Ausgehen & Genie├čen

Begehrte Luxuswaren: Gew├╝rze

Fisch einmal anders ÔÇô als Curry mit Reis ÔÇô gereicht.
17.02.2017

Exotische Gew├╝rze wie Pfeffer, Gew├╝rznelke, Muskatnuss, Zimt, Vanille stammen urspr├╝nglich meist aus den tropischen Gebieten Asiens und Amerikas.

Gew├╝rze aus Asien waren ein exotisches Luxusgut, f├╝r das man im mittelalterlichen Deutschland horrende Preise bezahlte.

Sie waren Statussymbole, Zeichen des Wohlstandes. Wer es sich leisten konnte, konsumierte Gew├╝rze in rauen Mengen. Nach heutigen Ma├čst├Ąben war der Gew├╝rzeinsatz fr├╝her geradezu exzessiv. Nicht zuletzt, weil ungenie├čbare, teils auch schon verdorbene Speisen sich durch w├╝rzige Aromen ├╝bert├╝nchen lie├čen. Gew├╝rze dienten aber auch der Konservierung, ein Grund f├╝r die Erfindung der Curry-Gew├╝rzmischungen in Indien. In den betuchteren Kreisen Europas gelten Gew├╝rze seit den Gew├╝rz-Exzessen des Mittelalters als wichtige Importware ÔÇô ein Trend, der sich bis heute fortsetzt.

In Deutschlands ├Ąrmeren K├╝chen waren dagegen vor allem lange die Gew├╝rze heimisch, die man heute noch aus Klosterg├Ąrten kennt ÔÇô so enthielten deutsche Speisen im Mittelalter beispielsweise Koriander, vielleicht noch Lorbeer, typischerweise aber K├╝mmel oder Majoran. Heute sind die meisten Gew├╝rze f├╝r alle B├╝rger der Industrienationen zug├Ąnglich.

Die Exklusivit├Ąt wird allerdings, wie im Mittelalter, ├╝ber Preis und Menge bestimmt. So gilt seit l├Ąngerem ÔÇô aufgrund des Aufwands, der zu seiner Herstellung notwendig ist ÔÇô Safran als das teuerste Gew├╝rz der Welt. Ein Kilogramm echter Safranf├Ąden ohne Zusatzstoffe kostet mehrere tausend Euro.