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Seniorenzentrum AGO Piesport: Kursreihe in Sachen Demenz: „Begleitung im Andersland“

Birgit Bartos (r.), im Seniorenzentrum AGO Piesport Leiterin Sozialer Dienst, im Gespräch mit Carmen Lehnert, die sich als freiberufliche Physiotherapeutin für die Demenz-Kursreihe interessiert.Kleines Foto oben l.: Sie begleiten die Kursreihe Demenz für das Seniorenzentrum AGO Piesport: Birgit Bartos (r.), Leiterin Sozialer Dienst, und Nachfolgerin Nina Siry.
05.05.2017

Vor allem Angehörige sind willkommen zum ersten von sieben Modulen der kostenlosen Kursreihe im Seniorenzentrum AGO Piesport.

Alzheimer-Erkrankungen stehen am Dienstag, 2. Mai, im Mittelpunkt von Teil Eins einer wöchentlichen Vortragsreihe zum Thema Demenz. Insbesondere Angehörige werden an diesem und sechs folgenden Abenden Wissenswertes erfahren: am 2. Mai vor allem über Zahlen, Diagnose, Behandlung und verschiedene Demenzformen.

In Deutschland erhalten etwa 70 Prozent der an Demenz erkrankten Menschen die Diagnose Alzheimer. Daher steht sie – neben weiteren Formen – im Fokus der kostenlosen Kursreihe „Begleitung im Andersland“ von Wörheide Konzepte.

Diplom-Gerontologin Reinhild Wörheide befasst sich seit zehn Jahren intensiv mit diesem Thema, für das bundesweit mehr als 300 Dozenten sensibilisieren und Hilfen aufzeigen. Angehörige sollen eine Anlaufstelle erhalten, in der sie beraten werden oder sich auch austauschen können. Denn schon das Gespräch mit Anderen kann hilfreich sein, wie sich bei der vorab angebotenen Informationsveranstaltung im Seniorenzentrum AGO Piesport zeigte.

Von Dozentin Simone Püschel ermutigt, berichteten Betroffene von persönlichen Erfahrungen, womit sie anderen erkennen ließen, doch nicht so ganz alleine dazustehen. „Irgendwie ist man total hilflos und überfordert“, sagte eine Angehörige, was in der Runde ebenso Zustimmung fand wie die Aussage eines Mannes, dessen Frau an Demenz erkrankt ist. Er erhofft sich von dem Kurs Antworten auf Fragen wie, „was mache ich jetzt falsch und wie macht man es richtig“.

Simone Püschel betonte zudem, wie wichtig es sei, dass Angehörige „sich nicht selber vergessen“. Denn nur so seien sie imstande, ihren Angehörigen auf Dauer zu helfen.

Kern der interaktiven Schulungsreihe des Wörheide Konzeptes sind eine „ausführliche Vermittlung von Inhalten und die soziale Komponente“. Pflegefähigkeit und Selbstpflegekompetenz sollen gestärkt und die Lebens- und Pflegequalität verbessert werden.

Weitere Themen zum vormerken

9. Mai: Frühes Stadium (des Vergessens): Auffälligkeiten, Verhalten. 16. Mai: Mittleres Stadium (der Verwirrtheit): Umgang, Kommunikation. 23. Mai: Spätes Stadium (der Hilflosigkeit): Pflege erlernen.

30. Mai: Pflegeversicherung, Entlastungsmöglichkeiten. 6. Juni: Rechtliche Aspekte. 13. Juni: Mut machen, wie geht es weiter? Alle Termine dienstags, 19 Uhr bis zirka 21 Uhr, Café & Bistro Weinstübchen, Seniorenzentrum, Steingasse 38.

05.05.2017