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Mit Fahrrad und E-Bike in den Frühling

Mit dem Pedelec üben oder einen Fahrradkurs besuchen

Mit dem E-Bike lassen sich auch höher gelegene Wege und Sehenswürdigkeiten erkunden. Foto: www.pd-f.de/winora staiger
26.04.2017

In Deutschland steigt die Zahl der Menschen stetig an, die mit dem Fahrrad unterwegs sind. Sei es für den Weg zur Arbeit oder aus Spaß an der Bewegung an der frischen Luft – Radfahren hält gesund und schont die Umwelt. Speziell bei der älteren Generation liegen E-Bikes und Pedelecs im Trend: Durch die Elektromotorunterstützung können auch größere Entfernungen zurückgelegt werden, Berge verlieren ihren Schrecken, der Transport von Einkäufen etwa lässt sich leichter bewältigen. Die Schattenseite: Dem positiven Rad- und Pedelectrend bei Senioren, Radfahrende im Alter von 65 Jahren und älter, stehen hohe Unfallzahlen gegenüber.

Viele Senioren, die aus unterschiedlichen Gründen bisher auf das Fahrrad verzichtet haben, wollen mit einem E-Bike oder Pedelec nun auch am Radverkehr teilnehmen. „Einsteiger sind sich des Risikos einer erhöhten Verletzungsschwere aufgrund höherer Geschwindigkeiten nicht bewusst“, warnt Cornelia Bamberg, Referatsleiterin beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR). Auf eine Fahrt mit dem E-Bike oder Pedelec sollten sich ältere Menschen gut vorbereiten, auf keinen Fall solle man einfach aufsteigen und losfahren. Dies gilt aber auch für die Fahrt mit herkömmlichen Fahrrädern nach längerer Fahrradabstinenz. Wer als älterer Mensch zum ersten Mal ein E-Bike oder Pedelec benutzt, sollte sich vorher unbedingt mit dem Rad vertraut machen. Zu Beginn ist es ratsam nur mit geringer Motorunterstützung zu fahren. Auf einem leeren Parkplatz sollte das Bremsen, Schalten, Anfahren und Kurven fahren geübt werden, bevor es in den Realverkehr geht.

E-Bikes: Rückenwind für jedermann

26.04.2017

E-Bikes sind im Alltag etabliert. Das ist Fakt. Die Verkaufszahlen sprechen Bände. 605 000 E-Bikes wurden allein in der Fahrradsaison 2016 verkauft – ein Zuwachs von 13 Prozent zu 2015.

Der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) schätzt, dass rund drei Millionen E-Bikes in Deutschland unterwegs sind. Tendenz weiter steigend. Rund 98 Prozent aller verkauften Elektroräder sind laut ZIV sogenannte Pedelecs. Der Motor unterstützt dabei nur, wenn man in die Pedale tritt und bis maximal 25 km/h. Die Räder sind mit einem 250-Watt-Motor ausgestattet und rechtlich Fahrrädern gleichgestellt. Das bedeutet: keine Helmpflicht und Fahren auf Radwegen ist erlaubt. Durch die höheren Geschwindigkeiten der Räder raten Experten jedoch, einen Helm zu tragen und spezielle Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer zu nehmen. Die beliebtesten Radgruppen sind laut ZIV E-City-Räder mit einem Marktanteil von 45 Prozent und E-Trekkingräder mit einem Anteil von 35,5 Prozent. Aber es gibt kaum noch ein Fahrradsegment, dass ohne E-Unterstützung auskommt.

Der Wochenendausflug führt mit E-Bikes nicht mehr nur am Fluss entlang oder ist nach 20 Kilometern erledigt. Die Räder laden ein, andere Wege und Sehenswürdigkeiten zu erkunden – was die Hotspot-Jagd neu eröffnet. Auf Reisen ergeben sich komplett neue Eindrücke von der Region, wenn man etwas abseits der gängigen, stark frequentierten Radwege fahren kann. Selbst wenn ein bisschen Kondition fehlt, kann die Tour dank E-Motor verlängert werden.

Ein buntes Beispiel für den Imagewandel ist die wachsende Gruppe von E-Mountainbikern. Der ZIV gibt für deren Marktanteil 2015 rund 15 Prozent an. Bergauf können sie komplett neue Wege und Trails erkunden. Die Räder machen also nicht nur Lust auf Downhill, sondern auch auf Uphill – und die Zielgruppen werden jünger. Mit E-Mountainbiken wird das Geländefahren neu definiert und zu einem eigenen Sport. Rennserien, Kräftemessen bei Events oder auch erste spezialisierte E-MTB-Strecken in Bikeparks sind im Entstehen.