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Im Porträt: Lorscheid – Bescheid – Hinzert-Pölert

Lorscheid: Die Ortsansicht zeigt, was das Dorf schon optisch ausmacht.
28.04.2017

Die Dörfer Lorscheid und Bescheid sind gerade mal drei Kilometer voneinander entfernt und von Hinzert-Pölert knapp neun. Daher liegen sie alle gleichermaßen idyllisch.

Mit der dörflichen Infrastruktur glänzt vor allem Lorscheid, wo es den gemeinsamen Kindergarten mit Herl und Farschweiler gibt. Möglichst bald soll dort der Spielplatz erneuert werden, wofür auch neue Spielgeräte gekauft werden sollen. Die für Kinder unter drei Jahren könnten eventuell noch im Laufe des Jahres aufgestellt werden. Die Kosten dürften sich in einem größeren fünfstelligen Bereich bewegen. Investiert wird aber auch in Lorscheids Straßen. In der „Kreuzfelder“ und der parallelen Wasserfelderstraße werden Fahrbahn, Kanal- und Wasserleitungen für ein bis zwei Millionen Euro erneuert. Bei anderen Vorhaben im Dorf packen immer wieder Bürger bereitwillig mit an. Doch auch gefeiert wird gern in Lorscheid. Vor allem die Kirmes, in diesem Jahr vom 20. bis 22. Mai, oder der Bratwurstburger-Cup, 25. Mai. Die Kirmes richten die engagierten Vereine abwechselnd aus: mal Feuerwehr-Förderverein und VfB, Verein für Ballspiele, mal Gemischter Chor oder Reservistenkameradschaft. Darüber hinaus sind aktiv: Heimat- und Verkehrsverein, Kinderchor, Jugendgruppe, Frauenverein, Grasflitzer, Aquarellmal-, Töpfer- und Gymnastikgruppen.

Einiges los ist auch in Bescheid. Das Ausflugslokal Forellenhof hat neu eröffnet und für den Reiterhof fand sich ein kompetenter Pächter. Mit dem neuen Heimatverein Mehrgenerationenservice gibt es zudem Engagierte, die das geplante Dorf-Café im ehemaligen Dorfladen ehrenamtlich betreiben wollen. Bewährt hat sich der Fördertopf der Gemeinde, die in Altbauten investierende Hauseigentümer unterstützt. Jüngstes Beispiel ist eine Familie mit eigener Musikschule, die nach Bescheid zieht. Unabhängig will Bescheid teilnehmen beim Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ und Neubauland erschließen.

In Pölert, Ortsteil von Hinzert-Pölert, ist das nun geschafft. „Auf der Küchenflur“ legen die ersten Bauherren los. Leerstände gibt es in keinem der Ortsteile, was mit motiviert, den Pölerter Spielplatz mit neuen Geräten – Rutschbahn, Nestschaukel und Balancierbalken – aufzuwerten. Das nächste Fest steht mit der Hinzerter Kirmes, 24. und 25. Juni, an. Gefeiert werden soll aber auch der 60. Geburtstag der Mariengrotte und 2019 der 50. des Zusammenschlusses beider Dörfer. Ob bis dahin ein attraktiver zehnminütiger Fußweg durch das optisch trennende Tal verbinden wird, ist – anders als die Ruwer-Hochwald-Radweg-Anbindung – ungewiss.