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Kunsthandwerk

10.03.2017

Endlich das ersehnte Lieblingsbild in der Galerie gesehen, auf dem Flohmarkt ergattert oder gar einen Kunstliebhaber beerbt und dann das: Das Bild wurde regelrecht in einen wenig ansehnlichen Rahmen gepresst. Auch ein Kunstwerk braucht nämlich Luft um seine eigene, individuelle Schönheit vollends zu entfalten.

Ein Rahmen ist so wichtig wie ein schönes Kleid. Es muss perfekt sitzen. Deshalb sollte jeder Kunstliebhaber und jeder Sammler nicht am falschen Ende sparen. Eine maßgeschneiderten Fassung sollte es schon sein – und zumindest die Beratung kann man sich bei den meisten Galerien einholen. Dabei geht es in erster Linie darum, das Bild richtig in Szene zu setzen. Ob es dann später im Wohnzimmer, im Esszimmer oder gar im Schlafzimmer hängt, ist dann zweitrangig. Das darf dann jeder für sich entscheiden! Wer selbst einen Rahmen auswählen will, für den gilt es einige Faustregeln zu beachten. Jedes Exemplar ist anders, die Geschmäcker sind nun mal bekanntlich verschieden und auch das Geschäft mit den Rahmen unterliegt den heutigen Wohntrends. In den 80er Jahren hat man beispielsweise gerne die Farben aus dem Bild im Rahmen aufgenommen. Es wurden Rahmen mit Leinen überzogen, farbige Passepartouts erstellt. Und auch die Farbe Braun als Wohnfarbe wurde gerne genommen. Diese Zeiten sind aber definitiv vorbei. Generell sollte man sein Kunstwerk nicht unbedingt mit starken Rahmenfarben zieren. Weniger Farbe ist hier sicherlich mehr! Auch Rahmen mit goldenem Profil – auch wenn die sicher zu dem einen oder anderen Alten Meister passen – sind eher nicht mehr beliebt. Der Trend geht heute eher ins dezente Grau und Silber. Aufwendig bearbeitete Rahmen eignen sich vor allem für Werke der klassischen Moderne.