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Morbach-Wederath: Einweihung des neuen Gemeindehauses

Gelungene Verjüngung eines ortsbildprägenden Gebäudes – Fest am Samstag, 20. Mai, 11 Uhr

18.05.2017

Endlich ist es so weit: In Wederath, Ortsbezirk von Morbach, wird am Samstag, 20. Mai, ab 11 Uhr groß gefeiert. Nach jahrelangen Überlegungen und Planungen weihen die rund 200 Bürger ihr binnen fünf Jahren neugestaltetes Gemeindehaus ein. 560 243 Euro hat die Gemeinde sich das kosten lassen. 155 381 Euro steuerte das Land bei. Doch 72 Prozent, exakt 404 862 Euro, trägt die Gemeinde selbst. Enthalten darin ist die hohe Eigenleistung der Bürger, die sich entsprechend auf 52 258 Euro beläuft. „Die Leute waren immer da“, würdigt Ortsvorsteher Dieter Blatt das unentgeltliche Engagement, geleitet von Michael Petry. Es begann vor etwa fünf Jahren mit dem Abriss der Innenwände und der Decke zwischen Erdgeschoss und Keller. Das gesamte Projekt sei viel Arbeit gewesen und auch teuer geworden. Aber dafür wandelte sich das 1936 erbaute Haus zu einem modernen Gebäude für alle Generationen. Damit es barrierefrei ist, wurde der Boden des Erdgeschosses tiefer gelegt, womit die Stufen am Eingang verschwanden. Die Fenster des Saals für 90 Personen wurden in ihrer Höhe angepasst. Nur das am Giebel blieb unverändert – mit Rücksicht auf die Außenoptik, weshalb auch das alte Natursteinpflaster neu verlegt wurde. Komplett neu sind die Dacheindeckung, die an den Saal angrenzende moderne Küche und die Toiletten. Letzere zogen vom Keller ins Erdgeschoss, was ebenso wie die abgerissene alte Treppe Platz für die Jugendlichen des Dorfes schafft. Deren Raum im Untergeschoss verfügt ebenfalls über eine kleine Küche und eigene Toiletten. Außerdem wurden sämtliche Leitungen wie für Strom und Wasser erneuert genau wie die Heizung, wobei es sich auszahlte, dass ein aus Wederath stammender Installateur den Zuschlag erhielt.

 

Noch nicht ganz fertig ist das bereits gedämmte Obergeschoss, das als Abstellraum wie für alte Lernmittel oder Schulbücher gedacht ist. Früher spielte sich das Gemeindeleben auf dieser Etage ab, im Versammlungsraum, dem späteren Bürgersaal. Dort trafen sich Vereine wie die Frauengemeinschaft, um gemeinsam zu stricken oder Fastnacht zu feiern.

 

Erste Überlegungen, das Haus zu modernisieren, liegen laut Dieter Blatt weit über 20 Jahre zurück. Ab 2007 schienen Umbau und Sanierung dann greifbar nah, was sich aber hinziehen sollte. Denn die heiße Phase der Arbeiten startete erst 2013. Das Gemeindehaus, bis 1966 Dorfschule mit Lehrerwohnung, sei seines Wissens in der früheren Verbandsgemeinde das erste gewesen und nun eben zuletzt saniert worden, sagt Blatt. Doch dafür kann es sich wirklich sehen lassen. Geglückt ist das zwei Dutzend beteiligten Unternehmen, die – vom Architektur- und Ingenieurbüro Ingolf Herlach über die Handwerker bis zum Inneneinrichter – Hand in Hand arbeiteten.

 

Zu der Einweihungsfeier sind ausdrücklich nicht nur alle freiwilligen Helfer eingeladen, sondern die gesamte Bevölkerung. Erwartet wird auch Thomas Linnertz, Präsident der Trierer Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion.