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Ein Streifzug durch den Hunsrück: heute zu Besuch in Berglicht

25.05.2017

Berglicht ist eine aufstrebende Gemeinde mit modernem Dorfgemeinschaftshaus. „Die Kinder sind in die neue Kita eingezogen. Erst Anfang Mai fand die offiziele Einweihungsfeier statt“, berichtet Ortsbürgermeister Gerhard Oberweis. Überhaupt hat man in Berglicht einige Projekte auf den Weg gebracht. Der Ausbau der Industriestraße sei abgeschlossen, das beschleunigte Flurbereinigungsverfahren stehe ebenfalls kurz vor dem Abschluss, so der Ortsbürgermeister. „Die Ortsgemeinde hat im April zusammen mit der Urlaubsregion Thalfang am Erbeskopf und den Berglichter Ortsvereinen die traditionelle Frühlingswanderung der Verbandsgemeinde Thalfang ausgerichtet, an der circa 300 Wanderer teilgenommen haben“, resümiert Oberweis.

Auch in naher Zukunft soll sich, laut Ortsbürgermeister Oberweis, in Berglicht einiges tun. „In den nächsten Jahren sollen noch die beiden Innerortstraßen ‚Moorweg‘ und ‚Im Berg‘ ausgebaut werden. Wir werden uns um die weitere zügige Erneuerung der L 155 von Thalfang bis nach Papiermühle bemühen. Teilweise wurde diese von Papiermühle Richtung Berglicht in den letzten Jahren bereits ausgebaut.“

Zur Zeit sei die Kommunal- und Verwaltungsreform ein großes Thema. „Was wird aus der Verbandsgemeinde Thalfang und wohin orientieren sich die einzelnen Ortsgemeinden der VG? Berglicht möchte selbstständig und im Kreis Bernkastel-Wittlich bleiben, sodass nur eine Anbindung an die Verbandsgemeinde Bernkastel möglich wäre“, wünscht sich der Ortsbürgermeister.

Da ansonsten Berglicht über eine gute Infrastruktur verfüge seien keine weiteren, größeren Projekte, außer dem Ausbau der beiden Innerortsstraßen, geplant.

Ein Blick zurück

Die erste urkundliche Erwähnung von Berglicht stammt aus dem Jahre 1228. Ursprünglich bestand der Ort aus den Teilen Berg (am Hangrücken) und Licht (am Lichterbach). Die Kirche in Berg besaß im Mittelalter eigene Gerichtsbarkeit und war Mutterkirche für viele Pfarreien im heutigen Dekanat Morbach. Die jahrhundertelange Herrschaft der Grafen von Hunolstein endete schließlich durch die Französische Revolution um 1800. Nach dem Ende der französischen Herrschaft kam der Ort 1815 zum Königreich Preußen. Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Bis zur kommunalen rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform von 1969 gehörte der Ort zum Landkreis Bernkastel.