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FRÜHJAHRS-CHECK FÜR DAS DACH

Nur Fachleute sollten hoch hinaus

Gut gesichert und geschützt geht es für den Fachmann hoch aufs Dach. Foto: BG BAU
03.03.2017

Überall in Deutschland sind die Wintermonate, geprägt durch Frost- und Schneeperioden, Herausforderungen für das Hausdach. Dächer, deren Wartung und Pflege über einen längeren Zeitraum vernachlässigt wurden, sind gerade in der kalten Jahreszeit besonders anfällig.

Durch Frost begünstigt, können Risse an der Dacheindeckung und/oder An- und Abschlüssen entstehen. Nicht selten ist das so eindringende Wasser die Ursache für Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung im/am Gebäude. Wasser, welches nicht ungehindert von der Dachfläche abfließen kann, begünstigt die Moos- und Algenbildung und beeinträchtigt so ebenfalls die Funktionsfähigkeit des Daches nachhaltig. Aus diesen vorweggenannten Gründen empfiehlt es sich, gerade in den Frühlingsmonaten das Dach durch einen erfahrenen Dachdecker überprüfen zu lassen. Bei einem Gebäude ist das Dach das mit am stärksten beanspruchte Bauteil. Um den witterungsbedingten Anforderungen auch wieder im Sommer mit heftigen Sommerregen, Gewittern und Hitze gerecht zu werden, wird der Abschluss eines Wartungsvertrages mit dem Dachdeckerbetrieb des Vertrauens empfohlen. Aufgrund seiner Ausbildung und Erfahrung ist dieser der richtige Ansprechpartner, wenn es um die Pflege Ihres Daches geht. Notwendige Reparaturmaßnahmen, welche bei der Besichtigung des Daches festgestellt werden, können oftmals mit geringem Aufwand behoben werden.

Auf diese Weise beugen Sie späteren Feuchtigkeitsschäden rechtzeitig vor. Ebenfalls zur Vorbeugung von Feuchtigkeitsschäden empfiehlt es sich, Algenund Moosbewuchs (Grünbildung) auf Dächern zu beseitigen. Moose und Algen speichern Feuchtigkeit, welche in späteren Frostperioden zu Abplatzungen und Rissbildungen führen können.

Reinigung

und Wartung durch Dachdeckerbetrieb

Die Arbeiten dürfen ausschließlich von geschultem und fachkundigem Personal durchgeführt werden! Erst nach einer Prüfung der Dachsubstanz entscheidet der Dachdeckermeisterbetrieb, ob eine Dachpflege in Frage kommt oder nicht.

In diesem Arbeitsgang kann der ausführende Dachdecker kleinere Reparatur- oder Wartungsarbeiten gleich mit aufnehmen und mit Ihnen als Kunde gemeinsam den Umfang der Maßnahmen festlegen. Mit einer turnusmäßigen Dach-Wartung können Hausbesitzer dazu beitragen, das Risiko von Sturmschäden zu verringern. So sehen das auch viele Gerichte: In zahlreichen Urteilen bis hin zum Bundesgerichtshof wurde klargestellt, dass Hausbesitzer zur regelmäßigen Dach-Wartung durch qualifizierte Fachbetriebe verpflichtet sind.

Schwachstellen

auf dem Dach

Während beim Steildach die Dachpfannen die größte Schwachstelle sind, muss beim Flachdach eher nach Rissen in den Bitumenbahnen der Abdichtung gesehen werden.

Beim Dach-Check sollten deshalb folgende Stellen genau kontrolliert werden:

Steildach: Ist die Dacheindeckung beschädigt oder locker? Ist der Schneefang stabil? Läuft das Wasser zuverlässig ab? Ist die Dachrinne verstopft oder ausgebeult? Sind die Anschlüsse rund um Schornstein, Dachfenster und Lüfterrohre dicht? Ist die Solaranlage beschädigt?

Flachdach: Ist die Dachhaut intakt oder gibt es Haarrisse oder Beschädigungen? Sind die Anschlüsse zu Kamin, Lüfterrohren oder Gullys in Ordnung? Wird Regenwasser zuverlässig abgeführt? Eine Sichtprüfung nach Augenmaß genügt den Anforderungen an die Obliegenheitspflichten kaum. Ratsam ist es auch hier, die Dach-Wartung einem Fachbetrieb zu überlassen, damit sie gründlich und fachmännisch ausgeführt wird.