JUGEND VOR DER BERUFSWAHL

... und donnerstags ins BiZ

Der Abschluss rückt immer näher – die Bundesagentur für Arbeit Trier gibt frühzeitig Informationen zu verschiedenen Berufswegen.
18.02.2017

Das letzte Schuljahr ist aufregend und anstrengend zugleich. Vielleicht befindet man sich gerade mitten im Lernstress für die Abiturklausuren. Gleichzeitig ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um sich um seine berufliche Zukunft zu kümmern und einen Ausbildungsoder Studienplatz zu finden. Damit die Entscheidung für einen Beruf nicht ganz so schwer fällt, heißt es … und donnerstags ins BiZ!

Die Info-Reihe im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Trier stellt verschiedene Berufsbilder vor. Praktiker berichten aus ihrem Arbeitsalltag und erklären, welche Einstiegs- und Aufstiegschancen die unterschiedlichen Berufe bieten.

Kommende Veranstaltungen

Die Landespolizei Trier zu Besuch im BiZ: 2. März,

16 bis 18 Uhr

Nach der Schule ins Ausland – Au-Pair und Work & Travel: 9. März, 16 bis 18 Uhr Studiengänge Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie an der Hochschule Trier:

30. März, 16 bis 18 Uhr

Zoll und Bundespolizei:

6. April, 15 Uhr (Bundespolizei) und 16.30 Uhr (Zoll)

ASW – die Berufsakademie Saarland: Vorstellung der dualen Studiengänge Betriebswirtschaft, Maschinenbau, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen:

4. Mai, 16 bis 18 Uhr

Einen Ăśberblick ĂĽber alle Veranstaltungsangebote der Agentur fĂĽr Arbeit Trier: www.arbeitsagentur.de/trier

GrĂĽnde, die zeigen: Eine Ausbildung im Handwerk ist eine gute Wahl

Auf der Internetseite von Das Handwerk (www.handwerk.de) kann man sich beispielsweise rund um die verschiedenen Berufe im Handwerk informieren und Lehrstellen in der Umgebung finden.
18.02.2017

Führungsverantwortung, flache Hierarchien, moderne und spannende Berufe sowie sogar der Zugang zum Studienabschluss – eine Ausbildung im Handwerk bietet vielfältige Möglichkeiten, sich zu entfalten.

Beste Zukunftschancen

Rund 200 000 Handwerksbetriebe müssen in den nächsten zehn Jahren an eine Nachfolge-Generation übergeben werden. Gerade kleinere, alteingesessene Betriebe geben jungen Talenten so die Chance, sich zu entwickeln und zügig Führungsverantwortung zu übernehmen.

Handwerk schafft Zufriedenheit und Selbstbestimmung

Am Ende eines Arbeitstages oder wenn ein Auftrag beendet ist, können Handwerker das Ergebnis ihrer Arbeit unmittelbar betrachten. Wenn auch der Auftraggeber zufrieden ist, verschafft das Geleistete eine große Befriedigung. In wenigen anderen Berufen kann zudem so selbstbestimmt gearbeitet werden: Flache Hierarchien in den Betrieben ermöglichen jungen Menschen Raum zur Entfaltung. Familienfreundlichkeit wird großgeschrieben. Ein weiterer Pluspunkt: Mit der Ausbildung zum Meister bietet sich die Möglichkeit, der eigene Chef zu sein.

Handwerk ist vielfältig und spannend

Mit über 130 Ausbildungsberufen bietet das Handwerk vielfältige Möglichkeiten für junge Menschen mit den unterschiedlichsten Interessen und Talenten, sich zu entfalten. In modernen und spannenden Berufen können sie ihre Ideen in die Tat umsetzen.

Handwerk macht sich bezahlt

Die Qualifikation zum Meister zahlt sich aus: Das durchschnittliche Lebenseinkommen eines Handwerksmeisters liegt ungefähr gleichauf mit dem eines Fachhochschulabsolventen. Dies ergab eine Studie des IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung). Was viele nicht wissen: Seit einigen Jahren ist der Meisterbrief als „Allgemeine Hochschulzugangsberechtigung“ anerkannt und eröffnet so die Möglichkeit für einen Studienabschluss.

Handwerk integriert technische Entwicklungen

Natürlich gibt es im Handwerk Berufe mit großer Tradition wie etwa Steinmetz oder Goldschmied. Doch in fast allen Handwerken sind heute modernste Technologien unerlässlich. Komplexe Produktionsprozesse, beispielsweise im Bereich Medizintechnik oder in der Luft- und Raumfahrtbranche, erfordern Präzision und technisches Know-how. Daher verbindet die Ausbildung im Handwerk oftmals Tradition und High-Tech – eine spannende und abwechslungsreiche Kombination. Handwerk bedeutet lebenslanges Lernen, gerade in Berufen, in denen sich stetig weiterentwickelnde Technologien eine Rolle spielen.

QUELLE: DAS HANDWERK

Dezent, pĂĽnktlich, offen

18.02.2017

Welche Kleidung ist angemessen?

Dezente Garderobe ist angesagt, um nicht negativ aufzufallen. Nicht „auftakeln“, sondern gepflegt erscheinen. Das heißt für die Mädels unter anderem, dezent mit Schminke, Schmuck und Parfüm umzugehen. Die jungen Männer sollten einen Drei Tage-Bart rasieren. Piercings sollten gegebenenfalls rausgenommen werden.

Auf dem Weg zum Vorstellungsgespräch…

Pünktlichkeit ist das höchste Gebot bei einem Vorstellungsgespräch. Viel zu früh oder auch nur etwas zu spät zu erscheinen ist unhöflich. Am besten ist man etwa fünf bis (maximal) zehn Minuten eher da. Um nicht schon völlig gestresst anzukommen, ist es wichtig, den Anfahrtsweg vorher zu planen. Um sicher zu gehen, kann man den Weg auch einmal vorher abfahren.

Was erwartet mich im Gespräch?

Der Gesprächspartner will einen kennenlernen: Es gilt, natürlich und selbstbewusst zu sein. Wenn man versucht, Freunden oder Eltern den eigenen Lebenslauf interessant vorzutragen, wie man es auch bei einem Bewerbungsgespräch machen sollte, ist das eine gute Übung. Ihre Reaktionen zeigen an, wie überzeugend der Auftritt ist. Generell werden weitere Fragen über den Lebenslauf hinaus gestellt, um sich detaillierter über den Bewerber zu informieren.

Beliebte Fragen von Personalchefs

Die Fragen der Personaler lassen sich grob in drei Blöcke einteilen: Erstens, „erzählen Sie von sich“. Zweitens, „warum bewerben Sie sich hier?“ Und drittens, „warum sollten wir Sie nehmen?“

Fragen, die man als Bewerber stellen kann

Selbst Fragen zu stellen ist wichtig. Damit zeigt der Bewerber dem – möglicherweise zukünftigen – Chef sein Interesse an der Stelle und dass man sich mit dem Berufsbild auseinandergesetzt hat. Ein paar Beispiele: Wie lange dauert die Probezeit? Ist eine Übernahme nach der Ausbildung möglich? Wie ist die Arbeitszeit geregelt? Wie läuft die Ausbildung ab? Wo ist die Berufsschule?

Diese Themen sind tabu:

Manchmal werden auch Fragen gestellt, die man nicht beantworten muss, nämlich zu Religionszugehörigkeit, politischer Einstellung und Parteizugehörigkeit, Gewerkschaftszugehörigkeit, Sexualität, Familienplanung oder Schwangerschaft.

Auf die Körpersprache achten

Nicht verschlossen oder abwesend wirken. Die Hände niemals in der Hose oder in der Jackettasche, hinter großen Handtaschen oder hinter dem Rücken verstecken. Soziale

Soziale Netzwerke

Auch im Vorstellungsgespräch kann der Personalchef Fragen zu Inhalten haben, die im Internet rumschwirren. Hier ist Obacht geboten. Soziale Netzwerke sollten daher generell nur gezielt genutzt werden. So ist es in Berufs-Netzwerken wie Xing wichtig, die individuellen Fähigkeiten sachlich und übersichtlich darzustellen. Auf Facebook darf die Eigendarstellung etwas persönlicher ausfallen. Grundsätzlich sollte man die sozialen Medien allerdings eher mit Vorsicht bedienen und seinen Online-Auftritt stets gut im Blick behalten. Das Internet vergisst schließlich nichts.

FĂĽr eine Berufs- und Studienwahl ohne Klischees

18.02.2017

Noch immer wird die Berufswahl häufig von Geschlechtermustern in den Köpfen bestimmt. Dabei sollten junge Menschen Berufe finden, die zu ihren Stärken passen und ihnen Spaß machen – frei von Klischees und Geschlechterzuweisungen. Das neue Portal www.klischee-frei.de hilft bei der Wahl.

Das neue Web-Portal www.klischee-frei.de informiert und unterstützt bei der Berufs- und Studienwahl ohne einschränkende Vorurteile. Im Mittelpunkt stehen dabei allein die Interessen und Fähigkeiten. Das Portal bietet gebündelte Informationen und praktische Hinweise für Bildungseinrichtungen, Arbeitgeber und auch Eltern, um eine klischeefreie Berufs- und Studienorientierung aufzubauen. „Bildung ist der Weg zu mehr Chancengerechtigkeit“, sagt Bundesbildungsministerin Johanna Wanka und hervor, dass das Bewusstwerden eigener Rollenbilder der Anfang vom Ende stereotyper Leitbilder ist: „Junge Menschen sollen die Möglichkeit bekommen, sich frei und offen für ihren individuellen Berufsweg entscheiden zu können. Ich lade daher alle ein, das neue Portal zu nutzen“, sagt Wanka. „Die Aufteilung in Männer- und Frauenberufe mit unterschiedlicher Wertschätzung passt nicht mehr zu einer modernen Gesellschaft mit vielfältigen Potenzialen. Berufs- und Studienwahl ist individuelle Lebensplanung: Junge Frauen und Männer stellen wichtige Weichen im Hinblick auf Erwerbsbeteiligung, Partnerschaftlichkeit, Einkommen und Alterssicherung. Zur selbstbestimmten Gestaltung gehört das gesamte Berufswahlspektrum“, sagte Bundesministerin Manuela Schwesig anlässlich des Starts des Web-Portals. „Eine Klischee gelenkte Berufswahl kann in berufliche Sackgassen führen. Das ist persönlich unbefriedigend. Es ist aber auch für uns alle unbefriedigend, denn Wirtschaft und Gesellschaft brauchen junge Frauen und Männer dort, wo ihre persönlichen Talente und Neigungen liegen“, so Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles.

Studienberechtigte entdecken zunehmend die duale Berufsausbildung

18.02.2017

Lange war die duale Berufsausbildung eine Domäne der Hauptschulabsolventen. Dies hat sich geändert. 2016 registrierte die Bundesagentur für Arbeit erstmals in ihrer Geschichte mehr Ausbildungsstellenbewerber mit Studienberechtigung als mit Hauptschulabschluss, und bereits 2015 schlossen die Betriebe mehr Ausbildungsverträge mit Studienberechtigten als mit Hauptschulabsolventen ab. Dies belegt eine neue Analyse des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Allgemeiner Trend

Steigende Anteile von Studienberechtigten unter den Auszubildenden sind in allen Zuständigkeitsbereichen der dualen Berufsausbildung zu finden. Verfügte beispielsweise 2010 im Handwerk noch mehr als jede zweite Person mit neuem Ausbildungsvertrag über einen Hauptschulabschluss, lag 2015 der Anteil von Auszubildenden mit mittlerem Abschluss oder mit einer Studienberechtigung bereits um fast zehn Prozentpunkte über dem Anteil der Personen mit Hauptschulabschluss. Vergleichbar starke Verschiebungen gab es auch in der Landwirtschaft. Im öffentlichen Dienst gab es einen kräftigen Anstieg des Studienberechtigtenanteils um fast zehn Prozentpunkte.

Von der deutlich größeren Zahl an Ausbildungsinteressierten mit Studienberechtigung profitieren nicht nur typische „Studienberechtigtenberufe“ wie etwa Bankkaufmann, Steuerfachangestellter, Industriekaufmann, Mediengestalter Digital und Print oder Chemielaborant. Auch in bislang typischen „Hauptschülerberufen“ wie zum Beispiel Dachdecker, Maurer, Koch oder Zimmerer werden im Vergleich zu 2010 spürbar mehr Studienberechtigte unter den Personen mit neuem Ausbildungsvertrag gezählt. Die Zahl der „Hauptschülerberufe“ ist zwischen 2010 und 2015 von 56 auf 48 gesunken, die Zahl der „Studienberechtigtenberufe“ dagegen von 32 auf 45 gestiegen. Von einem „Hauptschüler-“ beziehungsweise „Studienberechtigtenberuf“ spricht man dann, wenn der Anteil der jeweiligen Schülergruppe in dem Ausbildungsberuf über 50 Prozent liegt.

BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser wertet diese Entwicklung als positives Zeichen für eine Steigerung der Attraktivität der dualen Berufsausbildung. „Wenn es immer weniger Hauptschulabsolventen gibt, muss die duale Berufsausbildung mehr Interessenten unter den schulisch höher Qualifizierten finden. Dies scheint zu gelingen. Für die Zukunft kommt es allerdings darauf an, Studienberechtigte noch stärker für die für sie eher untypischen Berufe zu interessieren. Nur so kann verhindert werden, dass sie untereinander vermehrt in einen Wettbewerb eintreten und ein wachsender Teil von ihnen bei der Ausbildungsplatzsuche leer ausgeht. Zudem dürfen wir die Jugendlichen mit Hauptschulabschluss keineswegs aus dem Auge verlieren. Auch wenn deren Zahl kleiner wird, darf ihr Ausbildungsinteresse und -vermögen nicht außer Acht gelassen werden. Angesichts des drohenden Fachkräftemangels brauchen wir jede und jeden.“

Quelle: Bundesinstitut fĂĽr Berufsbildung