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Fachkräfte gesucht: IT-Berufe

IT-Berufe – Zukunfstberufe

Eine Sprache, die nur die Spezialisten beherrschen – für IT-Fachkräfte sind solche Zeilen kein Gehmeinis.
15.04.2017

Heutzutage geht nichts mehr ohne Informationstechnik. Rund um IT gibt es verschiedene Berufe. Für manche braucht man Programmierkenntnisse, für andere eher technische Begabung oder Interesse an kaufmännischen Tätigkeiten. Sicher ist, dass IT-Berufe Zukunfsberufe sind.

1997 kamen sie auf den Markt. Seitdem werden sie immer gefragter: IT-Berufe. Informationstechnologien stehen für Jobs mit Perspektive. Gesucht werden Programmierer und Techniker, aber auch Kaufleute, welche die entwickelte Technik verkaufen. Die vier Ausbildungsgänge IT-Systemelektroniker, Fachinformatiker, IT-Systemkaufmann sowie Informatikkaufmann haben ab September 1997 die bisherigen Ausbildungsberufe DV-Kaufmann und Kommunikationselektroniker ersetzt.

„Die Berufsaussichten in der IT-Branche sind hervorragend. Die Unternehmen haben in den vergangenen fünf Jahren mehr als 100 000 neue Arbeitsplätze geschaffen, gleichzeitig gibt es einen anhaltend hohen Fachkräftemangel mit rund 40 000 offenen Stellen für IT-Spezialisten“, sagt Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien).

Eine Branche mit verschiedenen Aspekten

IT-Berufe drehen sich in der Regel zwar um Computer, Smartphones oder Programme, doch bei der Wahl, worauf man sich im Endeffekt spezialisiert, muss man sich alles andere als einschränken. Wer sich zum Besipiel dafür interessiert, was man alles mit einem Computer erledigen kann, welche Aufgaben und Funktionen, der könnte den Weg der Programmentwicklung auswählen. Dann kann man sich für eine Ausbildung als IT-Systemkaufmann oder mathematisch- technischer Softwareentwickler entscheiden. Wenn man eher Interesse an der Hardware, an elektrischen Schaltungen und Computerchips hat, dann macht ein duales Studium in der Elektro- und Informationstechnik Sinn.

Ein IT-Beruf kann sowohl dual als auch schulisch erlernt werden. Sicher ist aber: Für einen IT-Beruf reicht es nicht, wenn man nur gern im Internet surft. Voraussetzungen für diese Berufe sind mathematisches und technisches Verständnis, Sorgfalt und Planung. Gefragt sind dabei aber nicht nur Fachkenntnisse im eigentlichen Kerngebiet, sondern auch Soft Skills wie zum Beispiel Teamgeist und Kommunikationsbereitschaft. Gleichermaßen wichtig für alle IT-Ausbildungsberufe ist die Bereitschaft, sich dauernd über die neuesten technischen Entwicklungen im Bereich der Informationstechnologien auf dem Laufenden halten, zum Beispiel durch das Lesen von Fachliteratur, den Besuch von IT-Messen und Fachtagungen oder die Teilnahme an Lehrgängen, etwa im Bereich Softwareentwicklung. Das umfassende und vielfältige Angebot an Weiterbildungen im IT-Bereich bietet aber auch viele Möglichkeiten, beruflich voranzukommen und in Führungspositionen zu gelangen, etwa durch Aufstiegsweiterbildungen. Egal für welchen Ausbildungsweg man sich entscheidet: Eine Lehre in der Computerbranche gilt als anspruchsvoll.

IT-Spezialistinnen gesucht

Die IT-Branche war von Anfang an eine eher männliche geprägte Domäne. Laut Bitkom liegt der Frauenanteil bei nur rund 15 Prozent, das heißt auf sechs männliche IT-Spezialisten kommt eine Frau. In den vergangenen Jahren haben sich stetig mehr Mädchen und Frauen für IT und technische Berufe begeistert. So ist der Frauenanteil bei den Erstsemestern im Informatik-Studium zuletzt auf den Rekordwert von fast einem Viertel (23 Prozent) gestiegen. Die Informatik liegt damit deutlich vor den traditionellen Ingenieurwissenschaften Maschinenbau und Elektrotechnik. „Die zahlreichen Initiativen von Politik und Wirtschaft aus den vergangenen Jahren tragen Früchte“, so Rohleder. In der beruflichen Bildung ist der Trend weniger erfreulich. Bei den IT-Ausbildungsberufen stagniert der Anteil weiblicher Azubis bei acht Prozent.

Ausbildungsberufe in der IT

15.04.2017

IT-System-Elektroniker planen und installieren Systeme der Informations- und Telekommunikationstechniken, einschließlich der entsprechenden Geräte, Komponenten und Netzwerke. Sie installieren die Stromversorgung und die Software und nehmen die Systeme in Betrieb. Sie realisieren kundenspezifische Lösungen durch die Modifikation von Hard- und Software, analysieren Fehler und beseitigen Störungen. Typische Anwendungsgebiete sind zum Beispiel Computersysteme, Festnetze, Funknetze, Endgeräte oder Sicherheitssysteme.

Fachinformatiker sind für die Planung und die Konfiguration von IT-Systemen verantwortlich. Dazu gehört das Installieren und Einrichten von Hardwarekomponenten, Betriebssystemen und Netzwerken entsprechend den Kundenanforderungen. Bei auftretenden Störungen sind sie mit modernen Diagnosesystemen zur Stelle und helfen den Nutzern bei Anwendungsproblemen.

IT-System-Kaufleute stellen Kunden informations- und telekommunikationstechnische Lösungen zur Verfügung. Sie führen Projekte zur Einführung oder Erweiterung von IT-Infrastruktur in kaufmännischer, technischer und organisatorischer Hinsicht durch. IT-System-Kaufleute arbeiten vornehmlich in Vertrieb und Beratung, erbringen Serviceleistungen und stehen den Kunden als zentrale Ansprechpartner zur Verfügung. Sie beobachten den Markt für IT-Systeme und setzen Marketingmaßnahmen um. Typische Einsatzgebiete sind zum Beispiel Branchensysteme, Standardsysteme, technische Anwendungen, kaufmännische Anwendungen oder Lernsysteme.

Informatikkaufleute beschaffen informations- und telekommunikationstechnische Systeme, die sie verwalten. Auch die Mitwirkung bei der Erstellung individueller Systeme gehört zu ihren Aufgaben. Sie weisen Benutzer in neue Funktionen von Hard- und Software ein und führen Schulungen durch. Arbeitgeber sind vor allem Unternehmen der IT-Branche sowie Unternehmen mit eigenen IT-Abteilungen.