Fachkräfte gesucht: PFLEGEBERUFE

Verantwortung in allen Lebensphasen: der Pflegeberuf

Vertrauen ist die Basis zwischen Pflegepersonal und denen, die deren Pflege und Betreuung in Anspruch nehmen.
25.02.2017

‚ÄěPflege umfasst die eigenverantwortliche Versorgung und Betreuung, allein oder in Kooperation mit anderen Berufsangeh√∂rigen, von Menschen aller Altersgruppen, von Familien oder Lebensgemeinschaften sowie von Gruppen und sozialen Gemeinschaften, ob krank oder gesund, in allen Lebenssituationen (Settings).

Pflege schlie√üt die F√∂rderung der Gesundheit, Verh√ľtung von Krankheiten und die Versorgung und Betreuung kranker, behinderter und sterbender Menschen ein. Weitere Schl√ľsselaufgaben der Pflege sind Wahrnehmung der Interessen und Bed√ľrfnisse (Advocacy), F√∂rderung einer sicheren Umgebung, Forschung, Mitwirkung in der Gestaltung der Gesundheitspolitik sowie im Management des Gesundheitswesens und in der Bildung.‚Äú

Aus dieser Definition des Pflegebegriffs vom International Council of Nurses (ICN), dem Weltbund der professionellen Pflege, geht die Gewichtigkeit des Berufsfeldes hervor: Die Pflege spielt im ganzen Leben eines Menschen eine wichtige Rolle, von der Geburt bis hin zum Sterbebett. Sie greift in allen Lebensphasen des Menschen und folglich sind die Pflegenden selbst in entsprechend verschiedenen Bereichen tätig.

Körperliche und

seelische Nähe

Ganz grunds√§tzlich ist es die Aufgabe, die auf Hilfe angewiesenen Menschen zu unterst√ľtzen und ihnen so gut es geht, ein eigenst√§ndiges Leben zu erm√∂glichen. Dabei gilt es, die physischen, psychischen und kognitiven Ressourcen der umsorgten Menschen zu mobilisieren. Hierf√ľr kommen die Pflegekr√§fte den Patienten so nahe wie kaum jemand. Nicht zuletzt aus diesem Grund wird dem Pflegeberuf ein besonders gro√ües Ma√ü an Vertrauen entgegengebracht und gleichzeitig auch erwartet.

F√ľr und mit Menschen arbeiten

Aufmerksame Pflege und liebevolle Zuwendung bestimmen die Lebensqualit√§t im Alter. Foto: djd/N√ľrnberger Versicherungsgruppe
25.02.2017

Wer gerne mit und vor allem f√ľr andere Menschen arbeitet, f√ľr den lohnt sich ein Blick ins Berufsfeld der Pflege. Denn die T√§tigkeiten sind vielf√§ltig und Fachkr√§fte werden dringend und in allen Bereichen gesucht. Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sind folglich auch f√ľr Ausbildungssuchende gut.

Berufe in der Pflege gewinnen an immer mehr Zuspruch und Anerkennung in der Gesellschaft. Vor allem mit dem Hinblick darauf, dass diese aufgrund des demografischen Wandels altert. Gleichzeitig nimmt das Gesundheitsbewusstsein einen immer gr√∂√üeren Stellenwert im Alltag der Menschen ein. Daher werden Pflegefachkr√§fte h√§nderingend gesucht. Eine positive Entwicklung ist, dass auch immer mehr Absolventen mit Hochschulreife in die Pflegeberufe schnuppern, die fr√ľher eher umgangen wurden. Dieser positive Zuspruch des Nachwuchses hat nat√ľrlich auch noch weitere Gr√ľnde. Denn eine Rolle spielen bei der Begeisterung f√ľr die Sparte selbstverst√§ndlich auch das Gehalt und ebenso die Weiterbildungsm√∂glichkeiten. Mit dem gewonnenen Ansehen und auch der gro√üen Nachfrage haben sich die Pflegeberufe auch hinsichtlich dessen optimiert.

Das weite Feld

der Pflegeberufe

Nicht nur Krankenpfleger und Altenpfleger z√§hlen zu den Pflegeberufen, auch Betreuer in diversen sozialen Einrichtungen, Ergotherapeuten, medizinische Fachangestellte, Hebammen oder Krankengymnasten geh√∂ren beispielsweise zu den Pflegeberufen ‚Äď um nur einige zu benennen. Pflegekr√§fte werden demnach in vielen verschiedenen Bereichen gesucht und gebraucht. Da die T√§tigkeiten dementsprechend vielf√§ltig sind, sollten Interessierte sich kundig machen, welche verschiedenen Optionen es gibt.

Ob mit Abitur oder der Ausbildung im Pflegebereich als Grundlage, die Weiterbildungsm√∂glichkeiten sind gro√ü und vielf√§ltig: Lehrg√§nge oder Hochschulstudium sowie auch die Verkn√ľpfung von Theorie und Praxis in dualen Studieng√§ngen werden in der Pflege geboten. Au√üerdem variieren zunehmend die Formen der Berufsausbildung: Teilzeitausbildungen bieten etwa Alleinerziehenden die M√∂glichkeit, trotz des Daseins als Mutter oder Vater im Pflegeberuf Fu√ü zu fassen. Wichtige Voraussetzung im Umgang in der Pflege ist die soziale Note. Denn es wird immer mit und vor allem f√ľr andere Menschen gearbeitet. Dessen sollte man sich bewusst sein. Jeder Pflegebed√ľrftige, egal welchen Alters und unabh√§ngig davon, welcher Unterst√ľtzung er bedarf, ist individuell und m√∂chte auch so behandelt werden. Zudem gibt es auch immer wieder Patienten, mit denen der Umgang schwer f√§llt. Soziale Kompetenz, Geduld und Sensibilit√§t werden verlangt. Der Pflegeberuf sollte also nicht auf die leichte Schulter genommen werden ‚Äď so viel Freude er auch bereitet, von den Arbeitnehmern wird ebenso viel gefordert.

Zwei Berufe mit Perspektive

25.02.2017

Altenpfleger

… unterst√ľtzen hilfsbed√ľrftige √§ltere Menschen beispielsweise bei der K√∂rperpflege, beim Essen, beim Anziehen und leiten sie gegebenenfalls zu Bewegungs- und Atem√ľbungen an. Sie wechseln Verb√§nde, f√ľhren Sp√ľlungen durch und verabreichen Medikamente unter √§rztlicher Aufsicht.

Au√üerdem betreuen und beraten sie die √§lteren Menschen in pers√∂nlichen und sozialen Angelegenheiten, begleiten sie bei Beh√∂rdeng√§ngen und Arztbesuchen, leiten zur Freizeitgestaltung an und organisieren Feiern und Ausfl√ľge. Bei Behandlung und Rehabilitation kranker, pflegebed√ľrftiger und behinderter Menschen nehmen sie konkrete medizinisch-pflegerische Aufgaben wahr.

Gesundheits- und Krankenpfleger

… pflegen, betreuen und beobachten Patienten in station√§ren Einrichtungen oder im ambulanten Bereich. Sie erg√§nzen die √§rztlichen Ma√ünahmen, indem sie beispielsweise die Grund- und Behandlungspflege durchf√ľhren, Patienten waschen und betten, Verb√§nde wechseln oder nach √§rztlicher Anordnung Medikamente verabreichen.

Dar√ľber hinaus assistieren sie bei √§rztlichen Untersuchungen und operativen Eingriffen, bedienen und √ľberwachen medizinische Apparate und begleiten den Arzt auf Visiten.

Eine wichtige Rolle kommt ihnen bei der Erstellung von Pflegeplänen und ihrer Auswertung sowie der Pflegedokumentation zu. Auch die Beratung von Patienten und ihre Förderung zur Selbstständigkeit gehören zu den Aufgaben der Gesundheits- und Krankenpfleger.