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Mit Umweltwärme und Wärmepumpe zum Gewinner der Energiewende werden

02.05.2017

Nach dem Willen der Bundesregierung soll der Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2050 auf 80 Prozent anwachsen. Neben dem Ausbau von Wind-, Sonnen- und Wasserkraft ist daf√ľr auch ein weit enger gekn√ľpftes und schnelleres Stromnetz unerl√§sslich, das k√ľnftig auch noch intelligent werden wird und mit dem Verbraucher kommunizieren soll.

Am Ende der Leitung sollen dann auch intelligente Elektroger√§te und Stromz√§hler sitzen. Mit der SmartGrid-ready Technik werden Verbraucher schon bald g√ľnstige Stromtarife nutzen k√∂nnen, wenn im Netz √úberkapazit√§ten zur Verf√ľgung stehen, weil die Sonne √ľberall scheint oder der Wind weht. Steht dagegen nachts oder an windstillen Tagen wenig Strom zur Verf√ľgung, steigt der Tarif und clevere Elektroger√§te gehen einfach vom Netz, bis der Preis wieder sinkt.

Mit dieser Steuerung sollen Schwankungen in den Stromnetzen so weit wie m√∂glich gegl√§ttet und eine hohe Versorgungssicherheit hergestellt werden. Wichtig ist es aber auch, M√∂glichkeiten zur Speicherung von Strom zu finden. Aktuell bereits mit hoher Effizienz funktioniert das √ľber gr√∂√üere Warmwasserspeicher mit W√§rmepumpe zur Versorgung der Heizung und des Brauchwassers.

W√§rmepumpen nutzen Strom bereits heute mit hoher Effizienz zur W√§rmeerzeugung. Denn nur rund ein Viertel der Energie f√ľr die W√§rmepumpe stammt aus der Steckdose, drei Viertel dagegen aus Umweltw√§rme, je nach Modell kann das die Umgebungsluft, Erdw√§rme oder Grundwasserw√§rme sein. Die W√§rmepumpe bietet die M√∂glichkeit, W√§rme auf Vorrat anzulegen und dann zu nutzen, wenn der Strom im Netz teuer ist.

Pufferspeicher legt W√§rmevorrat f√ľr teure Zeiten an

Bei normalem Stromangebot sorgt die Steuerung daf√ľr, dass stets die gew√ľnschte Heizwasser-Normaltemperatur im Speicher zur Verf√ľgung steht, die beispielsweise bei 35 oder 50 Grad liegen kann. Ist der Stromtarif aufgrund des Angebots im Netz g√ľnstig, wird der Warmwasserspeicher durch die W√§rmepumpe auf eine erh√∂hte Solltemperatur gebracht, die zum Beispiel bei 65 Grad festgelegt werden kann. Das warme Wasser im Speicher √ľbernimmt dann die Versorgung der Heizung und der Wasser-Entnahmestellen mit warmem Brauchwasser, wenn die Stromtarife hoch sind, und die W√§rmepumpe kann in dieser Zeit auf Standby gehen.

Strom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage sinnvoll selbst nutzen

Die SmartGrid-ready Technik mit W√§rmepumpe kann aber bereits vor der fl√§chendeckenden Einf√ľhrung der intelligenten Stromnetze zum Sparen genutzt werden. Denn nach dem gleichen Funktionsprinzip l√§sst sich auch selbst erzeugter Solarstrom bevorzugt nutzen. Pufferspeicher und W√§rmepumpe k√∂nnen derart geregelt werden, dass diese immer dann die Energie der Umweltw√§rme auf Vorrat erzeugen, wenn die Sonne scheint und die eigene Photovoltaikanlage auf dem Dach ausreichend Strom f√ľr den Betrieb der W√§rmepumpe liefert. Nachts und wenn sich die Sonne hinter dicken Wolken verbirgt, nutzt das Haus den vorhandenen W√§rmevorrat, um seine Bewohner zu versorgen. Die Nutzung des Solarstroms durch eine W√§rmepumpe rechnet sich aufgrund der hohen Energieeffizienz der Technik besonders gut, denn drei Viertel der erzeugten Energie stammen aus kostenloser Umweltw√§rme, nur rund ein Viertel aus Elektrizit√§t. √úbersch√ľssiger Strom aus der Solaranlage wird wie gewohnt an das Netz abgegeben.