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FIT FÜR DIE SCHULE

Mit qualifizierter Nachhilfe im zweiten Schulhalbjahr durchstarten

Mit Unterstützung und steigendem Erfolg macht das Lernen bald wieder richtig Spaß. Professionelle Nachhilfe kann viel bewirken.
01.02.2017

Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung aus 2016 besagt, dass nahezu 1,2 Millionen der knapp 8,3 Millionen Schüler allgemeinbildender Schulen Deutschlands heute Nachhilfeunterricht bekommen. Das sind etwa 14 Prozent.

Der Nachhilfeanbieter Schülerhilfe verweist auf zwei Studien, die schon vor zehn Jahren besagten, dass zwischen 82 und 94 Prozent der Schüler durch Nachhilfe ihre Noten verbessern. Dabei sind es vor allem Schüler an weiterführenden Schulen, die bei der Bewältigung des Unterrichtsstoffes unterstützt werden: Der Anteil derjenigen, die Nachhilfe in Anspruch nehmen, liegt hier bei 18 Prozent. In den Grundschulen und in den Förderschulen fällt der entsprechende Anteil mit vier bis fünf Prozent deutlich geringer aus. Am häufigsten wird Nachhilfeunterricht in den Fächern in Mathematik, Fremdsprachen und Deutsch in Anspruch genommen. Die Teilnahme an nachmittäglichen Lernangeboten hängt nicht oder allenfalls schwach mit dem Bildungsstand in den Familien und deren Höhe des Einkommens zusammen. Gleichwohl erhalten Kinder und Jugendliche ohne Migrationshintergrund im Vergleich etwas häufiger Nachhilfe.

Relativ wenig Nachhilfe in Deutschland

Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass Deutschland zu der Gruppe von Industrieländern gehört, in der Nachhilfeunterricht weniger stark in Anspruch genommen wird: Unter den 15-Jährigen erhalten – je nach Unterrichtsfach – bis zu 70 Prozent aller Schüler Japans oder Koreas Nachhilfeunterricht. Im Mittel aller 35 Länder des Wirtschaftsbündnisses OECD gilt dies für bis zu 38 Prozent. In Deutschland nehmen in dieser Altersgruppe aber nur bis zu 29 Prozent Nachhilfe in Anspruch. Dabei dient der Nachhilfeunterricht in Deutschland nicht ausschließlich dem Vermeiden schulischen Scheiterns. Vielmehr geht es um die weitere Verbesserung der eigenen Leistungen: So haben zwischen 33 und 76 Prozent der Schüler befriedigende und bessere Schulnoten in dem Fach, in dem sie zusätzliche nachmittägliche Unterstützung erhalten.

Noch besser dank

guter Unterstützung

Nachhilfeunterricht wird also zu einem bedeutenden Teil in Anspruch genommen, um durch eine Leistungsverbesserung die Chancen eines Übergangs in anspruchsvolle Bildungs- und Ausbildungswege zu steigern.

Privat werden in Deutschland jährlich knapp 0,9 Milliarden Euro für Nachhilfeunterricht ausgegeben. Dazu kommen die in der Größenordnung nicht zu ermittelnden Ausgaben, die für Förder- und Nachhilfeunterricht in den Schulen selbst, insbesondere im Ganztagsbetrieb, öffentlich getragen werden, sowie die Ausgaben für Nachhilfeunterricht, die im Rahmen des 2011 in Kraft getretenen „Bildungs- und Teilhabepakets“ gleichfalls öffentlich geleistet werden. Alle Familien, die Wohngeld oder Lastenzuschuss erhalten, können auch Unterstützung für den Nachhilfeunterricht der Kinder erhalten.