ausland – das ist wichtig

07.07.2017

Anderes Land, andere Sprache, andere Verkehrsregeln, andere Schadenregulierung. Wer im Ausland in einen Unfall verwickelt ist, fĂĽhlt sich oft ĂĽberfordert.

Muss die Polizei eingeschaltet werden? Wie kann ich mich verständigen? Wer hilft bei der Reparatur? Regeln, die im Notfall weiterhelfen.

Unfallstelle absichern. Warnblinklicht einschalten, Warnwesten überziehen, Warndreieck aufstellen. Achtung: Einige Länder fordern mehrere Warnwesten und -dreiecke.

Erste Hilfe leisten. Verletzte Personen werden versorgt. Der Rettungsdienst ist europaweit ĂĽber die Notrufnummer 112 erreichbar.

Polizei rufen. Bei Personen- und größeren Sachschäden, Unfallflucht, Streitigkeiten oder Problemen mit den Versicherungsdaten, aber generell auch in vielen osteuropäischen EU-Staaten ist die Durchwahl der Rufnummer 110 Pflicht. Wer beispielweise in Kroatien in einen Unfall verwickelt war, benötigt bei der Ausreise eine Schadenfeststellung der Polizei. Das Polizei-Protokoll sollte man sich immer aushändigen lassen.

Unfallstelle fotografieren, Zeugen kontaktieren. Fotos sind mit dem Handy schnell gemacht und im Streitfall wichtige Beweismittel. Fahrzeuge, Schäden, Bremsspuren und der Unfallort mit der Verkehrsregelung aus mehreren Perspektiven festhalten. Von Zeugen werden Name, Adresse und Aussagen notiert.

Europäischen Unfallbericht ausfüllen. Das Formular erleichtert Unfallaufnahme und Schadenregulierung. Es ist kein Schuldanerkenntnis. Der Vordruck wird Zuhause in den Sprachen für die Länder heruntergeladen, die man mit dem Auto bereist, ausgedruckt und im Handschuhfach deponiert.

Grüne Versicherungskarte bereithalten. In EU-Ländern gilt zwar das amtliche Auto-Kennzeichen als Versicherungsnachweis, mit der Schadenvisitenkarte an Bord ist man dennoch auf der sicheren Seite. Länder wie Albanien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Moldawien, Serbien und Montenegro verlangen sie sogar.

Pannen- oder Unfallhilfe organisieren. Gut, wer Mitglied eines Automobilclubs ist, einen Schutzbrief oder eine Mobilitätsgarantie besitzt. Die Servicemitarbeiter organisieren die Weiter- oder Heimfahrt.

Versicherung informieren. Die eigene Kfz-Haftpflichtversicherung sollte immer verständigt werden, besonders wenn wegen eines Mitverschuldens Ansprüche des Unfallgegners zu erwarten sind.

Zentralruf der Autoversicherer einschalten. Die Zentrale hilft, wenn vor Ort die Versicherung des Unfallgegners nicht ermittelt werden kann, aber auch bei der Vermittlung des Regulierungsbeauftragten in Deutschland – der klärt den Schaden mit der ausländischen Gesellschaft. Die Rufnummern: aus dem Ausland +49 40 300 330 300, aus dem Inland 0800 250 260 0.