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EINBRUCHSSCHUTZ WIRD GEFÖRDERT

Mehr Förderung

Gut geschützt ist das eigene Zuhause nur mit verlässlicher Sicherheitstechnik. Foto: djd/TELENOT
03.02.2017

Ab sofort können private Eigentümer und Mieter wieder Zuschüsse für Maßnahmen zum Einbruchschutz und zur Barrierereduzierung bei der KfW beantragen.
Zudem erhöht das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) die Zuschüsse für den Einbruchschutz auf 50 Millionen Euro (von 10 Millionen Euro).

Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesbauministerium: „Fast jeder zweite Einbrecher gibt nach wenigen Minuten auf, wenn er durch technischen Einbruchschutz am Eindringen gehindert wird. Die Investitionen in den Einbruchschutz zahlen sich somit aus. Mit den erhöhten Fördermitteln tragen wir dem nachweislichen Interesse von Mietern und Hauseigentümern nach mehr Einbruchschutz Rechnung. “

Für Maßnahmen zum Einbruchschutz wurden in 2016 über

40 000 Förderzuschüsse ausgereicht. Über 50 000 Wohneinheiten wurden so mit verschiedenen Maßnahmen gegen Einbruch gesichert. Seit 1. April 2016 können zusätzlich Förderkredite für Investitionen in den Einbruchschutz beantragt werden. Die Mindestinvestitionssumme für Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz beträgt in der Zuschussförderung 2 000 Euro, durchschnittlich wurden bisher von den Bauherren pro Wohneinheit 5000 Euro investiert. Hauptsächlich wurden einbruchshemmende Haus- und Wohnungstüren sowie Nachrüstsysteme für Fenster eingebaut.

Tipps zu Schutz und Sicherung

Vor dem Hintergrund steigender Einbruchszahlen raten Experten den Bürgern, selbst aktiv zu werden – beispielsweise mit der Anschaffung einer modernen Funkalarmanlage. Foto: djd/ABUS
03.02.2017

Die Zahl der Einbrüche in Deutschland nimmt stetig zu. Im Folgenden erhalten Sie Tipps, wie Sie sich schützen und Ihre vier Wände effektiv gegen einen Einbruch sichern. Tipp: Kombinieren Sie Maßnahmen der Energie- und Barrierereduzierung mit dem Einbruchschutz.

Bei einbruchhemmenden Türen sind typische Schwachstellen wie Türblatt, Zarge oder Verglasung verstärkt, so dass sie gewalttätigen Einwirkungen von außen länger standhalten als herkömmliche Türen. Der Einbrecher verliert dadurch kostbare Minuten.

Als zusätzliche Barriere können Bauteile wie ein Sperrbügel an der Innenseite der Haus- oder Wohnungstür angebracht werden. Doch jede Tür ist nur so sicher wie ihr Schloss. Einbruchhemmende Türschlösser mit speziellen Zylindern, Schutzbeschlägen und Schließblechen bieten Einbruchswerkzeugen weniger Angriffspunkte. Für optimalen Schutz ist vor allem die Passgenauigkeit der einzelnen Bestandteile einer Tür entscheidend. Gefördert wird von der KfW der Einbau neuer einbruchhemmender Haus- und Wohnungstüren im Rahmen des Förderprodukts „Altersgerecht Umbauen“.

Tipp: Achten Sie beim Kauf der Türen nicht nur auf die Widerstandsklasse, sondern auch auf energetische Kennwerte oder barrierearme Anforderungen.

Für das Erdgeschoss und Zimmer im Souterrain empfiehlt die Polizei einbruchhemmende Fenster und Fenstertüren. Diese zeichnen sich beispielsweise durch eine extra stabile Rahmenkonstruktion, Scheiben aus Sicherheitsglas oder abschließbare Griffe aus. Fenster und Fenstertüren, die von außen leicht zu erreichen sind, sollten zusätzlich durch Rollläden oder Fenstergitter gesichert werden.

Zusammen mit einer Fenstererneuerung oder einer Außenwanddämmung wird von der KfW auch der nachträgliche Einbau von Rollläden oder Fenstergittern gefördert.

Alarmanlagen beziehungsweise Einbruchmeldeanlagen sind eine gute Ergänzung zu mechanischen Sicherungen. Alarmanlagen verhindern keinen Einbruch – jedoch erhöht sich das Risiko für Einbrecher, entdeckt zu werden. Durch Ton- und Lichtsignale machen sie auf Einbrecher aufmerksam und dienen somit vor allem der Abschreckung. Der Alarm wird entweder durch Bewegungsmelder oder Infrarot-Lichtschranken ausgelöst. An der Außenseite eines Hauses angebracht, können diese bereits das Näherkommen einer unbefugten Person melden. Die KfW fördert den Einbau von Systemen zur Einbruchs- und Überfallmeldung), von Bewegungsmeldern und der Beleuchtung des Eingangsbereichs im Förderprodukt Altersgerecht Umbauen.