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Ausgehen & Genießen

Kulinarisches an Karneval

Gerne auch verziert gibt es Berliner und anderes Gebäck zu Karneval.
27.01.2017

Bald beginnen die tollen Tage mit Straßenkarneval, Partys und Umzügen. Natürlich fließt hier und da reichlich Alkohol und auch kulinarisch kommt hierzulande allerlei Traditionelles auf den Tisch. Berliner, Mäuschen, Mutzenmandeln und Krapfen…

…sind typische Leckereien zu Karneval. Übrigens mit jahrhundertealter Tradition! Auch wenn das süße Gebäck das ganze Jahr über schmeckt, wird es stets mit der Faschingszeit in Verbindung gebracht und ist hier auch nicht mehr wegzudenken.

Brauch aus dem Mittelalter

Der Brauch der Krapfen-Bäckerei reicht bis ins Mittelalter zurück. Am sogenannten „fetten“ oder „schmutzigen“ Donnerstag wurde das letzte Mal vor der Fastenzeit geschlachtet. Das dabei gewonnene Fett wurde sinnvoll für die Zubereitung von Gebäck verwendet. Es entstand das typische Schmalzgebäck, das heute in vielen Sorten zum Karneval heiß begehrt ist.

Heringsschmaus

nicht nur mit Hering

Am Aschermittwoch wird gefastet oder Fisch gegessen, auf Fleisch soll verzichtet werden. So hat sich der traditionelle Heringsschmaus als Brauch manifestiert. Außerhalb der Kirche wird der Aschermittwoch als Ausklang des Faschings betont. Mit dem Heringsschmaus, dessen gastronomische Verfeinerung kaum mehr an seinen ursprünglichen Sinngehalt (Fisch als Fastenspeise) erinnert, wird der Fasching symbolisch zu Grabe getragen. Früher galt der Heringsschmaus als „Arme-Leute-Essen“. Der saure Fisch war preiswert und entschlackte den Körper nach dem Alkoholgenuß der Faschingszeit. Wurde früher ausschließlich Hering für die Zubereitung verwendet, werden heute auch Varianten mit anderen Meeresfrüchten wie Krabben oder Lachs angeboten.

Hering wird auch zu Marinaden (Roll-Mops, Bismarckhering, Brathering, Bratrollmops) verarbeitet. Beliebt sind auch Heringsfilets in Tomaten- und anderen Saucen. Leicht gesalzene Heringe, die im Ganzen geräuchert werden, bezeichnet man als Bückling. Als Matjes bezeichnet man den „jungfräulichen“ Hering, der noch nicht gelaicht hat. Er wird von Mai bis Juli gefangen und ist sehr fettreich.