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BIOlogisch

Wer Bio-Produkte konsumiert, schützt auch die Umwelt. Bio-Landwirte verzichten nämlich auf bestimmte Düngemittel sowie auf den Einsatz von Pestiziden. Das kommt nicht nur dem Lebensmittel zugute, sondern auch dem Boden. Durch den Kauf von Bio-Produkten wird oft auch die eigene Region unterstützt, aus der viele der im Supermarkt angebotenen Lebensmittel stammen.
06.04.2017

Bio liegt ganz klar im Trend – ist oft aber auch etwas teurer. Dafür erhält man gesunde und geschmackvolle Lebensmittel, die weder gentechnisch verändert noch mit Pestiziden oder Kunstdünger behandelt wurden. Bei tierischen Produkten versichert das Bio-Siegel, dass die Tiere artgerecht gehalten und nicht mit Wachstumshormonen oder Anabolika gefüttert wurden.

Bio-Lebensmittel haben breiten Einzug in den Lebensmittelhandel gefunden. Doch was bedeutet „Öko“ eigentlich? Bio-Lebensmittel stammen aus ökologisch kontrolliertem Anbau. In herkömmlichen Lebensmitteln sind bis zu 400 verschiedene Zusatzstoffe enthalten. In Bio-Produkten werden dagegen nur etwa zehn Prozent davon verwendet. Nicht in Bio-Lebensmitteln enthalten sein dürfen unter anderem Konservierungsmittel, Süßstoffe oder künstliche Farbstoffe.

Doch nicht nur in den Bio-Produkten steckt weniger Chemie, sondern ökologisch angebautes Obst und Gemüse kommen auch auf dem Feld mit weniger Pestiziden in Kontakt. Denn im ökologischen Anbau ist die Verwendung bestimmter Pflanzenschutzmittel verboten. Durch den Verzicht auf diese Pflanzenschutzmittel wird nicht nur das Lebensmittel, sondern auch die Umwelt geschont.

Statt Geschmacksverstärkern wird bei Bio-Produkten auf den Eigengeschmack des Lebensmittels gesetzt. Dieser ist bei Bio-Obst und Bio-Gemüse meist intensiver als bei herkömmlichen Lebensmitteln. Denn ökologisch angebautes Obst und Gemüse hat einen geringeren Wassergehalt und lässt dadurch den Geschmack deutlicher hervortreten.

In Bio-Lebensmitteln steckt nicht nur weniger Chemie, sondern auch keine Gentechnik. Denn die Produzenten der Bio-Lebensmittel sind per EG-Öko-Versicherung dazu verpflichtet, keine Gentechnik anzuwenden. Der Verzicht auf Gentechnik gilt übrigens nicht nur für die Herstellung von Obst und Gemüse, sondern auch für die Erzeugung von tierischen Lebensmitteln: Das Bio-Siegel auf tierischen Produkten gibt an, dass die Tiere nicht mit genmanipuliertem Futter versorgt worden sind. Öko-Landbau steht außerdem für artgerechtere Tierhaltung. Statt eng in Ställen untergebracht, haben die Tiere mehr Platz und Auslauf und bekommen ökologisches Futter – Kraftfutter für die Tiere auf den Bio-Höfen ist verboten.

Wie erkennt man Bio-Produkte?

Die Bezeichnungen „bio“ und „öko“ sind EU-rechtlich geschützt. Alle Produkte, die der EG-Öko-Verordnung entsprechen, dürfen Bezeichnungen wie biologisch, ökologisch oder Ähnliche tragen. Auch Wortkombinationen, wie organisch-biologisch oder kontrolliert biologischer Anbau sind erlaubt.

Doch die Verbraucherzentrale rät auch zur Vorsicht: Begriffe wie umweltgerecht, naturgedüngt, unbehandelt oder kontrollierter Anbau sind kein Hinweis auf ökologische Erzeugung!

Zu erkennen sind verpackte Öko-Lebensmittel immer am EU-Logo. Neben diesem können außerdem das deutsche Biosiegel sowie die Zeichen der deutschen Öko-Anbauverbände, wie Bioland, Naturland, Biokreis, Eco vin, Biopark, Demeter, Gäa, Ecoland oder Verbund Ökohöfe für ökologisch erzeugte Produkte stehen.