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Sonnenschutz auf Terrasse und Balkon: Schatten nach Maß

Gelenkarmmarkisen sind in Deutschland weit verbreitet. Foto: djd/Lewens-Markisen
20.06.2017

Urlaub zuhause liegt im Trend: Statt den Anreisestress zu weit entfernten Zielen in Kauf zu nehmen, verbringen viele Deutsche ihre Ferien lieber im heimischen Garten oder auf der Terrasse. So gab mehr als ein Drittel aller Befragten der Verbrauchs- und Medienanalyse (VuMA) an, im entsprechenden Jahr keine spezielle Urlaubsreise anzutreten.

Die richtige Markise gehört zum „Urlaub auf Balkonien“ unbedingt dazu. Mit bunten Farben und Dessins peppt sie nicht nur den Garten auf und spendet angenehmen Schatten. Gute Modelle bieten hochwertige Technik und einen zuverlässigen UV-Schutz und sorgen für eine angenehme Lichtatmosphäre unter dem Tuch. Verschiedene Markisentechniken stehen zur Auswahl.

Gelenkarmmarkisen sind der Klassiker unter den Sonnenschutzprodukten. Mit ihren ausfaltbaren Tragarmen bieten sie einen freien Durchgang unter dem Tuch – hier passen Liegestuhl und bei entsprechender Größe auch ein kompletter Essplatz mit Tisch und Stühlen unter den Schattenspender. Die Terrasse bleibt von allen Richtungen aus frei zugänglich. Markisen gibt es in diversen Modell-Varianten. Sie lassen sich an Hauswand, Decke oder Dachsparren befestigen.

Vollkassettenmarkisen: Diese Form der Gelenkarmmarkisen ist mit einem selbsttragenden Gehäuse ausgestattet. Ihren Namen tragen diese Modelle, weil sie im eingefahrenen Zustand aufgerollt in einer rundum geschlossenen Kassette liegen. Das Ausfallprofil bildet dabei den vorderen Kassettenabschluss. So sind Tuch und Technik gut vor Wind und Wetter geschützt.

Fallarm-Markisen kommen vor allem vor Fenster und Fassade zum Einsatz, sind aber auch für Balkone oder kleine Terrassen-Nischen geeignet. Hierbei sind Klemm-Markisen eine ideale Lösung für Mietwohnungen, da sie ganz einfach zwischen Decke und Boden eingeklemmt werden.

Seitenzugmarkisen: Die Sonne kommt nicht nur von oben, sondern scheint gerade im Verlauf eines Nachmittags auch mal seitlich auf die Terrasse. Zudem stört es die Gartenfans, wenn seitliche Zugluft in die Sitzecke dringt. Abhilfe schaffen in beiden Fällen Seitenzugmarkisen. Sie werden beispielsweise an der Hauswand neben der Terrasse befestigt, mit einem Handgriff ausgefahren und an der Mauer gegenüber oder einem frei stehenden Mast eingehakt. Eine Bodenrolle ermöglicht eine leichte Führung. Ein weiterer Vorteil: Die Seitenzugmarkise dient auch als unaufdringlicher Sichtschutz zu den Nachbarn.

Glasdächer mit Markisenausstattung

Ist die Terrasse mit einem Glasdach versehen, gibt das den Bewohnern die Möglichkeit, auch bei leichtem Regen noch gemütlich und vor allem trocken draußen zu sitzen. Da das Glas aber nicht vor Sonne und Blendung schützt, sollte das Glasdach entweder gleich mit einer integrierten Markise ausgestattet sein oder nachträglich mit einer Markise zum Auf- oder Unterbau ausgestattet werden. Glasdächer gibt es mit und ohne integrierter Markise und auch für kleine Terrassen.

Tipp: Hochwertige Markisen sind im Fachhandel vor Ort erhältlich. Dieser berät individuell, liefert die kompletten Systeme nebst Zubehör, montiert beim Kunden und übernimmt auf Wunsch auch die Wartung.

Sinnvolle Extras zum Sonnenschutz für Terrasse und Balkon

Noch entspannter wird der Urlaub unter der neuen Markise, wenn diese mit sinnvollen Extras ausgestattet ist.

Ein Elektromotor beispielsweise gehört gerade für große Modelle mittlerweile zur Standard-Ausrüstung, so dass der Sonnenschutz nicht mehr aufwändig von Hand aus- und eingefahren werden muss. Noch mehr Komfort bietet ein Funkmotor, der sich per Fernbedienung schalten lässt.

Eine Wetterautomatik sorgt dafür, dass sich das Tuch selbstständig einrollt, sobald Wind, Regen oder Gewitter aufziehen.

Das ist praktisch, wenn die Hausbesitzer zum Beispiel einen Tagesausflug machen und vergessen haben, die Markise vorher einzuholen. Wer lange Sommerabende unter der Markise oder Glasdach verbringen möchte, weiß eine dimmbare Lichtleiste oder Lichtbänder zu schätzen. An kühleren Tagen schaffen Infrarot-Heizstrahler Behaglichkeit und wohlige Wärme.

Edle Poolüberdachungen nach Maß

Diese Poolüberdachung mit Echtglas sorgt für ungetrübten Blick und maximales Platzangebot. Unter solchen Hochüberdachungen lässt sich eine regelrechte Entspannungslandschaft kreieren. Fotos: djd/www.abrideal.de
20.06.2017

Wer einen Pool im eigenen Garten besitzt, kann sein tägliches Fitnessprogramm schnell und direkt vor der Terrassentür absolvieren, und die ganze Familie genießt jeden Tag ein bisschen Urlaubsfeeling. Unabhängig von den Launen des Sommers bleibt das Schwimmvergnügen ungetrübt.

Mit einer Poolüberdachung ist die Nutzung unabhängig vom Wetter möglich, und die Saison lässt sich deutlich verlängern: im Frühjahr starten und bis in den Herbst hinein ausdehnen. Zudem verhindert eine solche Abdeckung die Verschmutzung des Pools mit Blütenstaub und Insekten, trägt aber auch zu mehr Sicherheit bei.

Moderne Überdachungen können sogar noch viel mehr.

Immer mehr Optionen – Beratung im eigenen Garten

War bis vor Kurzem ausschließlich der Schutz, die Verlängerung der Saison und die Sicherheit ein Thema bei Poolüberdachungen, so hat sich in diesem Marktsegment inzwischen viel verändert. Von Herstellern werden immer mehr Optionen und Extras angeboten.

Dazu zählen beispielsweise das zeitgemäße Design, die Motorisierungen mit Solarantrieb und Fernsteuerung oder praktische Zugänge über Schiebetüren, die nach oben offen sind und somit einen komfortablen Zugang ohne Bücken ermöglichen.

Angeboten werden optional auch hochwertige Materialien – anstelle der üblichen Kunststoffscheiben kann Echtglas (ESG) in den Seiten und sogenanntes Verbundsicherheitsglas (VSG) in der Dachfläche verbaut werden.

Wer nach einer individuellen Lösung für seinen Pool sucht, sollte sich im Vorfeld gut informieren und beraten lassen.

Überdachungen nach Maß

Das gesamte Spektrum an Poolüberdachungen ist breit gefächert.

Es reicht von flachen Überdachungen, die buchstäblich aus dem Blickfeld geraten, über mittelhohe Überdachungen, die angenehmes Schwimmen bei schlechter Witterung ermöglichen, bis hin zu aufschiebbaren Hochüberdachungen.

Unter diesen lässt sich sogar eine regelrechte Entspannungslandschaft kreieren.

Wasser marsch!

20.06.2017

Ein Boiler leckte und der Mieter sollte den Schaden bezahlen Wasserschäden haben es häufig in sich. Wenn aus Leitungen, Spülbecken oder Waschmaschinen Hunderte oder gar Tausende von Litern austreten, dann ist der Sachschaden enorm. Der Bewohner einer Mietwohnung kann allerdings nur haftbar gemacht werden, wenn er den Schaden vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht hat. (Oberlandesgericht Düsseldorf, Aktenzeichen I-24 U 164/15)

Der Fall: Ein an der Wand montierter Boiler in einer Mietwohnung war defekt. Möglicherweise lag es an einem Zulaufventil, das nicht vollständig zugedreht war. Jedenfalls traten größere Mengen Wasser aus, ehe der Fehler bemerkt wurde. Der Schaden betrug etwa 10 000 Euro. Die Versicherung des Wohnungseigentümers forderte das Geld von dem Mieter, weil dessen Fehlverhalten ursächlich gewesen sei. Der weigerte sich, es kam zu einem Zivilverfahren durch zwei Instanzen.

Das Urteil: Die Richter entschieden nach der Beweisaufnahme, dass hier allenfalls eine leichte Fahrlässigkeit des Beklagten anzunehmen sei. Dafür müsse er jedoch nicht haften. Eine weitergehende grobe Fahrlässigkeit, bei der die Übernahme des Schadens tatsächlich in Frage gekommen wäre, hatte die Versicherung dem Mieter nicht nachweisen können.