Bauen – Wohnen – Leben

Rutschen vermeiden

Die Anti-Rutsch-Behandlung ist auch eine wirkungsvolle Möglichkeit, um die Rutschgefahr im Badezimmer nachhaltig zu bannen. Foto: djd/Supergrip Antirutsch
07.03.2017

Ausrutschen, Stürzen, Knochenbruch – Schätzungen zufolge stürzt ein Drittel der über 65-jährigen Deutschen mindestens einmal im Jahr. Auf rund vier Milliarden Euro schätzen Sicherheitsexperten die Kosten, die den Unfall- und Krankenkassen jährlich durch die medizinische Behandlung nach Treppenstürzen entstehen. Aus Expertensicht wäre ein Großteil der Treppenstürze zu vermeiden, wenn Hausbesitzer an beiden Seiten der Treppe griffsichere Handläufe installieren, für eine gute Beleuchtung und eine kontrastrastreiche Stufengestaltung sorgen würden. Da, wo es nötig ist, kommt eine Anti-Rutsch-Behandlung in Frage, um die Trittsicherheit auf Treppen und Stufen zu verbessern. Das Verfahren ist Stand der Technik bei der nachträglichen Herstellung der Rutschsicherheit auf mineralischen Flächen wie Fliesen, Naturstein oder auch Emaille.

Überschaubare Flächen wie Treppen oder Badezimmer in Privathaushalten können vom Anwender selbst behandelt werden. Die Anti-Rutsch-Behandlung ist auch eine wirkungsvolle Möglichkeit, um Dusch- und Badewannen trittsicher zu machen und die Rutschgefahr zu bannen.

Fenster- und TĂĽren-Recycling: Umweltschutz im Quadrat

RĂĽckbau einer Schule in Siegburg: Die Fensterrahmen sind bereit fĂĽr das Recycling. Foto: VFF/WED
07.03.2017

Die Verwertung alter Häuseraugen bewahrt wertvolle Rohstoffe.

Die Zeiten, in denen Gebrauchtes einfach entsorgt wird, sind Gott sei Dank ĂĽberwiegend vorbei.

Wertvolle Rohstoffe zu bewahren und die Umwelt zu schützen, steht heute ganz klar im Vordergrund. Dieser positive Zeitgeist endet nicht bei Verpackungen, alten Zeitungen oder Automobilen: Auch die alten Häuseraugen bestehen aus vielen wiederverwendbaren Materialien und werden deshalb professionell in ihre Einzelteile zerlegt und recycelt.

Fenster und Haustüren bestehen – je nach Modell – im Wesentlichen aus vier „Zutaten“: aus Kunststoff, Holz, Metall und Glas. Jedes dieser Materialen wird auf besondere Art und Weise recycelt.

Fensterrahmen und Türen aus Kunststoff werden maschinell bearbeitet und das dabei entstehende Material in mehreren Schritten bis auf eine Korngröße von etwa einem Millimeter zerkleinert. „Dazu kommt die Sortierung, die Reinigung, die Aufbereitung, die Plastifizierung und die Regranulierung“, so der Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF), Ulrich Tschorn. Das Granulat wird für die Herstellung neuer, hochwertiger Fenster- oder Bauprofile verwendet. Anders ist das Prozedere bei Holzfenstern und -türen: Hier werden die alten Fensterrahmen und Haustüren für die klimaneutrale Energiegewinnung in modernen Biomasse-Heizkraftwerken eingesetzt.

Ebenfalls heiß her geht es bei Metallfenstern und -türen: Sie werden zerkleinert, gereinigt und dann eingeschmolzen. Das gilt auch – über alle Rahmenmaterialien hinweg – für die Fenster- und Türgriffe sowie die Beschläge: Aus dem so gewonnenen hochwertigen Metall werden wieder Fenster- und Bauprofile gefertigt, die qualitativ so gut wie das ursprüngliche Produkt sind. Am Ende kommt dann der „Lichtspender“ an die Reihe: „Das Altglas der Fenster und der Türfüllungen wird als hochwertiges Fensterglas oder als sonstiges Glasbauteil verwendet. Damit schließt sich der Kreis dieses aufwändigen Recycling-Kreislaufs“, so Tschorn.

Der Expertenrat: Infos und eine kostenlose Broschüre zum Fenster-Recycling gibt es unter www.fensterratgeber.de im Bereich „Alte Fenster“. Darüber hinausgehende Informationen gibt es zum Aluminiumfenster-Recycling bei der Initiative A/U/F unter www.a-u-f.com und zur Holzfenster-Verwertung beim VFF unter www.window.de.

ZimmertĂĽren mit Glaseinsatz

Großzügige Glasausschnitte – hier in Milchglas-Ausführung – holen mehr Licht in den Raum und lassen ihn somit großzügiger wirken. Foto: djd/Novoferm.com
07.03.2017

Viele Räume eines Hauses führen buchstäblich ein Schattendasein: Zu kleine oder gar nicht vorhandene Fenster machen aus dem Zimmer fast eine Dunkelkammer. In jedem Fall fällt zu wenig Tageslicht in den Raum, selbst am helllichten Tag muss oft das Licht eingeschaltet werden.

Dabei lässt sich für Abhilfe sorgen: Eine einfach zu realisierende Lösung ist, Helligkeit aus dem Flur oder angrenzenden Räumen zu nutzen. Zimmertüren mit Glaseinsatz lassen dunkle Räume gleich viel freundlicher, heller und großzügiger wirken. Und da die meisten Türen hierzulande auf genormten DIN-Standardmaßen basieren, ist ein Austausch schnell und einfach zu erledigen.

Einfacher Effekt – nachhaltige Wirkung: Auf diesen kurzen Nenner lässt sich der Einbau einer ZimmertĂĽr mit Glaseinsatz bringen. Denn die durchscheinenden Flächen verbessern die Lichtausbeute auch in eher schummrigen Räumen und schaffen so eine wohnlichere Atmosphäre. Ob groĂźflächige Verglasung oder kreisrundes Bullauge: Die neue ZimmertĂĽr mit Glaseinsatz vermittelt zugleich ein hohes MaĂź an Individualität. Form und Material des Glaseinsatzes nach Wunsch auswählen Ist die Form des Glasausschnitts gewählt, geht es um das Material. Auch in dieser Hinsicht hat der Modernisierer zahlreiche Möglichkeiten. Bereits das Standard-Drahtornamentglas ist vielseitig nutzbar.

Auf Nummer sicher geht man insbesondere auch mit Verbundsicherheitsglas – wichtig gerade im Wohnbereich, in der Küche oder beim Kinderzimmer. Und schließlich muss nicht jedes Glas zu 100 Prozent transparent sein. Wer trotz der erhöhten Lichtausbeute durch die Zimmertür mit Glaseinsatz die eigene Privatsphäre schützen möchte, kann sich für Milchglas oder Ornamentglas in verschiedenen Ausführungen entscheiden.

Die InnentĂĽr wird zum Einrichtungsgegenstand und Blickfang

Die Zimmertür mit Glaseinsatz sorgt für ein ganz neues Gefühl im Zuhause. Denn Innentüren sollen heute nicht nur einfach funktional sein, sondern auch den persönlichen Lebens- und Wohnstil unterstreichen.

So lassen sich etwa Stahlinnentüren hinsichtlich Farbe, Design und den Ausstattungsdetails wie etwa dem individuell ausgewählten Türdrücker ganz nach Wunsch gestalten. Eine knallrote Tür am Kinderzimmer etwa wird direkt zum Blickfang und zum trendigen Farbtupfer in der Wohnung. Zudem punktet das Material mit seiner Robustheit und Langlebigkeit.

Schnell modernisieren und neue ZimmertĂĽren einsetzen

Ein Austausch der Zimmertüren ist schnell erledigt und kann das Zuhause rundum verändern. Ist bereits eine Stahlzarge in DIN-Maßen vorhanden, ist der Einbau des neuen Türblatts im Handumdrehen erledigt. Mit Glaseinsätzen wirken Räume dank der neuen Zimmertüren heller und wohnlicher.

„Fenster auf!“ reicht nicht aus

Kontrollierte WohnraumlĂĽftung spart Heizenergie und sorgt fĂĽr gesundes Raumklima.
07.03.2017

Menschen in Deutschland halten sich durchschnittlich 21,6 von 24 Stunden im Inneren von Gebäuden auf. Damit sie sich wohlfühlen, darf die Luft nicht stickig sein, müssen Temperatur und Luftfeuchtigkeit stimmen.

Ohne Frischluft droht Schimmelbefall

In einem Vierpersonenhaushalt werden pro Tag rund zehn Liter Wasserdampf abgegeben, der sich gleichmäßig in der Luft verteilt.

Diese Feuchtigkeit kann sich in warmer Luft besser halten als in kalter. Deswegen kondensiert sie zum Beispiel an kalten Zimmerecken oder Fensterstürzen – hier droht Schimmelgefahr.

AuĂźerdem atmet ein Erwachsener etwa 18 000 Liter Luft ein und aus, die von drauĂźen in die Wohnung hinein kommen muss.

Hinzu kommt: Wird die Gebäudehülle durch gute Dämmung und Fenster luftdicht gemacht, findet eine natürliche Fugenlüftung nicht mehr statt. Je effizienter die Wärmedämmung der Außenhülle des Gebäudes, desto geringer der Luftaustausch in den Räumen.

Bei geöffnetem Fenster entweicht viel Wärme

Durch die händische Lüftung durchs Fenster ist ein kontrollierter Luftaustausch nicht in den Griff zu bekommen. Zudem entweicht dabei im Winter eine ganze Menge Wärme.

Eine kontrollierte Wohnraumlüftung (kurz: KWL) gewährleistet diesen Luftwechsel im Gebäude, ohne dass Fenster durch den Nutzer geöffnet werden müssen, und führen erhöhte Luftfeuchte ab

Als besonders effizient haben sich Lüftungsanlagen erwiesen, die mit Wärmerückgewinnung arbeiten, weil sie den Energieverbrauch deutlich verringern.

Das System nutzt den Energiegehalt der Abluft zur Temperierung der Zuluft. Ein Wärmetauscher transferiert die Energie direkt auf die hereingeführte Frischluft.

Gut fĂĽr Allergiker und einen guten Schlaf

Die meisten KWL-Systeme enthalten Luftfilter, die einströmende Luft von Pollen, Hausstaub und Schadstoffen reinigen.

Davon profitieren insbesondere Allergiker. Und nicht zuletzt helfen die Systeme den Bewohnern, gut durchzuschlafen. Denn durch geschlossene Fenster kann nicht so viel Lärm, etwa durch Straßenverkehr, ins Schlafzimmer dringen.

Bauherren sollten frühzeitig bei der Planung eines Neubaus oder einer Sanierung an den Einsatz einer KWL-Anlage denken. Der SHK-Handwerker weiß, welche Heizungs- und Lüftungstechnik für den jeweiligen Hausbesitzer geeignet ist. Auch nachträglich ist die Installation einer Lüftungsanlage jedoch möglich. Gerade bei dezentralen Geräten ist der Aufwand gering: Nötig sind lediglich eine Außenwand zur Direktmontage und ein Stromanschluss. Durch die direkte Luftzufuhr und den Abtransport der verbrauchten Luft müssen keine zusätzlichen Luftkanäle im Raum verlegt werden.

Sicheres Dach ĂĽber dem Kopf

07.03.2017

epr/PREFA

Für das schöne Gefühl von Sicherheit: Aluminiumdächer schützen die Bewohner zuverlässig bei jedem Wetter. Foto: epr/PREFA

In der heutigen Zeit sind wir es gewohnt, dass Produkte eine immer kĂĽrzere Halbwertszeit haben. Das beste Beispiel dafĂĽr ist das Smartphone, das nicht selten pĂĽnktlich nach zwei Jahren den Geist aufgibt und ersetzt werden will.

Umso besser, dass es auch Gegenentwürfe gibt: Vor allem Produkte, die täglichen Strapazen ausgeliefert sind, sollten durch Robustheit und Langlebigkeit überzeugen. Das Dach ist so ein Beispiel: Heutzutage ist es immer heftigeren Wetterkapriolen ausgesetzt und muss extremen Naturschauspielen standhalten. Aus Aluminium gefertigt, bringt die Bedachung ein sicheres Gefühl bei jedem Wetter – und das garantiert über Jahre hinweg. Das Leichtmetall ist nicht nur gegen extreme Wetterverhältnisse resistent, sondern rostet zudem nicht und ist korrosions- sowie wartungsfrei. Das sind ideale Voraussetzungen für die Haltbarkeit eines Daches. Aufwendige Dachrenovierungen oder -erneuerungen sind kein Thema, denn die Platten, Schindeln und Rauten schützen die Bewohner und ihr Hab und Gut über Jahrzehnte vor Regen, Sturm und Hagel, aber auch vor der Sonne – das können andere Baustoffe auf diese lange Zeit nicht sicherstellen. Übrigens eignet sich Aluminium auch für eine Sanierung hervorragend, denn mit einem Gewicht von lediglich 2,3 bis 2,6 Kilogramm pro Quadratmeter hält die neue Hausabdeckung auch auf alten und schwachen Dachstühlen.