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Saisonstart Eisdielen

Eisessen: Eine Erfahrung für alle Sinne

06.04.2017

Warum schmeckt Eis allen unabhängig vom Alter so gut? Eine Studie, die von der GfK aus Nürnberg zum Verhalten einer Gruppe von Eisverbrauchern zwischen 16 und 60 Jahren durchgeführt wurde, lässt keine Zweifel: Eis schmeckt auf vier unterschiedliche Weisen.

Erstens, weil es einen guten, süßen Geschmack hat, der einladend ist und zufrieden stellt.

Zweitens, weil es uns erfrischt und uns vor allem bei Wärme ein Gefühl des Wohlbefindens vermittelt.

Drittens aufgrund seiner cremigen, weichen und samtigen, aber manchmal auch knusprigen und harten Konsistenz vor allem bei Eis, das aus vielen unterschiedlichen Zutaten wie Keksen, Schokoladenstücken, Nuss- und Mandelstreuseln erzeugt wird.

Viertens schließlich, weil Eisessen uns Vergnügen bereitet, fröhlich stimmt und alle wieder ein bisschen Kind sein lässt. Diiese multisensorische Erfahrung ist allen Eisessern unabhängig vom Alter und den sozialen, kulturellen und geographischen Bedingungen gemeinsam.

Beim Eis kann man von einer echten „Genussentwicklung“ in Phasen sprechen, die schnell aufeinander folgen und sich manchmal überlappen, wie: das Sehen des Eises und die Vorwegnahme des Genusses; der erste sensorische Eindruck, der die kalte Temperatur betrifft und die anschließende und stufenweise erfrischende Wirkung; die cremige Konsistenz und die Härte, die einen Kontrast darstellt und schließlich das fortschreitende Eintauchen in die Geschmackserfahrung und den Zustand der Zufriedenheit.

Blasen-Waffeln und Salz

06.04.2017

Roher Keksteig, Salz oder doch lieber Gemüse? Wenn die ersten Eisdielen öffnen, gibt es so manche Neuheiten zu erschlecken. Neben ungewöhnlichen Sorten gibt es aber noch ganz andere Trends an der Eistheke.

Cold Stone: Auf dem heißen Stein Fleisch zu braten, ist schon lange Trend. Ein kalter Stein für die Zubereitung von Eis ist noch neu: In Hamburg öffnete jüngst nach Osnabrück die zweite Filiale, die Eis auf einem minus 16 Grad kalten Stein zubereitet. Dort werden die gewünschten Zutaten gemischt. Die Bestandteile? Zum Beispiel Käsekuchen oder Wackelpudding.

Eis-Burger: Im Becher oder in der Waffel? Im Brötchen. Hier kommt ein Trend nach Deutschland, der auf Sizilien Tradition hat. Eiscreme wird zwischen den Hälften eines Brioche-Brötchens verteilt und so zum Eis-Burger. Wer es knusprig mag, kann sich sein Eis andernorts auch zwischen Kekse pressen lassen.

Egg Waffles: Sie sehen aus wie Waffeln mit Blasen – sogenannte Egg Waffles (Eier-Waffeln) oder Bubble Waffles (Blasen-Waffeln) werden zum trendigen Behälter für Eiscreme. Derzeit sind die Waffeln, die aus Hongkong kommen und inzwischen New York erobern, in Deutschland noch selten.

Stickstoff: Experimentierfreudige Berliner Eismacher mischen frische Zutaten mit minus 196 Grad kaltem Stickstoff. Durch die Schockfrostung entstehen kleinstmögliche Wasserkristalle und somit ein sehr cremiger Schmelz. Zusätzlich wird durch die kurze Produktionszeit wenig Luft mit ins Eis gemischt. So soll es besonders cremig werden.

Kuriose Sorten: Ein Dauerbrenner sind ungewöhnliche Eissorten wie „Asphalt und Beton“. Die sieht so aus wie sie heißt, schmeckt aber besser: Hinter der grauen Optik verbergen sich dunkle Vanille und natürlicher Farbstoff von Kohle. Und wer sagt, dass Eis immer Milch oder Frucht enthalten muss? So mancher setzt inzwischen lieber auf Gemüse, wie bei Eis mit Roter Beete. Beliebt ist auch als Bestandteil roher Keksteig. Und auch Salz ist ein Trend, beispielsweise in Form von Meersalz, Mini-Salzbrezeln oder Erdnussbutter im Eis.