Ihr Gesundheitsratgeber Physiotherapie

Handeln statt Leiden

08.06.2017

Durch Krankengymnastik k√∂nnen k√∂rperliche Probleme, die f√ľr Krankheiten oder Schmerzen verantwortlich sind, gezielt gelindert werden. Ob aktiv mit Bewegungs√ľbungen oder passiv zum Beispiel durch Dehnungs√ľbungen oder Lymphdrainagen ‚Äď die physiotherapeutische Behandlung an Gelenken und Muskeln hilft nachweislich.

Fehlerhafte Bewegungs- und Haltungsmuster, an die man sich im Alltag angew√∂hnt hat, zum Beispiel beim Heben von Lasten oder beim Sitzen am Computer, k√∂nnen durch Krankengymnastik verbessert werden. Bei R√ľckenschmerzen wird eine zu schwache R√ľckenmuskulatur, die die Wirbels√§ule nicht mehr entlastet, mit speziellen √úbungen gest√§rkt. Krankengymnastik ist in der Regel Teil der Behandlung einer bestehenden Krankheit oder wird in der Nachbehandlung von Krankheiten, Operationen oder Unf√§llen eingesetzt. Die Anwendungsgebiete umfassen vor allem Sch√§den am Bewegungsapparat und Haltungsdefizite. Dar√ľber hinaus gibt es spezielle √úbungen zur F√∂rderung der Herz- und Lungenfunktion oder bei Bewegungsst√∂rungen (etwa nach einem Schlaganfall oder bei spastischen L√§hmungen). In der Schwangerschaft und in der nachgeburtlichen Phase hat die Krankengymnastik eine wichtige unterst√ľtzende Funktion. Grob einteilen lassen sich die aktiven krankengymnastischen Elemente in Bewegungs- und Halte-√úbungen. Sie haben die Aufgabe die Muskeln der Patienten zu kr√§ftigen, und es ergeben sich positive Wirkungen auf das Herz- Kreislauf-System. Dar√ľber hinaus wird die Koordination der K√∂rperbewegungen verbessert und die Knochensubstanz gest√§rkt. Daneben gibt es auch passive Elemente, bei denen nicht der Patient, sondern der Therapeut die Bewegungen der Gelenke ausf√ľhrt oder sie zumindest unterst√ľtzt. So soll vor allem der Bewegungsspielraum der Gelenke und die Dehnf√§higkeit von Muskeln und Bindegewebe erweitert werden. Eine Vielzahl krankengymnastischer Verfahren, die zum gr√∂√üten Teil in eigenen Schulen √ľber Monate oder sogar Jahre vom Therapeuten erlernt wurden, stehen zur Verf√ľgung. Krankengymnastische √úbungen, die von einem Arzt verordnet werden, werden von den Krankenkassen √ľbernommen. Der Patient zahlt lediglich den gesetzlich vorgesehenen Eigenanteil.

Gegen den ‚ÄěStau‚Äú im K√∂rper

Die Lymphdrainage ist eine spezielle Massageform mit systematischer Anordnung und rhythmischer Folge von Dreh-, Sch√∂pf- und Pumpgriffen sowie stehenden Kreisen und Spezialgriffen. Sie soll den Abtransport der Lymphfl√ľssigkeit, die die K√∂rperzellen zur Reinigung umsp√ľlt, aus den K√∂rpergeweben f√∂rdern. Bei Verletzungen oder Operationen werden n√§mlich h√§ufig die Lymphbahnen unterbrochen. Gegen Lymphstauungen in Form von Schwellungen und √Ėdemen hilft die Krankengymnastik zum Beispiel mit dieser Spezialmassage.