DEINE TAUFE

Begleiter im Glauben

31.05.2017

Hinter dem Patenamt steht die Idee der geistlichen Elternschaft: Ein Taufpate hilft den Eltern und trägt Mitverantwortung dafür, den Täufling in die Gemeinschaft der Kirche einzuführen und im christlichen Glauben zu erziehen.

Deshalb ist auch Voraussetzung für die Eintragung im Kirchenbuch, dass der Pate katholisch ist – beziehungsweise bei den Protestanten Mitglied einer christlichen Kirche. Ein häufiges Missverständnis heute ist, dass ein Taufpate vor allem zuständig sei für besondere Geschenke an Feiertagen und persönlichen Festen des Täuflings. Die Taufpaten haben die Aufgabe, die menschliche und religiöse Entwicklung des Patenkindes zu begleiten und die Eltern moralisch und in allen Erziehungsfragen zu unterstützen. Dabei bürgt der Pate für den Glauben des Täuflings und ist mit dafür verantwortlich diesen zu formen und zu festigen.

In früheren Zeiten hatten die Taufpaten im Falle des frühen Todes der Eltern eine Fürsorgepflicht für das Kind. Dies wird auch heute noch manchmal gewünscht, aber das Patenamt an sich berechtigt nicht zur Übernahme der Vormundschaft. Diese regelt das Vormundschaftsgericht oder eine notariell verfasste Erklärung der Eltern.

Jeder Täufling braucht im Idealfall mindestens einen Paten, besser zwei. Bei der evangelischen Erwachsenentaufe und wenn es im persönlichen Umfeld keine geeigneten Pateneltern gibt, kommt man dagegen auch ohne Paten aus.