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360° Ein Blick in die Region: Trier/Luxembourg

Luxemburgisches Nettogehalt in Deutschland - Trierer Steuerberatungsgesellschaft geht ein weiteres Mal neue Wege

Die Geschäftsführer der Zimmer und Schulz Steuerberatungsgesellschaft Steffen Becker und Fabian Schulz gehen neue Wege: Durch Gewinnbeteiligung erhalten die Mitarbeiter eine Nettogehaltshöhe, die dem luxemburgischen Nettogehaltszufluss entspricht.
25.03.2017

Erstmalig ist die Zimmer und Schulz Steuerberatungsgesellschaft in der Lage gewesen, ihre deutschen Mitarbeiter in der Höhe zu vergüten, dass ein Nettozufluss entsteht, der identisch mit einem luxemburgischen Nettogehaltszufluss ist.

Die fast 65-jährige Steuerberatungsgesellschaft hat einen weiteren Meilenstein gesetzt. Neben 4-Tage-Woche – freitags haben sämtliche Mitarbeiter bei einer 38 Stunden Woche frei – beziehen die Vollzeit-Fachkräfte nun eine Gewinnbeteiligung. Durch diese erhalten die Mitarbeiter eine Nettogehaltshöhe, die dem luxemburgischen Nettogehaltszufluss entspricht. Die deutschen Mitarbeiter verdienen somit genauso viel wie luxemburgische Steuerfachkräfte (Steuerfachangestellte, Bilanzbuchhalter, Steuerfachwirte), und das netto und in Deutschland. Die Auszahlung erfolgte im Februar 2017. Die Gewinnbeteiligung wurde als lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtiger Arbeitslohn gezahlt. Damit verdienen die deutschen Mitarbeiter gleich viel wie in Luxemburg, können aber weiterhin ausschließlich im deutschen Steuerrecht arbeiten, in dem sie ausgebildet worden sind. Ein Wechsel ins luxemburgische, zum Teil unbekannte, unsichere und ungewohnte Steuerrecht ist nicht notwendig. Auch ein örtlicher Wechsel nach Luxemburg, um dort mit großem logistischen Aufwand deutsches Steuerrecht zu bearbeiten, ist nicht notwendig. Denn das führt sicherlich zu Qualitätsverlusten durch Kommunikations- und Logistikprobleme.

Sicherheit durch Gewinnbeteiligung

Die Zimmer und Schulz Steuerberatungsgesellschaft hat ein Gewinnbeteiligungsmodell ausgearbeitet, dass sofern die Unternehmensentwicklung gleich bleibt, Jahr für Jahr zur Auszahlung kommt. Die Mitarbeiter erhalten neben erheblich mehr Nettogehalt Sicherheit. Viele Fachkräfte der Branche wechseln des Geldes wegen nach Luxemburg. Sie verlassen damit ein gewohntes und sicheres Arbeitsgebiet – das deutsche Steuerrecht verursacht Jahr für Jahr mehr statt weniger Arbeit und das wird so anhalten – und begeben sich in ein Arbeitsumfeld mit völliger Unsicherheit.

Eine größere Umstellung innerhalb Luxemburgs könnte dazu führen, dass man dort nicht mehr arbeiten könnte, weil man die Qualifikation nicht besitzt, die Sprache nicht versteht oder Prüfungen auf französisch sind. Ein Rückwechsel nach einiger Zeit nach Deutschland stellt dann ein Neuanfang dar, da sich das deutsche Recht bis dahin fortentwickelt hat.

Keine Einschränkungen sonstiger Mitarbeitervorteile

Die Gesamtvergütung der deutschen Mitarbeiter setzt sich aus einem laufenden Gehalt, Weihnachtsgeld, einem Bonus für eine gute Jahresarbeitsleistung sowie aus der Gewinnbeteiligung zusammen. Die 4-Tage-Woche (freitags frei) bleibt bestehen. Es wird jedem Mitarbeiter gestattet, früher zu gehen oder später zu beginnen sofern private Anlässe es erfordern. Urlaubsanträge werden stets genehmigt. Jeder Mitarbeiter kann sein Arbeitsfeld frei einteilen. Betriebliche Altersversorgungen bleiben bestehen.