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Landwirtschaft heute und morgen

Digitalisierung erleichtert die Arbeit

Das Melken der Kühe wurde früher von Hand gemacht. Heute gibt es dafür spezielle Maschinen und Melkroboter. Foto: Harry Hautumm/pixelio.de
12.05.2017

In immer mehr Betrieben ist der landwirtschaftliche Alltag geprägt von Informatik und Elektronik. Sei es Pflanzenschutz oder aber Wettervorhersage: die digitalen Anwendungen sind allgegenwärtig. Für die so genannte Präzisionslandwirtschaft sind Landmaschinen schon längst mit intelligenten Technologien bestückt. Automatisierte Arbeitsprozesse erleichtern die Arbeit auf Feld und Hof. Und das Ende der Digitalisierung ist längst nicht erreicht.

Verschiedenste Prozesse und Akteure werden durch vielfältige Informationen immer weiter miteinander vernetzt. Die IT-Dienstleister, Landtechnikhersteller und Berater spielen dabei auf den Höfen eine immer größere Rolle.

GPS-Technik

Eines der Gebiete, auf denen die Landwirtschaft schon lange tätig ist, ist der Einsatz der GPS-Technik. In Verbindung mit entsprechenden Computerprogrammen konnten so für den Traktor und selbstfahrende Erntefahrzeuge der Fahrweg optimiert und Treibstoff eingespart werden.

Cloud-Computing

Wetter-Apps auf dem Smartphone, Datenmanagementsysteme, ja sogar Drohnen helfen den Landwirten inzwischen dabei, Boden- und Ernteverfahren zu optimieren. Selbst das Cloud-Computing, das den Zugriff auf eigene Daten jederzeit und an jedem Ort ermöglicht, hat längst Einzug in die Landwirtschaft gehalten. Für die Grund- und Stickstoff-Düngung beispielsweise, ermöglichen Cloud-Lösungen, Pflanzen besser und effizienter zu versorgen. So können komplexe Prozessabläufe wie die Silomais- oder aber Zuckerrübenernte in Echtzeit überwacht und gemeinschaftlich organisiert werden.

Futter- und Melkroboter

Im Stall sorgen inzwischen Futter- und Melkroboter, Messeinrichtungen zur Milchinhaltsstoffbestimmung oder aber Klimaführungssysteme für eine Arbeitserleichterung, aber auch für bessere Lebensbedingungen der Tiere. Zudem kann durch neue Entwicklungen in der Sensortechnik das Tierverhalten ermittelt und bewertet werden. Effizienz und Effektivität müssen dem Tierwohl also nicht entgegenstehen.

Smart Farming

Neben der möglichst optimalen und präzisen Steuerung von Prozessen (Precision Farming), spielt auch das Smart Farming eine immer größere Rolle. Unter Smart Farming versteht man die Verbindung technischer Möglichkeiten mit den individuellen Bedürfnissen der Landwirtschaft. Durch ein intelligentes Wissens- und Datenmanagement soll möglichst ressourcenschonend und effizient gearbeitet werden. Dazu werden die Hard- und Software immer weiter optimiert. Aus der einstigen Feldarbeit ist längst ein Logistikprozess geworden, in dem der Einsatz der Geräte immer besser aufeinander abgestimmt wird.