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Wohlige Wärme und gutes Gewissen dank Pelletofen

Der Pelletofen gilt als Alternative zum klassischen Kamin. Und: Er ist sauberer, umweltfreundlicher und zum Teil sogar förderfähig. Foto: Haas+Sohn
28.02.2017

In der Regel wird der Pelletofen als zusätzliche Wärmequelle in einem Raum, meist dem Wohnzimmer, genutzt. Auch wenn die Frage nach dem Standort im Haus in diesem Falle schnell geklärt ist, so ist die Frage nach der Positionierung innerhalb des Raumes umso wichtiger.

Wie ein Kamin muss auch ein Pelletofen an einen Schornstein angeschlossen werden, damit die bei der Verbrennung entstehenden Gase abgeleitet werden können. Der Pelletofen kann entweder an einen bestehenden Kamin angeschlossen werden. Wobei dies in der Regel nur in Frage kommt, wenn ein zusätzlicher Kamin vorhanden ist. Sprich: Der Pelletofen kann in der Regel nicht an den gleichen Schornstein angeschlossen werden wie die Zentralheizung des Hauses. Bei einer Bestandsimmobile wird daher in der Regel die Errichtung eines neuen Schornsteins notwendig werden. In der Regel handelt es sich dabei um außenliegende Kamine, da dies mit geringerem baulichen Aufwand verbunden ist. Wichtig: Unter einen Pelletofen muss eine feuerfeste Bodenplatte.

Regelm√§√üig mit der Hand bef√ľllen

Pellet√∂fen werden mit Nennw√§rmeleistungen im Bereich von zirka f√ľnf kW bis 15 kW angeboten.

Sie besitzen einen vom Brennraum abgetrennten Vorratsbeh√§lter, der in regelm√§√üigen Abst√§nden von Hand bef√ľllt werden muss. Der Beh√§lter ist so ausgelegt, dass der Vorrat ‚Äď abh√§ngig von Modell und Heizbedarf ‚Äď f√ľr eine Brenndauer von zirka 24 bis 100 Stunden ausreicht.

Der Vorratsbeh√§lter kann auch w√§hrend des Heizbetriebs gefahrlos aufgef√ľllt werden. Aus dem Vorratsbeh√§lter werden die Pellets mittels einer Schnecke vollautomatisch in den Verbrennungsraum gef√∂rdert und elektrisch gez√ľndet. Die Menge der eingetragenen Pellets wird hierbei durch die zuvor √ľber einen Thermostat-regler eingestellte Heizleistung beziehungsweise Raumtemperatur bestimmt.

Pelletofen ‚Äď ein Prinzip, viele Varianten

Neben dem Pelletofen als Alternative zum normalen Kamin gibt es noch einige Variationen. Dies bezieht sich zum Beispiel auf die Gr√∂√üe des integrierten Vorratsbeh√§lters. Anders als klassische Kamine arbeiten Pellet√∂fen teilweise automatisch, so dass man nur einmal t√§glich oder sogar nur alle paar Tage die Pellets auff√ľllen muss. Zudem gibt es Varianten, die sich bei Erreichen der gew√ľnschten Temperatur automatisch abstellen und auch wieder anstellen, um die Temperatur zu halten.

Die oben genannten Variationen beziehen sich auf den Komfort f√ľr den Nutzer. Daneben gibt es aber auch noch die so genannten wasserf√ľhrenden Pellet√∂fen. Diese werden nicht nur als Raumheizung genutzt, sondern gleichzeitig zur Warmwassererw√§rmung des Brauchwassers. Hierzu sind die wasserf√ľhrenden Pellet√∂fen mit einer Wassertasche ausger√ľstet, die √ľber Rohrleitungen an den Wasserkreislauf angeschlossen ist. Diese Pellet√∂fen enthalten in der Regel eine BAFA-F√∂rderung.

Bei hochwertigen Anlagen regelt eine digital-elektronische √úberwachung das optimale Verh√§ltnis von Verbrennungsluft, Pelletmenge und Betriebstemperatur und f√ľhrt dadurch zu einer optimalen Verbrennung mit geringen Emissionen und hohen Wirkungsgraden. R√ľckbrandsicherungen sorgen f√ľr einen gefahrlosen Betrieb der Anlage. Die W√§rmeabgabe der Pellet√∂fen erfolgt √ľber die Erw√§rmung der Raumluft und durch W√§rmeabstrahlung, vor allem √ľber die Sichtscheibe. Zudem kann bei entsprechenden Modellen ein Gro√üteil der W√§rme auch an einen Heizwasserkreislauf abgegeben werden.

Durch den Anschluss an einen Pelletvorratsraum mit Schwerkraftsystem auf dem Dachboden kann eine solche Anlage auch als vollautomatisches Heizsystem ausgestaltet werden. Da jedoch zirka 20 Prozent der erzeugten W√§rme als Raumw√§rme abgegeben wird, ist f√ľr die Brauchwassererw√§rmung im Sommer auf jeden Fall eine Kombination mit einem anderen Heizsystem, zum Beispiel einer Solaranlage, geboten.

So kann der W√§rmebedarf eines Geb√§udes von M√§rz bis Oktober √ľberwiegend √ľber die Solaranlage gedeckt werden. Sollte das Strahlungsangebot nicht ausreichen, schaltet sich der Pelletofen automatisch ein. Eine witterungsgef√ľhrte Regelung und ein spezieller Pufferspeicher bilden dabei die Schnittstelle zwischen Solaranlage und Pelletheizung. Der Pufferspeicher wird je nach Strahlungsangebot von den Solarkollektoren beziehzungsweise dem Pelletofen gespeist und speichert W√§rme sowohl f√ľr die Heizung als auch f√ľr das Brauchwasser. Die Systemregelung entscheidet anhand der Speichertemperatur, ob das Strahlungsangebot ausreichend ist oder ob der Einzelofen zugeschaltet werden muss.