Bauen – Wohnen – Leben

Das zweite Leben eines Baumes: So wird Furnier hergestellt

Ein Furnierbaum wird geschÀlt. Foto: IFN/Schorn & Groh
04.07.2017

Furnier ist grundsĂ€tzlich aus echtem, natĂŒrlichem Holz und wird aufwĂ€ndig gewonnen. Um an das Beste des Baumes heranzukommen, muss das Exemplar dafĂŒr im Wald erst einmal gefunden werden. Was danach an Verarbeitungsschritten folgt, ist ebenfalls eine Kunst.

Ein guter Furnierbaum muss schön im Wuchs sein, die inneren QualitĂ€ten können nur Fachleute beurteilen. Üblicherweise verwendet werden Arten wie der Ahorn, die Buche, die Eiche, die Esche oder der Nussbaum – zumeist aus Europa, teilweise auch aus den Vereinigten Staaten. Perfekt fĂŒr das FĂ€llen des Baumes ist der Winter: Ist die Luft kalt und trocken, bildet ein Baum kaum noch Triebe aus und das Holz ist an sich ist ebenfalls recht trocken. So eignet es sich ideal fĂŒr die Furnierherstellung. Ist der Baum im Furnierwerk angekommen, wird ihm mit rustikalem Equipment zu Leibe gerĂŒckt: Er wird – je nachdem welche Furnieroptik erzielt werden soll – geschĂ€lt, gemessert, geschnitten oder mit einer speziellen SĂ€ge fĂŒr ein raues Aussehen bearbeitet. Wie dick das Furnier dabei wird, richtet sich unter anderem nach dem spĂ€teren Verwendungszweck. Normalerweise beginnt ein Furnierblatt bei guten 0,45 Millimetern und endet bei gut 6 Millimetern, andere Dicken sind auf Wunsch ebenfalls machbar. Die FurnierblĂ€tter werden dann langsam und vorsichtig weiter heruntergetrocknet. So wird verhindert, dass das Holz wellig wird oder reißt. Die fertig getrockneten BlĂ€tter werden schließlich je nach ihrer QualitĂ€t unterteilt und nach Sorten gestapelt. Nach dem Zuschnitt setzt man die Einzelteile dann zu einem so genannten Deck zusammen. Dieses wird mit Leim und unter hohem Druck auf Spanplatten, MDF-Platten, Multiplexplatten, Sperrholz oder Massivholz-StĂ€bchenplatten aufgebracht. Die fertigen Furniere werden dann zum Beispiel fĂŒr MöbeloberflĂ€chen, fĂŒr die Automobilveredelung und auch fĂŒr extravagante Produkte wie Furnier-Ski, Taschen, Brillen, Kiteboards, Badewannen, Buchdeckel, Schuheinlagen oder Mouse-Pads verwendet.

LĂŒftungsanlage sorgt fĂŒr gesunde Luft

Bei allen Fragen rund um die WohnraumlĂŒftung, maßgeschneidert auf die Wohnsituation, ist der SHK-Fachbetrieb ein kompetenter Berater.
04.07.2017

Rund zwölf Liter Wasser in Form von Dampf produziert eine vierköpfige Familie pro Tag – beim Duschen, Baden und Kochen, beim Atmen und Schwitzen. Diese Feuchtigkeit beeinflusst die LuftqualitĂ€t.

AusdĂŒnstungen von Möbeln und Textilien belasten die Luft zusĂ€tzlich mit Schadstoffen. Stickige, muffige und staubige Luft kann ermĂŒden und besonders Allergikern das Leben schwer machen.

Genauso wichtig ist die Luftzirkulation fĂŒr die GebĂ€ude selbst, da nur so die Feuchtigkeit entweichen kann. Das verhindert SchĂ€den am Bau wie Durchfeuchtung oder Schimmelbildung und beugt einer GefĂ€hrdung der Gesundheit durch den Pilzbefall vor.

LĂŒftungsanlage verbessert Gesundheit

Deshalb sollten Bewohner regelmĂ€ĂŸig InnenrĂ€ume lĂŒften, zum Beispiel mit geöffneten Fenstern. Im Alltag ist das nicht immer möglich und erfordert Disziplin. Denn lĂŒftet man zu lange, geht unnötig viel Energie verloren und Bauteile können auskĂŒhlen.

Wer allergisch auf Hausstaubmilben oder Pollen reagiert, hat ein weiteres Problem: Sobald er lĂŒftet, lĂ€sst er Pollen herein. LĂŒftet er nicht, behĂ€lt er Staub und mit Schadstoffen angereicherte Luft im Haus. Die Gesundheit leidet. Moderne LĂŒftungsanlagen können hier helfen. Gerade in Neubauten und sanierten GebĂ€uden ist eine WohnraumlĂŒftung mit System hilfreich: Um Heizkosten zu sparen, sind die HĂ€user oft gut abgedichtet. Ein Austausch der verbrauchten Luft gegen frische Luft ist dann nur durch regelmĂ€ĂŸiges LĂŒften möglich. Allerdings verschwindet dabei ein unnötig großer Teil der eingesparten Energie wieder durch das Fenster. Wer eine LĂŒftungsanlage installieren möchte, sollte sein Haus vorher gut abdichten. Sonst ist die Anlage nicht effektiv genug und möglicherweise wird zu viel Luft ausgetauscht.

Als besonders effektiv erweist sich die geregelte WohnraumlĂŒftung, wenn die LĂŒftungsanlage mit WĂ€rmerĂŒckgewinnung arbeitet. Sie kann bis zu 90 Prozent der eingesetzten Heizenergie gegenĂŒber einer Anlage ohne WĂ€rmerĂŒckgewinnung einsparen. Die Technik nutzt den Energiegehalt der Abluft, um die Zuluft zu temperieren. Ein WĂ€rmetauscher ĂŒbertrĂ€gt die Energie direkt auf die hereingefĂŒhrte frische Luft. FĂŒr warme Tage im Sommer gibt es die Möglichkeit, Luft zu kĂŒhlen. Außerdem ist eine LĂŒftungsanlage in Verbindung mit Klimaanlagen einsetzbar. Je nach Wunsch erwĂ€rmt oder kĂŒhlt die Anlage die frische Luft direkt und leitet sie in den Wohnraum weiter.

Die einfachste Lösung fĂŒr kontrolliertes LĂŒften sind freie Systeme ohne Ventilatoren, die meist ĂŒber mehrere dezentrale LĂŒftungsöffnungen verfĂŒgen. Diese Systeme sind hĂ€ufig gĂŒnstig, sind aber auch stark von Faktoren wie der WindstĂ€rke und der Lage des GebĂ€udes abhĂ€ngig. Deutlich mehr Komfort bietet eine LĂŒftungsanlage mit Ventilator. Hier gibt es drei verschiedene Systeme: Zuluftanlagen, zentrale Abluftanlagen sowie Zu- und Abluftanlagen. Einzelne RĂ€ume können mit dezentralen GerĂ€ten gelĂŒftet werden. Hier reichen zwei kleine AußenwanddurchlĂ€sse fĂŒr die GerĂ€te fĂŒr Zu- und Abluft aus. Dezentrale GerĂ€te arbeiten schallgedĂ€mmt, aber nicht lautlos.

Installiert der Fachmann eine zentrale Abluftanlage, befindet sich das AbluftgerĂ€t mit Ventilator hĂ€ufig in einem abgetrennten Raum, zum Beispiel auf dem Dachboden oder im Keller. Über ein Rohrsystem saugt das GerĂ€t dann die verbrauchte, feuchte Luft aus KĂŒche, Bad und WC an und gibt sie nach draußen ab. Es entsteht ein leichter Unterdruck im GebĂ€ude. Über DurchlĂ€sse in den AußenwĂ€nden strömt Frischluft in Wohn- und Schlafzimmer.

Den grĂ¶ĂŸten Komfort bieten zentrale Zu- und Abluftanlagen. Sie können zusĂ€tzlich mit einem System zur WĂ€rmerĂŒckgewinnung ausgestattet werden. Das zentrale LĂŒftungsgerĂ€t saugt mit einem Ventilator frische Luft von draußen an und leitet sie ĂŒber Rohre in die Wohn- und SchlafrĂ€ume. Durch LĂŒftungsgitter oder genau berechnete TĂŒrspalte strömt die frische Luft weiter in Flur und Treppenhaus, bis sie schließlich in KĂŒche, Bad und WC ankommt. Über ein zweites Netz aus Rohren saugt das ZentralgerĂ€t dann die verbrauchte und feuchte Luft nach draußen.