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SERVICE RUND UMS AUTO

Farbspritzpistole und mehr

01.02.2017

Ein Auto in dunkelgrau, ein individueller Schriftzug oder eine Pflegekur für den Lack – Fahrzeuglackierer sind die Profis, wenn es darum geht, Fahrzeugoberflächen zu bearbeiten und zu gestalten. Dafür haben sie eine Palette an Mitteln parat: Bevor es an das Lackieren geht, bereiten die Fachleute die Untergründe durch Schleifen und Grundieren vor. Mit einer Farbspritzpistole in der Lackieranlage tragen sie die richtige Farbe auf die Autohaut, sodass kein Unterschied zur übrigen Oberfläche sichtbar ist.

 

Dafür stehen ihnen rund 2500 exakt auf einander abgestimmte Lackrezepturen und Farbtöne, serienmäßige Uni- und Metalllacke oder spezielle Sonderfarbtöne und Effektlacke zur Verfügung.

 

Zudem versiegeln Fahrzeuglackierer Hohlräume, konservieren Oberflächen mit Pflegemitteln und reparieren und montieren Bauteile. Sie begutachten Schäden am Lack, beurteilen den Umfang der Arbeiten und sprechen diese mit dem Kunden ab.

 

Gute Hauptschulabsolventen bis hin zu Abiturienten können diese dreijährige Ausbildung absolvieren. Für den Beruf sind ein Interesse an Fahrzeugen und ein Auge für Farben sowie ein physikalisch-technisches Verständnis erforderlich.

 

Autos auch im Winter waschen

01.02.2017

Ein Glaubenskrieg spaltet die Autofahrergemeinde in jedem Winter: Soll man sein Auto waschen oder nicht?

Darauf gibt es jedoch nur eine Antwort: Ja, man soll nicht nur sein Auto waschen, man muss sogar. Dafür gibt es zwei Gründe: Verkehrssicherheit und Werterhalt.

Denn ergraute, von Dach bis Reifen in Salzgischt gehüllte Fahrzeuge reflektieren Sonnen- oder Scheinwerferlicht kaum, werden daher leichter übersehen und statistisch betrachtet häufiger in Unfälle verwickelt.

Selbst Tagfahrlicht dringt nur noch müde durch schmuddelige Scheinwerfer-Scheiben. Das Abblendlicht verliert ausgerechnet jetzt dramatisch an Reichweite, wo es am meisten benötigt wird.

Doch stark verschmutzte Fahrzeuge können auch teuer werden. Wenn Beleuchtungseinrichtungen nahezu unsichtbar und Kennzeichen mit ihren amtlichen Plaketten nicht mehr lesbar sind, kostet das zwischen fünf und 35 Euro. Das Geld lässt sich besser in Wagenwäschen investieren.

Dabei muss es nicht das teuerste Programm sein, lieber preiswert und öfter waschen, nur eine Trocknung sollte mit dabei sein. Das ist auch für die Karosserie am besten.

Zwar rosten Autos heute längst nicht mehr so schnell und so schlimm wie noch vor 20 Jahren, aber dauerhafter Kontakt mit aggressivem Streusalz schadet trotzdem.

Nicht unbedingt dem Blech, das heute durchweg ordentlich lackiert und auch oft verzinkt ist. Aber den diversen Installationen im und unter dem Auto wie Bremsen, Bremsleitungen, Kühler, Klimaanlagen-Kondensator oder auch der Ölwanne.

Diese werden bei einer Wäsche zwar nicht wirklich gereinigt, aber das dagegen spritzende und darüber fließende Wasser bewirkt eine Verdünnung der Salzkonzentration und beugt so Korrosion vor. Dies gilt auch für Hohlräume in den Türen, die durch die Fensterschächte Kontakt mit Salzwasser bekommen.

Wie oft sollte im Winter gewaschen werden? So oft wie nötig, abhängig vom Verschmutzungsgrad. Spätestens wenn der Durchblick durch die Seitenscheiben getrübt ist, sollte die nächste Fahrt in die Waschanlage führen.

Nun argumentieren Gegner der winterlichen Reinigung gern mit zufrierenden Schlössern und anfrierenden Türgummis. Und Fachzeitschriften bringen spätestens Ende Oktober den Tipp, die Schlüssellöcher mit einem Klebestreifen zu verschließen. Doch wie viele Autos werden heute überhaupt noch mit einem Schlüssel geöffnet? Meistens bleibt der dabei in der Hosentasche, Druck auf die Sendetaste genügt.

Und Türgummis frieren sowieso nur an, wenn sie völlig ausgetrocknet sind und deshalb Wasser aufnehmen. Dagegen helfen die üblichen Glycerin-, Hirschtalg- und sonstigen Pflegestifte.

Aber bitte keine Vaseline, die enthält Gummi-schädliche Erdöl-Bestandteile. So spricht eigentlich nur ein Hemmnis gegen die winterliche Wäsche: zu niedrige Temperatur. Aber unterhalb des Gefrierpunkts werden die meisten einfachen Portalwaschanlagen ohnehin geschlossen. Und gegen den Besuch einer beheizten Waschstraße spricht selbst dann nichts, sofern das Auto anschließend ein paar Kilometer trockengefahren und nicht etwa patschnass abgestellt wird. Wichtig: Die Bremsen – entsprechend der Verkehrssituation – gefühlvoll trockenbremsen, damit die Beläge nicht über Nacht anfrieren.