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Jugend vor der Berufswahl

Motto: Der Kunde ist König

Auch im Bereich Textil und Mode werden motivierte Auszubildende und Mitarbeiter immer gesucht.
20.05.2017

Wo es etwas zu kaufen gibt, sind Kaufleute im Einzelhandel meist nicht besonders weit. Egal ob Supermarkt, Modehaus, Elektro-Fachgeschäft oder sogar Tankstellenshop – in allen Sparten des Einzelhandels stehen sie ihren Kunden freundlich und zuvorkommend zur Seite. „Der Kunde ist König“, dieses Motto haben sich Kaufmänner und Kauffrauen im Einzelhandel markant auf die Fahnen geschrieben.

Ihre Kernaufgabe ist es, Kundennachfrage und Warenangebot zusammenzuführen. Infolgedessen sind sie auch in die betriebliche Verwaltung und Organisation eingebunden: Kaufleute im Einzelhandel kennen sich im Warenwirtschaftssystem aus, überwachen Bestände und kontrollieren Warenbewegungen. Kaufleute im Einzelhandel arbeiten meist in Einzelhandels-Geschäften in den Bereichen Verkauf, Lager und Einkauf, stehen im direkten Kontakt mit Kunden, Zwischenhändlern und Zulieferern, beraten Kunden zu Konsumgütern aller Art und haben Teil an der Warenbeschaffung: Sie ermitteln benötigte Ware und organisieren die Einkäufe.

Sie unterstützen die Sortimentsgestaltung und Sortimentsplanung, führen Verwaltungs- und Organisationstätigkeiten durch, beschäftigen sich mit Werbung und Verkaufsförderung und kümmern sich um Ladendekoration und Warenpräsentation. Kaufleute im Einzelhandel begleiten eine Ware auf dem gesamten betriebsinternen Weg von der Anlieferung zum Konsumenten: Sie führen Bestellungen durch, nehmen Lieferungen entgegen und überprüfen diese auf Menge und Qualität.

Anschließend lagern sie die Güter fachgerecht ein, kümmern sich um die sachgerechte Bestückung der Auslagen und sorgen für die Sauberkeit der Verkaufsräume. Im Verkaufsbereich stehen Kaufleute im Einzelhandel im direkten Kundenkontakt, sei es im Food-Bereich (Lebensmittel) oder im Non-Food-Bereich (alles außer Lebensmittel). Hinter den Kulissen – bei der Warenbeschaffung und Sortimentsgestaltung – sind ihre Ansprechpartner wiederum die Zwischenhändler.

Als Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel muss man eine Brücke zwischen beiden „Welten“ schlagen können: Wenn zum Beispiel ein Kunde einen Artikel im Sortiment vermisst, sollte man wissen, wie man ihn besorgt.

Mit Kunden kommunizieren und Notizen verfassen, Angebote schreiben und Mails beantworten – das setzt Sprachvermögen voraus.

Wer zudem Tag für Tag mit Preisschildern, Kassenbons und/oder komplexen kaufmännischen Kalkulationen hantiert, für den ist mathematische Sicherheit unverzichtbar.

Über diese Grundqualifikationen hinaus erwarten die Betriebe Kundenorientierung und Servicedenken.

Den richtigen Ausbildungsplatz finden

20.05.2017

Bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz stehen Schulabgängern eine Reihe von verschiedenen Informationsquellen zur Verfügung. Je mehr dieser Quellen für die Recherchen genutzt werdnen, desto differenzierter wird das Bild, das man für die berufliche Zukunft zeichnen kann.

Wer rechtzeitig Vorteile und Nachteile der einzelnen Job-Möglichkeiten abwägt, der minimiert die Wahrscheinlichkeit, später eine Enttäuschung zu erleben. Nutzen sollte man daher Beratungsangebote wie etwa jene von der Bundesagentur für Arbeit ebenso wie Gespräche im Familien- und Freundeskreis. Eine immer wichtigere Informationsquelle für die erste Orientierung im Berufsleben bietet das Internet.

Vorbereitung, Planung, Organisation

Die Ausbildungsexperten der Bundesagentur für Arbeit raten, frühzeitig mit derAusbildungsplatzsuche zu beginnen. Spätestens im vorletzten Schuljahr vor dem angestrebten Abschluss sollten Schulabgänger sich Gedanken über die Berufswahl machen.

Die konkrete Bewerbung auf Stellen sollte nach den Angaben der Experten der Arbeitsagentur „am besten ein Jahr“ vor Beginn der Ausbildung erfolgen. Um sich gut darauf vorzubereiten, sollte man sich die einzelnen Schritte aufschreiben und mit festen Terminen versehen, an denen die nötigen Entscheidungen getroffen und die darauf folgenden Teilziele abgehakt sein müssen. Dafür bietet sich folgende grobe Gliederung als Masterplan zur Bewerbung an:

Den passenden Beruf frühzeitig finden

Die Wahl des Ausbildungsberufs ist keine Entscheidung, die man auf die leichte Schulter nehmen sollte. Schließlich legen Sie sich mit der Auswahl für das weitere Berufsleben zumindest auf eine Richtung fest. Auf der anderen Seite ist die Wahl einer Ausbildung, die einem nicht gefällt, auch kein Beinbruch, da man sich immer noch neu orientieren kann. Um Enttäuschungen zu vermeiden und möglichst auf Anhieb einen passenden Beruf zu finden, sollte man eigene Stärken und Schwächen und vor allem Interessen ehrlich sich selber gegenüber analysieren. So können bereits Vorlieben in der Freizeit einen Anhaltspunkt für das Berufsleben bieten. Organisieren Sie gerne etwas, oder sind Sie handwerklich geschickt? Vielleicht sprechen Sie ja auch bereits mehrere Fremdsprachen. Egal was es ist, auf jeden Fall zeigen sich darin bereits erste Stärken, die Sie bei der Berufswahl nutzen können. Im Gespräch mit Verwandten und Freunden, können Sie deren Einschätzung Ihrer Fähigkeiten erfahren und möglicherweise verborgene Talente entdecken.

Beratungsangebote nutzen

Professionellen Rat erhalten Jugendliche bei den speziell ausgebildeten Experten der örtlichen Agentur für Arbeit. Ein erster Eindruck bietet das Berufswahl-Programm Berufe-Universum.

Dieses können Schüler entweder auf speziellen Rechnern der Agenturen oder direkt auf der Webseite www.planet-beruf.de nutzen. Im Berufe-Universum können sie rund 500 Berufe erkunden.

Dabei wird in einem ersten Schritt festgestellt, welche Berufe zu den individuellen Interessen passen, in einem zweiten Schritt werden dieBerufsprofile mit den Stärken abgeglichen. Im dritten Schritt erfahren Schüler mehr über die schulischen Voraussetzungen für die ausgewählten Berufe. Umfangreiche Informationen und Beratungsmöglichkeiten bieten auch die Berufsinformationszentren (BIZ) der Bundesagentur für Arbeit.

Wo das nächste Berufsinformationszentrum liegt, zeigt die Webseite der Bundesagentur für Arbeit unter www.arbeitsagentur.de. Sinnvoll ist zudem ein persönliches Gespräch mit einem Experten der Berufsberatung der Arbeitsagenturen. Diese können mit ihrem Wissen und Erfahrung viele Fragen beantworten und hilfreiche Tipps für die Praxis geben.

Wunschberuf wählen – und Alternativen beachten

Wenn man erst einmal einen Wunschberuf gefunden hat, sollte man sich allerdings nicht ausschließlich auf diese einzige Option versteifen. „Bevor Du nur an einem Beruf festhältst, überleg Dir noch zwei bis drei andere Berufe, die Dir auch gefallen könnten. Man weiß ja nie…“, so die Experten der Arbeitsagentur. Im Internet finden Schulabgänger unter www.berufenet.arbeitsagentur.de auf einen Klick viele weitere ähnliche Berufe, die zum Wunschberuf passen.

Ausbildungsplätze finden

Nach der Wahl des Berufswunsches geht die Suche nach geeigneten Ausbildungsplätzen los. Eine wichtige Informationsquelle sind die Stellenanzeigen in den regionalen Tageszeitungen. Vor allem am Wochenende inserieren hier Unternehmen ihre offenen Ausbildungsstellen.

Viele potenzielle Arbeitgeber präsentieren sich dem beruflichen Nachwuchs auch auf speziellen Messen oder veranstalten einen Tag der offenen Tür, an dem sich Interessenten direkt vor Ort über das Unternehmen informieren können. Gute Ansprechpartner für junge Menschen auf der Suche nach ihrem beruflichen Weg sind auch die Vertretungen der Handels-, Industrie und Handwerkskammern. Diese beschäftigen in der Regel in ihren Filialen speziell geschulte Berufsberater und helfen bei der Suche nach Ausbildungsplätzen.

Hilfreich sind auch Online-Datenbanken, die immer häufiger von Unternehmen als Rekrutierungsquelle genutzt werden. Dazu gehört etwa die Jobbörse auf der Webseite der Arbeitsagentur. Unter dem Logo der „Jobbörse“ kann man im Feld „Sie suchen“ unter „Ausbildung“ im gewählten Wunschberuf nach freien Ausbildungsplätzen suchen.