Zehn Jahre Vinum Bitburg: Weinfachhandel und Verkostung von Paul Steinbach

03.06.2017

Seit zehn Jahren ist die Weinhandlung Vinum in Bitburg eine Adresse fĂŒr Genießer

03.06.2017

Wenn es ihm um das große Geld ginge, dann wĂŒrden auf den Etiketten der Weinregale ganz andere Preise stehen. Doch darum geht es ihm eben nicht. „Ich denke, es gibt kaum einen, der so konsequent auf QualitĂ€t, ein gutes Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis und auf natĂŒrlichen Anbau setzt wie ich“, sagt Paul Steinbach. Vor zehn Jahren hat der ehemalige Hotelier am oberen Ende der Bitburger FußgĂ€ngerzone die Weinhandlung Vinum eröffnet. Eine Weinhandlung im Herzen der Bierstadt Bitburg. Kann das funktionieren? Nun, dass es funktioniert, hat Steinbach das vergangene Jahrzehnt bewiesen. Wobei er sich seinerzeit auf diesen Schritt auch lange vorbereitet hat. „Meine Intention war von Anfang an: Wenn ich Wein verkaufen will, muss ich ihn auch verstehen“, erklĂ€rt Steinbach. Aus diesem Grund hat sich der WeinhĂ€ndler im Vorfeld nicht nur umfassend mit der Materie auseinandergesetzt und unzĂ€hlige Weine verkostet, sondern selbst eigene Erfahrungen als Winzer gesammelt. „Ich habe in Erdorf 100 Reben als Versuchsweinberg angelegt und in dieser Zeit sehr viel gelernt“, sagt der WeinhĂ€ndler.

Ein klares Konzept

Er habe alles penibel geplant und an seinem Konzept bis heute auch nichts geĂ€ndert, erklĂ€rt Steinbach, der in seinem Vinum das Sortiment bewusst auf 120 Basisweine begrenzt hat. „Mir war von Anfang an wichtig, dass ich jeden Wein, den ich verkaufe, auch kontrollieren kann“, sagt er. So werde jeder Tropfen aufs genaueste geprĂŒft, bevor er ins Regal komme. „Mich interessiert nicht nur, wie er schmeckt, sondern auch, ob er handwerklich gut gemacht ist“, so Steinbach.

Das wissen auch seine Kunden, die aus der gesamten Region Trier sowie aus den NachbarlĂ€ndern kommen und unter denen auch viele Gastronomen sind, sehr zu schĂ€tzen. „Alle Weine in meinem GeschĂ€ft sind trinkfertig, mĂŒssen also nicht mehr gelagert werden“, erklĂ€rt Steinbach. Zudem gebe es bei ihm kein Kaufrisiko, fĂŒgt er hinzu. „Wenn jemand mehrere Flaschen von einer Sorte kauft und bei der ersten Flasche merkt, dass es vielleicht doch nicht ganz sein Geschmack ist, kann er den Rest problemlos umtauschen“, sagt der HĂ€ndler. Und fĂŒr Veranstaltungen biete er seinen Wein auf Kommissionsbasis an.

AusgewÀhlte Weine

Steinbach verkauft nur Weine, die auch ihm schmecken. Und dann auch nur von Winzern, die ihm sympathisch sind. Dazu gehören beispielsweise die edlen Tropfen vom Weingut Van Volxem, die Steinbach in seiner Weinhandlung exklusiv vertreibt. Oder aber der Pinot Noir vom badischen Weingut Schloss Neuweier, der bei ihm derzeit ganz hoch im Kurs steht. „Der ist so krĂ€ftig, so intensiv, einfach nur perfekt“, schwĂ€rmt Steinbach. Und auch bei der Suche nach dem richtigen Margaux ist er fĂŒndig geworden. „Vier Jahre lang habe ich nach einem Margaux Ausschau gehalten, der bezahlbar ist und trotzdem große Klasse hat“, so Steinbach. Manchmal braucht es eben seine Zeit, bis das Ergebnis perfekt ist. Das weiß Paul Steinbach als WeinhĂ€ndler nur zu gut.