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Arbeitszimmer absetzen und Steuern sparen

Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden: Unter bestimmten Voraussetzungen können sowohl Selbstständige als auch Angestellte die Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer von der Steuer absetzen. Foto: djd/Knauf Bauprodukte
14.03.2017

Die einen quälen sich jeden Morgen durch den zähen Berufsverkehr, die anderen brauchen nur wenige Schritte – noch mit der Kaffeetasse in der Hand – von ihrer Küche ins Home-Office: Arbeiten in den eigenen vier Wänden gewinnt zunehmend an Bedeutung, für Angestellte ebenso wie für Selbstständige oder Freiberufler.

Als reines „Steuersparmodell“ gehört das häusliche Arbeitszimmer der Vergangenheit an. Der Gesetzgeber hat die Anforderungen an die Absetzbarkeit schon vor geraumer Zeit deutlich verschärft – bei Zweifelsfällen fragt das Finanzamt genau und kritisch nach. Heute können Angestellte das Arbeitszimmer nur noch absetzen, wenn ihnen kein anderer, fester Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Dies trifft etwa auf Außendienstmitarbeiter und Servicetechniker zu, die in der Tat nicht direkt im Unternehmen einen eigenen Schreibtisch haben.

Auch Lehrer können vielfach noch von diesen Steuervorteilen profitieren. Dabei gilt: Die Kosten können bis zu maximal 1250 Euro pro Jahr mit der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden – das zu versteuernde Einkommen sinkt, es werden weniger Steuern fällig.

Wichtig zu wissen: Wer vier Tage im Büro der Firma und nur einen Tag pro Woche im Home-Office arbeitet, kann die Kosten für das Arbeitszimmer nicht absetzen.

Voraussetzungen für Selbstständige und Freiberufler

Etwas anders sehen die Regelungen für Selbstständige und Freiberufler aus. Gerade, wer sich noch in der Existenzgründung befindet, richtet das erste eigene Büro meist zuhause ein – alleine schon, um in der Anlaufphase die festen Kosten für ein „echtes“ Büro einzusparen.

Viele arbeiten aber auch aus Prinzip gerne zu Hause – gerade in kreativen Berufen ist dies weit verbreitet. Für diese Gruppe gibt es eine gute Nachricht: Sie können unbeschränkt alle Kosten für das Home-Office geltend machen, wenn das häusliche Arbeitszimmer den alleinigen Mittelpunkt der beruflichen oder betrieblichen Tätigkeit darstellt – sie also beispielsweise kein externes Büro angemietet haben. Selbstständige geben den Aufwand als Betriebskosten an, die den Gewinn und somit wiederum die Steuerbelastung senken.

Wie sieht ein häusliches Arbeitszimmer aus? Um das häusliche Arbeitszimmer von der Steuer absetzen zu können, muss es jedoch einige formale Voraussetzungen erfüllen. Die wichtigste Regel: Es handelt sich um einen abgeschlossenen, ausschließlich beruflich genutzten Raum. Im Gästezimmer neben dem Bett einen Schreibtisch aufzustellen, genügt also nicht. Lediglich eine untergeordnete private Mitbenutzung ist zulässig – in Zweifelsfällen können Steuerberater informieren und individuelle Fragen beantworten. Übrigens: Der Raum kann sich durchaus auch im Keller oder Dachgeschoss befinden.

Ein Geschenk für die Umwelt: Holz-Fertighäuser

Holz-Fertighäuser sind besonders umweltfreundlich. Foto: BDF/Keitel-Haus
14.03.2017

Für immer mehr Menschen spielt ein gesunder und nachhaltiger Lebensstil eine wichtige Rolle.

Sie konsumieren beispielsweise vermehrt regionale Produkte und wohnen in einem energieeffizienten Haus, um damit ihren persönlichen CO2-Fußabdruck, also die Bilanz ihrer verursachten CO2-Emissionen, so klein wie möglich zu halten.

Seit jeher sind gerade Häuser aus vorgefertigten Holzelementen besonders energieeffizient und nachhaltig und damit das ideale Zuhause für umweltbewusste Menschen. Fertighäuser können dank des Baustoffs Holz energiesparend hergestellt, Klima schonend genutzt und in ferner Zukunft umweltverträglich entsorgt oder sogar weiterverwertet werden.

Wer sich jetzt für ein Holz-Fertighaus entscheidet, macht also sich selbst und der Umwelt ein tolles Weihnachtsgeschenk. Die Gesamtbetrachtung aller Faktoren der Umwelt- und Klimaverträglichkeit wird als „Ökobilanz“ bezeichnet. Für den Holzbau fällt diese besonders positiv aus. Holz ist ein klimafreundlicher Baustoff, denn es bindet Kohlenstoff und dient während seiner gesamten Lebens- und Nutzungsdauer als CO2-Speicher.

Je mehr Holz demnach genutzt statt thermisch verwertet wird, desto mehr CO2 wird gebunden und desto mehr wird die Erdatmosphäre entlastet. Das gilt hierzulande vor allem, weil bereits seit 300 Jahren das Prinzip der nachhaltigen Forstwirtschaft eingehalten wird. Demnach darf nicht mehr Holz geschlagen werden, als auch nachwächst.

Berechnungen des BDF zu Folge benötigt ein durchschnittliches Holz-Fertighaus mit 140 Quadratmetern Wohnfläche rund 30 Kubikmeter des natürlichen Werkstoffs. Diese Menge entspricht dem Holzvolumen von zehn Fichten und ist statistisch gesehen in deutschen Wäldern bereits nach 23 Sekunden nachgewachsen. Das Haus wiederum gibt seinen Bewohnern viele Jahrzehnte lang ein sicheres und warmes Dach über dem Kopf.

Diese gelebte Nachhaltigkeit zeichnet den modernen Holz-Fertigbau aus.